Colitis ulcerosa
Erfahrungen

Colitis und Dickdarm

GANZ WICHTIG !! GANZ WICHTIG !!  GANZ WICHTIG !!

 
 
 

Hier gebe ich kommentarlos weiter, was ich so zugeschickt bekomme:

 


Der folgende Beitrag gibt den Sachstand vom 06.05.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt. Er stammt von Bert Ostberg und Beate Wagner. Er wurde mir von einem Bekannten, der auch an CU erkrankt ist , als Link zugeschickt. Hier ist der Originallink:

www.rbb-online.de/quivive/archiv/quivive_vom_06_05/wurmtherapie_hilft.html



Mi 06.05.09 20:15

Wurmtherapie hilft gegen chronische Darmentzündung

Chronische Darmerkrankungen sind nicht nur schmerzhaft und bisher unheilbar. Sie entstehen, weil das Immunsystem des Körpers gegen sich selbst richtet, genauer gegen die Darmschleimhaut. Quivive berichtet über eine vielversprechende Therapie mit Wurmeiern.
Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind chronisch entzündliche Darmerkrankungen, die bislang als nicht heilbar gelten. Typische Beschwerden sind hier blutiger Stuhl, Durchfälle und Leibschmerzen.

Bis heute sind die Ursachen beider Erkrankungen nicht zweifelsfrei geklärt. Man vermutet, dass erbliche, infektiöse und Umweltfaktoren zusammenspielen. Zudem scheint eine Fehlfunktion des Immunsystems wahrscheinlich: Es wird gegen den eigenen Körper aktiv.

Eine Heilung gibt es bisher nicht. Starke Medikamente sollen die Entzündungen hemmen und die krankhafte Aktivität des Immunsystems unterdrücken. Andere Arzneien wie zum Beispiel Krebsmittel oder Kortison haben belastende Nebenwirkungen und können den Krankheitsverlauf meist nur mildern. Erste Studien in den USA haben nun gezeigt, dass man die schweren Symptome der chronischen Darmerkrankungen effektiv zurückdrängen kann, wenn man den angegriffenen Darm mit einem Parasiten in Kontakt bringt.

Dieser Parasit ist ein Peitschenwurm, der normalerweise im Darm von Schweinen auftritt. Die Schweine macht er krank, uns Menschen soll er jedoch gesund machen können. In den Studien hatten die Patienten im Abstand von etwa zwei Wochen je einen Trunk mit etwa 2500 Wurmeiern zu sich genommen. Im Darm schlüpfen aus den Eiern dann Wurmlarven und überleben dort etwa zehn Tage – ohne langfristig Schäden anzurichten.

Im Gegenteil: Kurz nach der Einnahme entwickelten einige Patienten zwar zunächst hohes Fieber oder stärkere Durchfälle. Nach etwa zehn Tagen verschwanden die Symptome aber komplett, die Studienpatienten fühlten sich wohl wie lange nicht mehr. Darüber hinaus waren die typischen Zeichen der chronischen Darmerkrankung selbst in der Darmspiegelung (Koloskopie) nicht mehr zu sehen.

Hygienische Verhältnisse machen Immunsystem arbeitslos

Wie kann das sein? Offensichtlich bekämpft das Immunsystem die Würmer als „Eindringlinge“ und ist so damit beschäftigt, dass der Kampf gegen den eigenen Körper „in Vergessenheit“ gerät.
Die Überlegung dahinter ist so originell wie logisch: Wie manch andere Immunerkrankung treten chronisch entzündliche Darmerkrankungen fast ausschließlich in entwickelten Industrieländern mit hohen hygienischen Standards auf. Als Folge infizieren sich die Menschen sehr viel seltener mit Parasiten. Eindringlinge, die das Immunsystem bekämpfen muss, gibt es nur noch vereinzelt. Auf der Suche nach „Arbeit“ bekämpft das Abwehrsystem sich daher irgendwann selbst.

Als die Menschen hingegen noch in weniger reinlichen Verhältnissen und in engem Kontakt mit Haustieren wie zum Beispiel Schweinen lebten, gab es chronische Darmerkrankungen noch nicht. Bisher ist die kuriose Wurmbehandlung noch nicht offiziell als Therapie zugelassen. Deshalb müssen die Kosten für die Wurmeier-Therapie auch selbst getragen werden, sie können sich auf bis zu 4000 Euro summieren.
Da die Ärzte damit jedoch bereits erstaunliche Erfolge erzielen, wollen sie den Parasiten künftig auch gegen andere Autoimmunerkrankungen wie Asthma, Neurodermitis oder rheumatoide Arthritis testen.


 

(Datum: 2009 / 05)

Lieber Mike!  Vielen Dank für Deinen interessanten Bericht. Ich bin wie Du der Meinung, dass wir ihn hier getrost weitergeben können. Ist vielleicht eine Alternative?!

 

 

 

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=25407


07.04.2009

Infos für Ärzte

Therapie von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn: eine Frage des Alters

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen können in jedem Alter auftreten. Bei 20-30 Prozent der Patienten wird die Diagnose Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn noch vor dem 20. Lebensjahr, bei 15 Prozent der Patienten erst jenseits des 65. Lebensjahrs gestellt. Viele Patienten befinden sich mitten in der Familienplanung. Auf dem internationalen Falk Symposium 168 „Chronisch entzündliche Darmerkrankungen in verschiedenen Altersgruppen“, zu dem sich über 1.000 Gastroenterologen aus aller Welt in Madrid trafen, wurde deutlich: Das Alter des Patienten kann nicht nur Einfluss auf Verlauf, Schweregrad und Komplikationen des Krankheitsbildes haben, sondern beeinflusst wesentlich auch die Wahl des Therapieregimes. Aufgeräumt wurde auch mit der lange gehegten Vermutung, dass Kinder auf Therapien besser ansprechen. Entscheidend für den Behandlungserfolg sind vielmehr die Dauer der Erkrankung und die Begleitmedikation.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen sind durch zwei Manifestationsgipfel gekennzeichnet: der erste zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr, ein zweiter, kleinerer, jenseits des 50. Lebensjahres. Bei der Colitis ulcerosa entscheidet das Alter der Erstmanifestation maßgeblich über Schweregrad und Verlauf der Erkrankung. Während bei bis zu 70 Prozent der Kinder zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bereits eine Pancolitis vorliegt, ist dies im Erwachsenenalter nur bei 20 bis 30 Prozent der Fall, erläuterte Dr. Arie Levine, Israel. Anders beim Morbus Crohn, bei dem der vergleichbare Krankheitsverlauf altersunabhängig ist. Strikturen finden sich zum Zeitpunkt der Erstmanifestation bei 14,7 Prozent der Kinder und 14,3 Prozent der Erwachsenen, Fisteln bei 12 bzw. 19,7 Prozent.

Bei älteren Patienten mit Colitis ulcerosa können grundsätzlich alle therapeutischen Optionen eingesetzt werden, betonte Prof. Dr. David G. Binion, Pennsylvania. Das Problem: In vielen Studien sind jedoch nur Patienten zwischen 18 und 60 Jahren eingeschlossen. Das gilt jedoch nicht für Aminosalizylate wie Mesalazin. „Hier gab es auch in den Zulassungsstudien keine Altersbegrenzung nach oben“, betonte Binion. Sie sind auch bei älteren Patienten mit leichter bis mäßiger Colitis ulcerosa effektiv und werden gut vertragen. Das gilt auch für Azathioprin, das Medikament der ersten Wahl in der Erhaltungstherapie bei schweren Verläufen. Dagegen gehen Kortikosteroide im Alter mit einem höheren Risiko für Komplikationen einher.

Keine Übertherapie bei Morbus Crohn

In der Therapie des mäßig schweren Morbus Crohn sprach sich Prof. Dr. Simon Bar-Meir, Israel, klar für die Step-up-Therapie aus. Mit einer Top-down-Therapie wäre aus seiner Sicht die überwiegende Mehrzahl der Patienten übertherapiert, mit einem hohen Nebenwirkungsrisiko. „Der natürliche Verlauf des Morbus Crohn ist meist leicht. Die Daten zur Top-Down-Therapie sind noch ungenügend“, fasste er zusammen. Er verwies auf die Empfehlungen der ECCO (European Crohn`s and Colitis Organisation), die als Therapie der Wahl Budesonid (9 mg täglich) oder systemische Steroide empfiehlt. Antibiotika werden dagegen außer bei septischen Infekten nicht empfohlen. Die überlegene Verträglichkeit von Budesonid bei Erwachsenen mit leichtem bis mäßigem Morbus Crohn konnte er in einer Studie zeigen, die Budesonid mit Prednison verglich. Die Patienten erhielten zur Induktion randomisiert und doppelblind über acht Wochen entweder täglich 9 mg Budesonid (n=100) oder Prednison (n=101) beginnend mit täglich 40 mg und ausschleichend ab der zweiten Woche bis täglich 5 mg. Die Responderraten waren mit 51 und 52 Prozent vergleichbar. Signifikant war jedoch der Unterschied in der Verträglichkeit. So lag der Anteil der Responder ohne Nebenwirkungen unter Budesonid mit 33 Prozent signifikant höher als unter Prednison (13,8 Prozent).

Budesonid zur Remissionsinduktion für Kinder: am Anfang hoch dosieren

Aktuell konnte nun auch für Kinder mit Morbus Crohn gezeigt werden, dass sich Budesonid für die Remissionsinduktion eignet, vorausgesetzt die Dosierung stimmt. Entscheidend ist ein Therapiebeginn mit täglich 12 mg Budesonid, wie eine randomisierte, plazebokontrollierte Doppelblindstudie zeigte. Bei insgesamt 70 Kindern mit leichtem bis mäßigen Morbus Crohn (PCDAI *> 12,5 und ≤ 40) wurden zwei zehnwöchige Regimes miteinander verglichen: Budesonid in der Standarddosis von 9 mg pro Tag über sieben Wochen, gefolgt von 6 mg Budesonid über weitere drei Wochen (n=35) gegenüber Budesonid 12 mg pro Tag über vier Wochen, gefolgt von 9 mg und 6 mg Budesonid über jeweils drei Wochen (n=35). Unter beiden Regimes wurde eine Verbesserung des PCDAI erreicht mit klarem Vorteil für die höher dosierte Therapie (-10,8 versus -14,2). Die Remissionsrate am Ende der Therapie lag unter der 12-mg-Gabe mit 65,7 Prozent deutlich höher als unter der Standardtherapie mit 42,9 Prozent (p=0,054). Auch die Zeit bis zur Remission war kürzer (17 versus 28 Tage). Eine statistisch signifikante Reduktion von CRP als Entzündungsmarker wurde nur unter der 12-mg-Induktion erreicht. Wichtig: Auch unter der hochdosierten Induktionstherapie kam es nicht zu einem Anstieg steroidspezifischer Nebenwirkungen.

Hohes Risiko bei frühem Manifestationsalter: kolorektales Karzinom

Chronisch entzündliche Dickdarmerkrankungen treiben das Risiko für ein Kolonkarzinom in die Höhe, im Mittel um das Sechsfache. Besonders groß ist die Gefahr bei einer ausgedehnten Colitis ulcerosa, die über viele Jahre besteht. „Und das betrifft gerade die Kinder. Junge Patienten mit Kolitis haben ein hohes Lebenszeitrisiko für ein kolorektales Karzinom“, betonte Dr. Matt Rutter, Großbritannien. Die kumulative Inzidenz für ein Kolonkarzinom liegt innerhalb von 30 Jahren bei 20 Prozent. Es gilt daher, die Möglichkeiten der Chemoprävention optimal zu nutzen. Gut belegt ist die Wirksamkeit von 5-Aminosalizylsäure, die antiinflammatorisch und antineoplastisch wirkt. Eine Metaanalyse belegt: Konsequent eingenommen reduziert sie das Risiko für ein kolorektales Karzinom um 40 bis 50 Prozent im Vergleich zur unregelmäßigen Einnahme. Die höchste Evidenz liegt laut Rutter für Mesalazin vor. Dabei kommt es entscheidend auf die Dosis an. Tagesdosen von 1,2 g sind sowohl niedrigeren Mesalazin-Tagesdosen, als auch Sulfasalzin (> 2g/Tag) klar überlegen (OR 0,85 versus 0,19).


Kinderwunsch realisieren - trotz CED

Ein Kinderwunsch lässt sich auch bei Männern und Frauen mit CED häufig ohne Probleme realisieren. Die Fertilität von Frauen und Männern ist bei der Mehrzahl der Patienten nicht beeinträchtigt. „Eine Schwangerschaft sollte aber möglichst in einer inaktiven Krankheitsphase geplant werden“, betonte Prof. Dr. Axel Dignass, Frankfurt. Denn dann ist das Risiko hinsichtlich Frühgeburt oder Abort im Vergleich zur Normalbevölkerung nicht erhöht. Anders während einer aktiven Krankheitsphase. Nur bei 54 Prozent der Morbus-Crohn- und bei 65 Prozent der Colitis-ulcerosa-Patientinnen verlaufen die Schwangerschaften normal, wenn sie in einer Entzündungsphase beginnen. Im Bedarfsfall können die Patientinnen mit 5-ASA-Derivaten, Budesonid und systemischen Kortikosteroiden behandelt werden. Diese Wirkstoffe gelten als sicher, auch während der Stillzeit. Eine notwendige Erhaltungstherapie mit Azathioprin sollte laut Dignass auch während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Dagegen gab es eine klare Absage für Methotrexat: MTX ist absolut kontraindiziert, und zwar für Männer und Frauen bereits im Vorfeld der Schwangerschaft. Dignass empfahl MTX drei bis zwölf Monate vor einer geplanten Schwangerschaft abzusetzen.

*Pediatric crohns disease activity index

Quelle: Falk Symposium 168, IBD in Different Age Groups, 27.-28. März 2009 in Madrid

 

 

 

 

VERHALTEN BEI SCHLAGANFALL 

Ein Neurologe sagte, dass, wenn er innerhalb von 3 Stunden zu einem Schlaganfallopfer kommen kann, er die Auswirkung eines Schlaganfalls aufheben könne. Er sagte, der Trick wäre, einen Schlaganfall zu erkennen, zu diagnostizieren und den Patienten innerhalb von 3 Stunden zu behandeln, was allerdings nicht leicht ist. 

Erkenne einen Schlaganfall:

Es gibt 4 Schritte, an die man sich halten
sollte, um einen Schlaganfall zu erkennen:

- Bitte die Person, zu lächeln (sie wird es nicht schaffen).
- Bitte die Person, einen ganz einfachen Satz zu sprechen (zum Beispiel: "Es ist heute sehr schön.").
- Bitte die Person, beide Arme zu erheben (sie wird es nicht oder nur teilweise können).
- Bitte die Person, ihre Zunge heraus zu strecken (Wenn die Zunge gekrümmt ist, sich von einer Seite zur anderen windet, ist das ebenfalls ein
Zeichen eines Schlaganfalls.) 

Falls er oder sie Probleme mit einem dieser Schritte hat, rufe sofort
den Notarzt und beschreibe die Symptome der Person am Telefon.

 

VERHALTEN BEI HERZANFALL

Viele Leute sind alleine, wenn sie einen Herzanfall haben. Ohne Hilfe und man hat nur  etwa 10 Sekunden Zeit, bevor man das Bewusstsein verliert. 

Folgendes ist zu tun:

- Keine Panik! Beginne energisch und so oft als möglich zu husten.

- Vor jedem Husten TIEF einatmen. Das Husten muss so tief und anhaltend sein, als ob man Schleim von tief aus dem Brustkorb produzieren möchte.

- Das Einatmen und Husten muss alle 2 Sekunden wiederholt werden, bis Hilfe eintrifft oder das Herz wieder normal schlägt.

Tiefes Einatmen bringt Sauerstoff in die Lungen. Das Husten drückt aufs Herz und hält das Blut am Zirkulieren. Der Druck auf das Herz hilft auch, den Rhythmus wieder zu normalisieren. Dadurch sollte es möglich sein, das Krankenhaus zu erreichen.

 

12.09.2008
Infos für Ärzte    
 
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Rund 300.000 Menschen (Tendenz steigend) in Deutschland leiden an den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Krankheiten treten meist im Alter zwischen 20 und 30 Jahren auf. Es können jedoch auch schon Kleinkinder und Jugendliche betroffen sein. Neben den Symptomen wie Durchfall, Darmblutungen und Schmerzen, sind Langzeitkomplikationen wie Fisteln, Stenosen und Krebs häufig bei diesen Erkrankungen. CED entstehen z.B. durch genetische Ursachen, Umweltfaktoren, Bakterien oder ein gestörtes Immunsystem.


Kongress "Viszeralmedizin" vom 1. - 4.10.2008 in Berlin

Zur Therapie dieser lebenslangen Erkrankung wurden neben üblichen kortisonhaltigen Medikamenten, die eine kurzfristige Linderung bewirken können, inzwischen auch biotechnische Medikamente, so genannte Biologika, entwickelt. Dazu gehören Anti-TNF-Therapeutika. Sie beeinflussen die Signalübermittlung zwischen den Zellen des Immunsystems und sorgen so dafür, dass das Krankheitsbild sich verbessert.

"Deutschland ist weltweit einer der Motoren in der Forschung und der klinischen Anwendung von Forschungsergebnissen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen," sagt Prof. Dr. Stefan Schreiber, Vorstandsmitglied "Kompetenznetz Darmerkrankungen" und vom Institut für Klinische Molekularbiologie der Universität Kiel. Die deutschen Forscher seien im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe. Vor allem die Aufschlüsselung der Krankheitsgene von CED und die Entwicklung neuer Medikamente stünden im Mittelpunkt der Forschungen. "Ebenso wichtig ist die enge Verwebung zwischen Grundlagenforschung und Anwendung am Patienten," sagt Prof. Schreiber. Dieses sei zu sehen an den Biologika, die jetzt genutzt werden, um einzelne Botenstoffe gezielt zu blockieren. Dazu gehören die Medikamente, die gegen TNF gerichtet sind.

Anti-TNF-Therapeutika stoppen den destruktiven Krankheitsprozess sowohl bei rheumatischen Erkrankungen wie auch bei chronischen Darmentzündungen. Würden die Biologika zur Behandlung der Grunderkrankungen nicht eingesetzt, käme es in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle zu gravierenden negativen Folgewirkungen, die gerade im Falle von Crohn- und Colitis-Patienten auch zum Tod in Folge einer Steigerung der Krankheitsaktivität führen könnten.


Auf dem Kongress sind folgende Sitzungen speziell den CED gewidmet:
Diagnostik bei CED: Basis und neue Entwicklungen (DGVS, DACED)
Donnerstag, 2. Oktober 2008, 16 bis 17 Uhr

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen – Pathogenese
Donnerstag, 2. Oktober 2008, 17.30 bis 19 Uhr

Interdisziplinäre Betreuung von CED Patienten I (DGVS, DGAV, GPGE, DGEM)
Freitag, 3. Oktober 2008, 14.30 bis 16 Uhr

Der Darm als Immunorgan (DGVS, Dt. Ges. für Immunologie)
Freitag, 3. Oktober 2008 von 14.30 bis 16 Uhr

Interdisziplinäre Betreuung von CED Patienten I (DGVS, DGAV, GPGE)
Freitag, 3. Oktober, 16.30 bis 18 Uhr

Arzt-Patientenseminar DCCV: Medikamentöse und chir. Therapieoptionen bei CED
Samstag, 4. Oktober 2008, 9 bis 13.40 Uhr

 

Quelle: Dt. Ges. für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS, Dt. Ges. für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) e.V.

Hier die Meldung von JournalMed / Urheberrecht:  http://www.journalmed.de/newsview.php?id=22725

 

 

05.09.2008  Infos für Ärzte   
 
Zell-Stress führt zu Morbus Crohn und CU
 

Genetisch bedingter Stress im Epithel, jener dünnen Zellschicht, die die Grenze darstellt zwischen der Unmenge an Darmbakterien und unserem Immunsystem, wurde als eine Ursache für die entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa entdeckt. Das amerikanische Wissenschaftsjournal Cell berichtet am 5. September 2008 ausführlich über diese Entdeckung von Professor Arthur Kaser von der Harvard Universität und der Arbeitsgruppe um Professor Stefan Schreiber aus Kiel.
"Veränderungen im XBP1 Gen führen zu Stress in der Eiweiß-Produktionsstelle der Zelle, dem sog. endoplasmatischen Retikulum. Die Schleimhaut kann dann nicht mehr richtig mit Darmbakterien und entzündlichen Signalen umgehen", erklärt Arthur Kaser, der gemeinsam mit Kollegen aus der Harvard Medical School das Thema bearbeitet hat und es nun in Innsbruck weiter verfolgen wird.
 
Um die Rolle von XBP1 zu untersuchen, haben die Wissenschaftler um Kaser im Tierversuch dieses Gen ausgeschaltet. Dies führte zu spontaner Darmentzündung, die genauso wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen beim Menschen aussah. Als Mechanismus dahinter stellte sich die Unfähigkeit des Schleimhautepithels heraus, mit Darmbakterien angemessen umzugehen und vor allem adäquat auf entzündliche Reize zu reagieren.
 
Um zu untersuchen, ob XBP1 ein genetischer Risikofaktor für chronisch entzündliche Darmerkrankungen auch beim Menschen sein könnte, wurden zusammen mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel über 5.000 Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und gesunde Personen genetisch analysiert. Dabei konnten die Professoren Kaser aus Innsbruck und Andre Franke aus Kiel spezifische Veränderungen am XBP1-Gen identifizieren, die sich dann in weiteren Untersuchungen als tatsächlich funktionell herausstellten: "Es gab in allen Stichproben eine Assoziation zwischen dem Gen und der Krankheit.", so Franke.
 
31 Krankheitsgene, die mit den beiden Darmentzündungskrankheiten in Zusammenhang stehen, waren bereits bekannt. Ein guter Teil davon ist in der Arbeitsgruppe von Schreiber am Institut für Klinische Molekularbiologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel entdeckt worden. "Während die anderen Mutationen in drei große Gruppen fallen, haben wir mit ER Stress nun eine vierte Gruppe von Veränderungen beschrieben ", bewertet Schreiber das neue Ergebnis. "Für die Diagnostik ist zudem die Entdeckung seltener Mutationen wie im XBP1-Gen viel interessanter als die meisten der bereits bekannten Genveränderungen, die auch bei einer Menge gesunder Menschen vorhanden sind."
 
"Die therapeutischen Implikationen sind beachtlich, weil das Ergebnis uns zum ersten Mal erlaubt, Medikamente für eine neue Klasse von Molekülen zu entwickeln, von denen wir nun wissen, dass sie ein typischer genetischer Risikofaktor für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind", ergänzt Professor Richard Blumberg von der Harvard Medical School, Senior-Autor der Studie.
 
In Deutschland und Österreich leiden etwa 500.000 Menschen an den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Symptome sind anhaltender Durchfall und unerträgliche Bauchschmerzen. Neben genetischen Risikofaktoren spielen letztlich noch unbekannte Umweltfaktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Erkrankung.
 
Das internationale Wissenschaftlerteam: Arthur Kaser, Brigham and Women's Hospital/Harvard Medical School, Boston; Ann-Hwee Lee, Harvard School of Public Health, Boston; Andre Franke, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Jonathan Glickman, Brigham and Women's Hospital; Sebastian Zeissig, Brigham and Women's/Harvard Medical School; Herbert Tilg, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich; Edward Nieuwenhuis, Sophia Children's Hospital, Rotterdam; Darren Higgins, Harvard Medical School; Stefan Schreiber, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel; Laurie Glimcher, Harvard School of Public Health, und Harvard Medical School; Richard S. Blumberg, Brigham and Women's Hospital und Harvard Medical School.
 
Die Studie wurde von dem Exzellenzcluster "Entzündungen an Grenzflächen" der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Crohn's and Colitis Foundation of America, den National Institutes of Health, der Ellison Foundation, dem österreichischem FWF und der Max Kade Foundation unterstützt.
 
Professor Stefan Schreiber
Professor Andre Franke
Institut für Klinische Molekularbiologie
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
 
Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
 

 

21.05.2008 : Infos für Ärzte    

Mutationen auf den Genen
PTPN2, HERC2 und STAT3

Erstmals haben Kieler Forscher Gene identifiziert, die verantwortlich sind für die Entstehung der chronisch entzündlichen Darmkrankheit Colitis ulcerosa. Die Studie der Arbeitsgruppe um das Institut für Klinische Molekularbiologie an der Universität Kiel ist in der jüngsten Ausgabe von Nature Genetics veröffentlicht. Auf der Suche nach Morbus Crohn-Genen fanden die Wissenschaftler drei Gene, die nur für ein Colitis-Risiko stehen können. Das Team um Professor Stefan Schreiber hatte bereits vor sechs Jahren die ersten Risiko-Gene der Colitis-Schwesterkrankheit Morbus Crohn erkannt.

Die Kieler untersuchten im Anschluss an die jüngsten Morbus Crohn-Studien des Nationalen Genomforschungsnetzes NGFN Stichproben von Personen mit Morbus Crohn (1.850), mit Colitis ulcerosa (1.103) und gesunden Personen (1.817). Dabei stellten sie Veränderungen in den Genen PTPN2, HERC2 und STAT3 nur bei Colitis ulcerosa fest. Colitis ulcerosa ist eine geschwürige, chronische Entzündung des Dickdarms, die am Darmausgang beginnt und sich unterschiedlich weit im Dickdarm ausbreiten kann. Colitis ulcerosa ist derzeit nicht heilbar und kann in jedem Alter auftreten, meistens beginnt die Krankheit aber im Alter zwischen 20 und 40. Über 300.000 Menschen in Deutschland haben Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.

 

Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel http://www.journalmed.de/newsview.php?id=21350

Der vollständige Artikel in Nature Genetics:
www.nature.com/ng/journal/vaop/ncurrent/full/ng.148.html

 

Und dazu noch folgender Artikel:

26.05.2008 :  Infos für Ärzte   
 
Gene für Colitis ulcerosa aufgespürt
 
Kieler Forscher haben erstmals Gene identifiziert, die für die Entstehung der chronisch entzündlichen Darmkrankheit Colitis ulcerosa verantwortlich sind. Das Forscherteam um den Molekularbiologen Stefan Schreiber von der Universität Kiel hat auf der Suche nach Genen von Morbus Crohn drei Gene identifiziert, die nur für ein Colitis-Risiko stehen können. Über ihre Entdeckung haben die Forscher im Wissenschaftsmagazin Nature Genetics berichtet. Schreiber hatte bereits vor sechs Jahren die ersten Risiko-Gene von Morbus Crohn erkannt.

"Insgesamt haben wir 31 Gene identifizieren können, die bei Colitis eine Rolle spielen", erklärt Schreiber gegenüber pressetext. Die Wissenschaftler untersuchten im Anschluss an die jüngsten Morbus Crohn-Studien des Nationalen Genomforschungsnetzes NGFN Stichproben von 1.850 Morbus Crohn-Patienten, 1.103 Colitis ulcerosa-Patienten und 1.817 gesunden Personen. Dabei konnten sie Veränderungen in den Genen PTPN2, HERC2 und STAT3 nur bei Colitis ulcerosa feststellen. "Damit sind wir zwar ein schönes Stück weitergekommen", meint der Wissenschaftler. Allerdings sei nicht klar welches Gen wie viel Prozent zur Erkrankung beiträgt. Das Erkrankungsverhältnis beträgt derzeit drei Fälle Colitis zu zwei Fällen Morbus-Crohn, erklärt der Forscher. Anhand vergleichender Zahlen von China, könne man davon ausgehen, dass eine Lebensstiländerung - und damit verbunden auch eine veränderte Ernährungsweise - zur Erkrankung beiträgt.
 
Colitis ulcerosa ist eine geschwürige, chronische Entzündung des Dickdarms, die am Darmausgang beginnt und sich unterschiedlich weit im Dickdarm ausbreiten kann. Die Erkrankung ist nicht heilbar, kann in jedem Lebensalter auftreten, beginnt meistens im Alter von 20 bis 40 Jahren. "Mehr als 300.000 Menschen in Deutschland leiden unter Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn", erklärt der Wissenschaftler. "Wir beginnen jetzt sehr langsam die Erkrankung genauer zu verstehen", meint Schreiber. Ursprünglich waren die Wissenschaftler davon ausgegangen, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handle. "Heute wissen wir, dass es um die Epithelzellen im Darm geht und dass die Ernährung damit zu tun hat", meint Schreiber, der davon ausgeht, das in 20 Jahren die Rätsel um die Entzündungskrankheiten gelöst sein werden.
 
Wie diese und andere Entzündungskrankheiten entstehen, wie man sie behandeln und verhindern kann, erforscht der Exzellenzcluster "Entzündung an Grenzflächen". Hier arbeiten 70 Wissenschaftlergruppen der Universitäten Kiel, Lübeck und vom Forschungszentrum für Medizin und Biowissenschaften der Leibniz-Gemeinschaft in Borstel zusammen. (pte)

Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=21436

 

GANZ WICHTIG !!! GANZ WICHTIG !!!  GANZ WICH

Europapremiere: Blutwäsche statt Darmentfernung
Ute Missel, Kommunikation und Presse
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
27.03.2008
 
Durch eine spezielle Blutwäsche (Leukozytenapherese), bei der aggressive weiße Blutkörperchen aus dem Blut herausgefiltert werden, ist es in der Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen (Direktor: Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Rascher) erstmals in Europa gelungen, ein 8-jähriges Mädchen mit einer schweren chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa) zu therapieren. Dadurch blieb dem Mädchen die komplette Entfernung des stark entzündeten und blutenden Dickdarms erspart, nachdem verschiedene medikamentöse Therapien nicht anschlugen. Weltweit wurde diese Methode bislang nur bei einigen Jugendlichen in Japan angewendet.


Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die in etwa ein Viertel der Fälle auch Kinder betrifft. Die Ursache der Erkrankung ist unbekannt. Jedes zehnte betroffene Kind hat eine derart schwere Erkrankung, dass sie mit üblicherweise benutzten cortisonähnlichen Medikamenten kaum beherrschbar ist. In der Erlanger Kinder- und Jugendklinik wurde jetzt in enger Zusammenarbeit zwischen Kinder-Gastroenterologen und Kinder-Nephrologen erstmals in Europa ein neuartiges Therapieverfahren bei einem 8-jährigen Mädchen mit schwerster Colitis ulcerosa angewendet: Die für die Krankheit mitverantwortlichen aggressiven weißen Blutkörperchen wurden aus dem Blut herausgefiltert (so genannte Leukozytenapherese). "Durch die Leukozytenapherese zeigte sich innerhalb einer Woche eine rasche Besserung des Zustands, so dass die drohende Darmtotal-Operation verhindert werden konnte", sagte der behandelnde Oberarzt PD Dr. Henrik Köhler.
 
Seit drei Monaten ist die junge Patientin in einem guten gesundheitlichen Zustand und besucht wieder die Schule. "Auch wenn dieses neue Therapieverfahren kein Allheilmittel gegen jede Form der Colitis ulcerosa bei Kinder ist, so haben wir doch in einigen Fällen die Möglichkeit, die komplette Darmentfernung als letzte Therapieform zu verhindern", sagte Dr. Köhler.

"Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)"

 
Weitere Informationen für die Medien:
 
PD Dr. Henrik Köhler
Tel.: 09131/85-35942
henrik.koehler@uk-erlangen.de
 
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news252468

GANZ WICHTIG !!! GANZ WICHTIG !!!  GANZ WICH

BITTE WEITERSAGEN, WEITERSCHICKEN usw.!!!

Hier berichten Betroffene selbst

 

Es gehört viel Mut dazu !

 

Hier kommen nun regelmäßig ebenfalls an Colitis erkrankte Menschen zu Wort. Sie schicken mir ihre Erfahrungen und Berichte freiwillig zu in der Hoffnung, vielleicht doch mit dem einen oder anderen Ratschlag behilflich sein zu können. Und selbst, wenn sie anderen Mitpatienten nur das Gefühl des "Nichtverlassen-Seins" vermitteln können, dann wird mit ihren Berichten auch schon Gutes getan. Das ist der Sinn der ganzen Unternehmung, und dafür danke ich allen, die dabei so selbstlos mitmachen. 

 

 

Iris v. B. schreibt mir heute (6.10.2009) in einer Email:
 

Sehr geehrter Herr Schida! Mir geht es darum, positive Erfahrungen im Umgang mit meiner  nicht  mit Medikamenten behandelbaren (außer Kortison, hoch dosiert,  aber das möchte ich  nicht)  unspezifischen Kolitis (bis 2001 jedenfalls) anderen Betroffenen mitzuteilen, damit sie vielleicht auch dadurch Hilfe erfahren können.

Ich bin sehr  froh, herausgefunden zu  haben, dass durch das Weglassen  sämtlicher
Milchprodukte sowie Einsatz von  Soja, hier bevorzugt Milch und Pudding, schon  innerhalb weniger Tage die schlimmen Bauchschmerzen und Blutungen so gut wie verschwunden sind. Momentan habe ich  seit 1995 den 6. Schub, der immer so  zwischen 3 und 5 Monaten dauert (er tritt immer genau alle 3 Jahre auf - seltsam). Ich  weiß noch  nicht, ob es von Vorteil ist, diese Art Diät  weiter einzuhalten, um einen  weiteren Schub zu verhindern, aber allein die  Tatsache, dass dies so hilfreich  ist (und
zugleich  einfach), ist einfach toll! Keine Ahnung, ob es auch  noch hilft auf die Dinge zu verzichten, die Sie auf Ihrer Website aufzählen. Bis jetzt  habe ich Fleisch, Wurst etc. eigentlich gut vertragen. Hauptsache halt: keine Milch, egal in welcher Form. Aber die Menschen sind  ja  verschieden. Auch Getreideprodukte könnten evtl. verschlimmern, da bin ich  mir allerdings nicht sicher. Als Nahrungsergänzung nehme  ich Vitamin-B-Komplex und Eisen.

Herzliche Grüße  an Sie und alle Betroffenen auf Ihrer Homepage! 

Iris v. B.aus Berlin

 

Liebe Iris! Vielen Dank für Deinen Beitrag, den ich sofort auf die "richtige" Seite gesetzt habe, wie Du siehst. Du machst das tadellos richtig: Immer viel selbst ausprobieren und einen Großteil der Verantwortung selbst übernehmen. Anders geht es nicht!

Für Dich: Baldige und anhaltende Besserung!

Der Helmut aus Wien

 
 

Brigitte R. schreibt mir heute aus Thüringen folgenden Bericht per Email und bittet um Ratschläge und Tipps an ihre E-Mailadresse: richter-thierbach@gmx.net .

Wieder hat mich so ein verhasster Colitisschub fest im Griff. Am Freitag war das Erschrecken wieder groß, als ich das dunkle, stinkende Blut in der Toilette sah. Dreimal hintereinander trieben mich die Krämpfe zum Klo. Mein Horror vor dem Medikament Kortison und vor einem erneuten Krankenhausaufenthalt machten mich gleich noch mehr krank, als ich mich sowieso schon fühlte. Aber was solls! Ich rief die Ärztin an und ließ mir bestätigen, dass 100mg Kortison die einzige Alternative ist, nicht das Wochenende in der Klinik und am Tropf zu verbringen und ich schluckte in meiner Verzweiflung Budenofalk 3mg, in Abständen dreimal hintereinander. Das entspricht einer Dosis von 90 mg Kortison, ließ ich mir sagen. Genau weiß ich es nicht. Salofalk nahm ich auch, obwohl ich eigentlich keinen Durchfall hatte. Ich habe eine Abneigung gegen Medikamente, eine richtige Phobie. Das was ich schlucken muss, weil ich Schildrüsenkrebs hatte, reicht mir schon.
In der Vergangenheit, und der letzte heftige Schub ist jetzt drei Jahre her, landete ich immer im Krankenhaus; bekam 3 Tage 100mg Kortison gespritzt, was dann reduziert wurde, und sah nach ein paar Tagen aus wie ein Pfannkuchen. Aber nicht nur das Aussehen schreckt mich ab das Zeug zu nehmen, Schlaflosigkeit, ein ständiges Hungergefühl und eine Aufgedrehtheit nehmen einem sehr viel Lebensqualität.
Nun bleibt mir eine erneute Koloskopie auch nicht erspart. Das ist aber nicht so schlimm. Schlimm ist meine Angst vor den Nebenwirkungen des Kortison.
Wer hat neue Erkenntnisse zu alternativen Mitteln? Für eure Erfahrungen, in Form einer Mail an mich, wäre ich sehr dankbar.
Mit Diät und viel Tee lebe ich inzwischen ganz gut. Krämpfe oder Schmerzen habe ich kaum. Der Stuhlgang ist normal, aber die Blutwerte sind miserabel. Ich bin krank geschrieben und habe somit Zeit mich auszuruhen; bin nämlich noch voll berufstätig - zum Glück!

Brigitte

Antworten sind erbeten an: richter-thierbach@gmx.net

(Datum: 2009 / 03)

Lieber Brigitte!

Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen, dass bald eine Behandlungsmethode anspricht - vielleicht ist sogar ein passender Vorschlag von einem Leser meiner Seiten darunter. Das wäre echt fein!

Alles Liebe vom Wiener Helmut

 

 

 

Christof W. schreibt mir heute folgenden Bericht per Email:

Servus Helmut, liebe CU-Gemeinde!

Ich kann über eine positive Erkenntnis bezüglich meiner Colitis berichten. Gestern kaufte ich mir ein Buch von Michael Dahlke mit dem Titel "Na also, ich lebe noch: Mein Leben mit Colitis Ulcerosa" und habe es innerhalb von 1,5 Std. in mich hineingeschlungen. Dass ich es so schnell gelesen habe, hat weniger damit zu tun, dass ich schnell lese sondern wohl eher damit, dass das Buch nur 80 Seiten hat! In dem Buch, das teils wie ein Tagebuch geschrieben ist, hat man oft das Gefühl, man hätte es selbst geschrieben. Da es die eigenen Erlebnisse sehr gut widerspiegelt, wird einem CU - Betroffenen noch mal klar gemacht, dass er mit seinen täglichen Schmerzen und Problemen nicht alleine auf der Welt ist und es andere gibt, die die Krankheit noch schlimmer getroffen hat. Ich kann das Buch also nur empfehlen und die 5,70€ ist es auf jeden Fall wert.

Seitdem ich von meiner Krankheit weiß, habe ich immer probiert sie durch Medikamente loszuwerden und mir nach jeder Untersuchung ein Ergebnis gewünscht, das die Ärzte dann einfach mit Medikamenten in den Griff bekommen.

Nur wäre das genauer betrachtet viel zu einfach, oder?! Warum sollte es der Körper einem so einfach machen, es wird ja schließlich einen Grund haben, warum wir uns mit diesen Beschwerden rumschlagen müssen. Ich habe mir oft die Frage gestellt, warum gerade ich und dann schon in dem jungen Alter, hätte es mich nicht später erwischen können, wenn ich die größten Sachen wie z.B. Ausbildung schon hinter mich gebracht hätte?

Heute und zu dieser Erkenntnis bin ich erst durch Bücher wie z.B. das oben genannte oder durch Erfahrungsberichte von anderen Betroffenen gekommen.

Ich bin der Meinung, dass der Körper „unser Darm" uns eigentlich nicht schaden oder uns das Leben zur Hölle machen will, sondern einfach darauf aufmerksam machen möchte, dass irgendwas in unserem Leben nicht stimmt!

Angefangen bei schlechten Essgewohnheiten über falsche Ernährung bis zu psychischen Problemen, die meistens mehr Kopfzerbrechen bereiten, als es eigentlich nötig wäre.

Ich denke man sollte die Krankheit nicht als Laster sehen sondern eher als Chance, dass uns jemand zeigt, was für unseren Körper gut ist. Denn wenn es unserem Körper nicht gut geht, dann werden wir uns nie in ihm wohlfühlen und das Leben in vollen Zügen genießen können. Wer sollte es sonst wissen, wenn nicht unserer eigener Körper? Wir selber sind anscheinend nicht in der Lage unseren Körper/Darm so zu behandeln, dass es ihm gut geht!

Fazit: Seitdem ich angefangen habe die Krankheit einmal von einer anderen Seite zu betrachten, achte ich jetzt bewusster auf die Signale meines Körpers - speziell meines Darms - und ich muss feststellen, dass es immer besser funktioniert.
Seit zwei Wochen habe ich z.B. wieder einen Schub, vielleicht einen dieser bekannten Herbst/Winter-Schübe, auf jeden Fall nehme ich erst seit 2 Tagen wieder Kortison und habe es aber schon vor dem Kortison geschafft trotz Schub den täglichen Stuhlgang auf ca. 2 schmerzhafte mit Blut und Schleim begleitete Stühle am Morgen zu begrenzen. Den Rest des Tages habe ich soweit Ruhe, aber auch nur wenn ich nichts Falsches esse!

Ich hoffe, dass das Kortison jetzt dabei hilft, das Leck in meinem Darm wieder zu flicken. Trotzdem bin ich nicht der Meinung, dass nur Kortison und Salofalk es schaffen, einen Schub zu beenden und die CU zu heilen.
Sie helfen das Leck im Darm zu reparieren aber dass ein kein neues Leck entsteht, dafür müssen wir schon selbst sorgen!

Mit diesen neu gewonnen und zusammengetragenen Erkenntnissen möchte ich mich verabschieden und allen hier noch ein schönes Wochenende wünschen.

Viele Grüsse, Christof

P.S.: Ich werde meinen Darm weiter erforschen und wenn es dir nichts ausmacht, auch gerne wieder berichten.

(Datum: 2008/11)

 

Lieber Christof!

Ich danke Dir recht herzlich für Deinen interessanten Bericht und die Anregung, das Büchlein zu kaufen und zu lesen. Ich denke, du bist auf dem richtigen Weg. Dazu wünsche ich dir alles Gute, viel Erfolg und liebe Grüße aus Wien vom

Helmut  

 
 

Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa: Wichtiger LINK der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen zusammen mit dem Kompetenznetzwerk chronisch entzündliche Darmerkrankungen.
(Datum: 2008/11)

 

An dieser Stelle möchte ich mich bei einem ganz hervorragenden Menschen - meinem Freund Walter - vom ganzen Herzen für seine selbstlose Unterstützung und auch MIT-Arbeit auf meiner kleinen Homepage bedanken. Es ist dies:

Walter Kiesenhofer

Walter ist mein langjähriger Freund; wir haben einander in den Anfängen des Internets über dieses kennen gelernt. Und seither bemüht er sich um mich und unterstützt mich in der Arbeit an dieser Homepage, wo es nur geht. Er selbst hat viel Erfahrung, was körperliches Leid, grandiose schulmedizinische Leistungen, psychische Kraft und Lebenswillen betrifft. Ist er doch bereits zweimal Nieren-transplantiert und ging vorher jahrelang zur Dialyse. Auch mit dem Nahtod hat Walter schon Freundschaft geschlossen.

Von CU und MC ist er gottlob bisher verschont geblieben, dennoch findet er immer wieder Zeit, mich auf die neuesten medizinischen Errungenschaften, Diskussionen und Artikel hinzuweisen, die ich dann hier veröffentliche.

Daneben ist er für das Erscheinen der periodische Zeitschrift der Selbsthilfe-vereinigung für Dialysepatienten und Nierentransplantierte OÖ. - "DIAPLANT" verantwortlich.

Man kann Walter natürlich auch im Internet erreichen. Da er im "Nebenberuf" ein fabelhafter Dichter ist - ich lese seine Texte immer mit Begeisterung - betreibt er die literarische Homepage http://www.raumzeitlust.com/, wo er einen Teil seines Werkes vorstellt. Aber auch "seine oben genannte Zeitschrift" möchte ich hier verlinken: http://www.diaplant.com/.

Und schließlich gibt es seine private E-Mailanschrift: diaplant@tele2.at .

Lieber Freund, ich drücke Dich ganz fest an mich!

Helmut Schida

 

 

Geschrieben von: Sonja K. am Freitag, 26 September 2008

 
Hallo!

Ich bin 35 Jahre alt und hatte seit 8 Jahren CU. Seit einem halben Jahr bin ich beschwerdefrei und habe auch meine Nahrungsmittel-Allergien gelöscht (mittels Bio-Resonanz, Säuren-Ausleitung u.a.) Ich wohne in Kärnten (Österreich) und kann nur jedem das Institut empfehlen, wo ich in Behandlung war/bin.

Seit ca. 5 Jahren hatte ich Weizen und Kuhmilch strikt gemieden, da es bei mir immer Blut im Stuhl und die üblichen Beschwerden auslöste. Im März 2008 musste ich meinen Körper entsäuern, was nicht immer schmerzfrei war und teilweise an den Rand des Erträglichen ging. Die Säuren verlassen durch vermehrte (ausschließlich) basische Lebensmittel und Nahrungsergänzung den Körper, natürlich auch durch den Darm und das hat sehr weh getan.
Zeitgleich absolvierte ich Bio-Resonanz-Anwendungen. Nach etwa zwei
Monaten ging es mir schon viel besser. Im August hatte ich noch mal eine Bio-Resonanz-Sitzung und 2 Wochen später fing ich mit Weizen an.

Mittlerweile vertrage ich wieder alles und habe auch keine Beschwerden mehr. Brauche auch keine Medikamente mehr. Es ist für mich wie ein Wunder, da ich ca. die letzten 8 Jahre fast immer nur krank war und viele schulmedizinischen Mittel ausprobiert habe.

Wenn sich jemand für die Therapie eingehender interessiert, kann er sich gerne an mich wenden sonja@krainz.at

Nun wünsche ich euch viel Kraft! Und ganz wichtig - viel Obst und Gemüse essen (für den Säure-Basen Haushalt!!!)

Sonja

 

Dazu noch Aktuelles:

Internet: http://www.geps.at

"Säure-Basen Balance"                    von Dr. Eva-Maria Kraske
"Das Säure-Basen Kochbuch"          von Maria Lohmann
"Die Methusalem Ernährung"            von Henning Müller-Burzler



 

 
 

Brigitte R. meldet sich im Juni 2007 wieder aus Thüringen zu Wort!
 

Kurbericht 

Mai/Juni 2007 in der Vitalis – Klinik in Bad Hersfeld.

Meine dritte Kur (seit 1998) durfte ich in Anspruch nehmen; und diese ging diesmal nach Bad Hersfeld in Hessen. Ich machte mich schlau, las im Internet Informatives über die Stadt, ihre Geschichte und über wichtige Daten, suchte den Ort auf der Karte, und wusste gleich, dass ich mit meinem Auto dorthin fahren werde. Etwa 200 km waren es, von meinem Dörfchen bis nach Bad Hersfeld. Ich fuhr beizeiten los und kam ohne Probleme in der schönen Hessenstadt an. Na ja, so ganz ohne Probleme nicht, weil ich mich in der Stadt mehrmals verfahren hatte. Es war zwar das Kurviertel ausgeschildert, aber nicht die Klinik benannt. Auf keinem Schild stand „Vitalisklinik“. Letztlich fragte ich dann einfach in einer Straße zwei junge Leute nach besagter Klinik.

„Das finden Sie schlecht. Wir fahren vorneweg und bringen Sie hin!“

Oh, das ist aber nett. Der erste Eindruck ist bekanntlich immer der beste und dieser Eindruck von den freundlichen Menschen stimmte mich sofort super fröhlich.

Eine kleine Kritik steckt hier mit drin, liebe Organisatoren der Stadt Hersfeld, Ihre Beschilderung evtl.  etwas konkreter zu gestalten. 

Die riesige Kurklinik, am Weinberg gelegen, war weithin sichtbar, wurde aber auch von den anderen Anreisenden nicht sofort gefunden. Es lag also nicht an meiner mangelnden Orientierung, sondern stellte ein allgemeines Problem dar.

Freundlich, sauber und gepflegt empfand ich sofort die Umgebung, die Klinik selbst, und auch die Menschen, die mir begegneten.

Mein Zimmer für die nächsten 3 Wochen  war zweckmäßig und schlicht eingerichtet. Es erinnerte mich einwenig an den DDR-Standart und die 0815 Einrichtung in preiswerten Hotels.

Ich brauche generell keinen Luxus; was ich brauchte, für diesen Kuraufenthalt,  waren:  Ruhe, nette Menschen um mich herum, und einmal alle Fünfe grade sein lassen, das Essen nicht selbst kochen müssen,  mich verwöhnen lassen, Sport treiben, gemütlich mit Menschen zusammen sitzen, einfach mal von der Arbeit und meinen Problemen Abstand nehmen können. 

Beim Mittagessen im großen Speisesaal kam ich mir am ersten Tag etwas verloren vor. Ich saß alleine am Tisch, ließ mir das Essen trotzdem schmecken, und stellte plötzlich fest, dass eine dunkelhaarige Frau mich schon vom Salatbuffet aus ins Visier genommen hatte. Sie kam mit ihrem Tablett auf mich zu und setzte sich zu mir an den Tisch. „Mein Gott, bin ich aufgeregt“, sagte Heidi aus Mittelfranken. „Das ist nämlich meine erste Kur.“ Wir unterhielten uns angeregt und stellten fest, dass wir fast gleichaltrig und uns sympathisch sind. Also, Berührungsängste hatte diese Heidi nicht – zum Glück. Probleme hatte ich anfangs nur mit ihrem Dialekt. 

„Ich fahr mitm Fahrrad of de Ärbet.“

Was meint die mit Ärbet? Ich kam aber schnell dahinter, dass sie ihre Arbeit meinte. Jeden Tag fand ich ihren Dialekt schöner und konnte sogar manchmal dolmetschen, wenn sie von anderen Leuten nicht verstanden wurde.

Die guten Eindrücke fädelten sich auf wie eine Perlenkette. Das erste Gespräch mit der sympathischen und hübschen Stationsärztin, Frau Pesek, vermittelte sofort das Gefühl, dass man als Patient willkommen ist.

Bei mir geht ja nie etwas reibungslos oder ohne Komplikationen  ab. Irgendwas ist immer! Ich hatte bei der Ankunft Nierenschmerzen. Frau Pesek ordnete sofort einen Ultraschall der Nieren an, verordnete mir Antibiotika und kontrollierte den Urin mehrmals. Sie reagierte auf alle meine Zipperlein. 

Bei der Wassergymnastik - am zweiten Tag -  traf ich Katharina. Eine sehr schöne, ruhige und sympathische Frau, die vor etwa 15 Jahren aus Russland nach Hessen kam. Prima! Konnte ich doch gleich mal wieder meine paar Brocken Russisch an ihr testen. Sie verstand mich sogar. Katharina spricht natürlich ein einwandfreies Deutsch. Wir saßen von nun an alle drei zu den Mahlzeiten zusammen und verstanden uns auf Anhieb.

Katharina kam mir so zerbrechlich vor. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, sie beschützen zu wollen. Sie hatte kürzlich eine Operation am Darm über sich ergehen lassen müssen, wobei Krebs festgestellt wurde. Wenn ich ihr doch bloß helfen könnte. Ich weiß, was die Diagnose „Krebs“ bedeutet; musste diese Diagnose 1998 selbst emotional verarbeiten.

Mein Darm reagiert sehr stark auf negative psychische Einflüsse. Als mein Mann im vergangenen Jahr seine neue Lebensgefährtin mit in unser gemeinsames Haus brachte, nahm er es billigend in Kauf, dass ich dabei drauf gehe. Er kennt meine Krankheit. Das Ergebnis seiner Skrupellosigkeit löste einen Blutsturz in meinem Darm aus, der mich wieder einmal ins Krankenhaus brachte. Nun arbeite ich an mir, dass mich Stress, egal welcher Art, nicht mehr umhauen kann.  

Das Beeindruckende an so einer Kur ist, dass alle Patienten ähnliche gesundheitliche Probleme haben. Eine Stoffwechselerkrankung, wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn,  ist heutzutage keine Krankheit mehr, über die man mit vorgehaltener Hand spricht. Ganz offen sprachen die Patienten aus, wie ihr Stuhl aussieht, wie oft sie aufs Klo müssen und welche Probleme es mit der Krankheit gibt.  Ich konnte immer bloß denken: Mensch, geht’s mir gut! Mein Stuhlgang hat sich wieder normalisiert, aber auch mich quälten schon sehr oft wochenlange Durchfälle. Meine Blutwerte waren vor kurzem so schlecht, dass sogar der Hausarzt Angst bekam. Meine Aversion gegen das Horrormedikament Kortison teile ich mit vielen Patienten. Ich dachte immer, dass nur ich mich sträube das Zeug einzunehmen, aber in Gesprächen mit anderen Betroffenen bekam ich mit, dass fast alle die Nebenwirkungen fürchten. Wer diese Krankheit nicht hat, nicht kennt, kann auch nicht nachvollziehen, wie ich mich über meine großen Kackhaufen gefreut habe, wenn ich während meines Kuraufenthaltes, nach dem kacken,  in das Klobecken schaute. Gesunde Menschen nehmen das alles als selbstverständlich hin, dass sie jeden Tag einen normalen Stuhlgang haben. Für einen Colitis- oder Crohn – Patienten ist ein geformter Stuhl etwas Erstrebenswertes und Wunderbares. 

Wer viel isst macht auch viel Mist! Ich habe in Hersfeld sehr viel gegessen. Das Essen war super. Kalorien- und salzarm zwar, aber abwechslungsreich und sehr delikat zubereitet. Es verleitete mich dazu, mehr zu essen als ich eigentlich wollte. Trotzdem habe ich abgenommen, weil die Bewegung das Nötige dazu tat.

In meiner Freizeit ging ich sehr oft zu Fuß in die Altstadt von Bad Hersfeld. Die Bewegung an der frischen Luft, die Geräusche um mich herum und die Blumen überall sog ich förmlich in mich hinein. Alte Häuser faszinierten mich schon immer. Ich fotografierte schiefe Fachwerkhäuschen, Blüten ganz nah, die Stiftsruine und sonstige alte Gemäuer. Da ich immer alleine unterwegs war, konnte ich meiner Fantasie und meinen Eindrücken nachgeben. Ich wurde von Tag zu Tag ruhiger und ausgeglichener. Nur nachts – manchmal - kamen die hässlichen Gedanken an das Vergangene; an die Trennung von meinem Mann, und an sein schäbiges Verhalten. Doch auch da hat die „Auszeit“ ihr nötiges dazu getan: Ich kam zu der Einsicht, dass ich ohne ihn viel besser lebe. Hoffentlich trägt auch diese Einsicht dazu bei, dass mich meine chronische Darmentzündung für eine sehr lange Zeit nicht mehr ärgert – am besten gar nicht mehr. 

Salofalk, so heißt das Medikament welches ich jetzt regelmäßig einnehme, und das kaum Nebenwirkungen haben soll. Ich hoffe, dass es mir für immer gut tut.

Es ist gar nicht so verkehrt, einmal Zeit zu haben, sein Leben zu überdenken, vielleicht sogar noch mit einer Psychologin zusammen. Ich hatte leider nur wenige Gespräche mit Frau Ruch, einer Psychologin, die mir bei unserer ersten Begegnung Sympathie und Vertrauen vermittelte. Sie meinte: „Sie sind auf dem richtigen Weg, wenn Sie Ihren Mann gänzlich abhaken. Ich bin mir sicher, dass Sie den Richtigen noch treffen, der auch Ihre Interessen teilt und der gut zu Ihnen passt.“

Die Leute, die sich auf den Fluren und Treppen der Kurklinik begegneten, grüßten sich alle freundlich. Das Personal war zuvorkommend und nett. Die Stadt ist gepflegt – man spürte keine Hektik. Ost-West-Antipathien gibt es nicht; weder in der Vitalis - Klinik, noch in der Stadt.  Ich habe mich erholt und fühle mich im Augenblick rundherum wohl.

Eine kleine Sache fehlte mir: Ein internetfähiger, allgemein zugänglicher Computer. Aber auch da merkte ich nach ein paar Tagen, dass es ohne Internet auch geht.  Ich hatte einen Fernseher im Zimmer stehen und einen sehr guten historischen Roman auf dem Kopfkissen liegen, was mir auch half, die Zeit zwischen den Anwendungen und die Abende nutzbringend zu gestalten. 

Diese Vitalis- Klinik für Stoffwechselerkrankungen in Bad Hersfeld kann ich ohne Vorbehalt weiter empfehlen.  

Ich danke hiermit nochmals allen Schwestern, Ärzten, Physiotherapeuten und allen Angestellten des Hauses für den schönen Aufenthalt den ich genießen durfte.

Der jungen Ärztin Frau Pesek wünsche ich alles Liebe und alles Gute. Besonders wünsche ich ihr viel Erfolg in ihrem Beruf. Ich denke, sie hat den Richtigen gewählt. 

Beschließen möchte ich diesen Bericht mit ein paar Versen, zu denen mich der wunderschöne Kurpark und die verträumte Altstadt von Bad Hersfeld animierten:

 

Impressionen einer Thüringerin 

Ein Spaziergang im Kurpark -  am ersten Tag.

Die Ruhe genießend, der Vögel Gesang.

Blütenpracht, die jeder gern mag,

Farbenspiel der Rhododendren an den Wegen entlang.

 

Häuser in der Altstadt, krumm und schief.

Betrachtend versunken in frühere Zeiten.

Duft aus den Bäckerläden, kein Großstadtmief.

Freundliche Menschen, die Frohsinn verbreiten.

 

Gepflegte Häuser, Vorgärten mit Scharm.

Straßenkaffees, angenehmes Verweilen,

Mein Gott, wie sind doch Menschen arm,

die hektisch nur durchs Leben eilen.

 

Fast zweitausendjähriges Monument aus Stein.

Klosterruine erinnert an kärgliches Leben.

Lädt jährlich zu Hersfelder Festspielen ein,

den Menschen Kultur und Freude zu geben.

 

Umrahmt von sanften Hügeln, grünen Wäldern,

liegt Bad Hersfeld im romantischen Fuldatal.

Sind verblüht die Rhododendren, Korn reift auf Feldern,

dann weiß ich:  Hierher komme ich wieder einmal!
 

(c) Brigitte Richter, Thierbach 11, 07368 Remptendorf

 

Liebe Brigitte!

Ich danke Dir recht herzlich für Deinen Kurbericht, der Dir wieder einmalig gelungen ist. Auch das Gedicht finde ich sehr schön und gekonnt!

An dieser Stelle möchte ich auch alle Leser im Raume Bad Hersfeld ganz herzlich aus Wien grüßen.

Helmut Schida, http://www.superschida.com/

 

 

Brigitte R. meldet sich wieder aus Thüringen zu Wort!
 

Mein Koloskopie-Bericht vom 12. März 2007  

Schon lange war sie fällig, diese verhasste Darmspiegelung. Wenn ich an die letzte, im Oktober 2005 denke, kommt mir heute noch das große Grauen. Diese wurde im Krankenhaus gemacht, weil mir angeraten wurde, aufgrund meines porösen Darmes gleich an Ort und Stelle zu sein, wenn bei der Untersuchung etwas schief geht. Die Schmerzen, die ich bei der Spiegelung, trotz Spritze, hatte, waren fast unerträglich. Und hinterher hatte ich mir fast die Seele aus dem Leib gekotzt.

Da ich schon ein „alter Hase“ in solchen Erfahrungen bin, vergleiche ich natürlich mit den verschiedenen Praxen, die mir bisher in den Hintern geschaut hatten. In Rudolstadt, bei der Internistin Frau Dr. Gütter ließ ich die erste Spiegelung machen. Damals, vor 6 Jahren,  hatte ich keinerlei Schmerzen bei dieser unangenehmen Untersuchung. Schon alleine die Ärztin und die Schwestern waren so fürsorglich, dass man sich in guten Händen wusste. Im Krankenhaus ist alles mehr Routine; Massenabfertigung eben. Das Gefühl hat man in der kleinen Praxis bei Frau Dr. Gütter nicht. Es lief alles reibungslos. Meine Schwester nahm sich die Zeit, mich mit ihrem Auto zu fahren. Sie brachte mich hin - und fuhr mich auch wieder heim. 

Was wurde untersucht?

Instrumentenpassage bis zum terminalen Ileum. Hier fallen Ulzera auf. Im Coecum und Colon ascendens und auch vereinzelt im Colon desecenena fallen diskrete apthoide Veränderungen auf. Es erfolgten Stufenbiopsien.

Diagnose:

Morbus Crohn mit Aktivität im termin. Ileum und diskret auch im Colon descendens, insbesondere rechtsseitig. 

Es ist weniger eine Colitis ulzerosa, sondern weist, wie bereits auch von den Ärzten im Krankenhaus vermutet,  auf Morbus Crohn hin. Im Prinzip auch egal. Beides ist nicht gerade eine Erkrankung die man sich gerne ausgesucht hat.

Wenn ich aber zurück denke, wie die Befunde in den vergangenen Jahren ausfielen, so kann ich heute sagen: Mir geht es gut. 

Als Therapievorschlag empfahl die Internistin 3g Mesalazin/die.   

Das nehme ich in Form von Salofalk - Granulat schon einige Jahre ein. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mit der Einnahme nicht sehr konsequent bin. Wenn es mir gut geht, dann vergesse ich hin und wieder das Granulat zu schlucken.

Ich bin heilfroh, dass ich kein Kortison einnehmen muss. Über diese Nebenwirkungen kann ich so einiges berichten. 

Was sind wohl die Ursachen dafür, dass sich mein Darm, sowie mein gesamter Gesundheitszustand allmählich stabilisieren?

Mein Mann wohnt seit etwa 10 Monaten nicht mehr bei mir. Das klingt sehr hart, wo wir doch mehr als 35 Jahre verheiratet waren.

Morbus Crohn, sowie auch Colutis ulzerosa sind psychosomatische Erkrankungen.  Ich wollte es nicht wahrhaben, doch es ist so: Menschen können sich gegenseitig krank machen. Ständiger Streit, Bevormundungen, Angst, dem Anderen nicht gerecht zu werden und vielleicht auch der psychische Druck auf Arbeit, beeinträchtigten meine Gesundheit. Mein alter Hausarzt sagte mir früher schon: „Jeder Mensch hat seine Schwachstelle im Körper. Sind Probleme nicht mehr in den Griff zu bekommen, dann greifen sie diese Schwachstelle an.

Bei mir ist es nun mal der Darm, das größte Organ im Körper. Der Darm, der alle lebenswichtigen Nährstoffe aufnimmt, und die Abwehrkräfte aktiviert.

Mein Gott, wie oft lag ich im Krankenhaus, wie oft suchte ich die Ursachen in meiner Ernährung, in meinem Umfeld, in mir selbst.

Sicher spielt alles dabei eine Rolle. Heute weiß ich aber, dass mir meine Ehe nicht mehr gut getan hat. Seitdem der Kontakt zu meinem Mann sich auf ein Minimum reduziert hat, blühe ich auf. Ich bin leistungsstark, bin seltener krank, nicht mal eine Erkältung haut mich um, und meine Kollegen/innen  sagen, ich sehe zehn Jahre jünger aus als ich bin. Ich stelle fest, dass es nicht der Stress auf Arbeit war, der meine Gesundheit beeinträchtigt hat. Ich gehe mit Freude zur Arbeit und fühle mich in meiner Aufgabe wohl.

Die Diagnose der nächsten Koloskopie, die ich garantiert wieder bei Frau Dr. Gütter machen lasse, werde ich der Colitisseite meines Freundes Helmut Schida im nächsten Jahr, oder in zwei Jahren beifügen. Ich werde aber auch dann meinen Krankheitsverlauf schildern, wenn es mir schlechter gehen sollte.

Mein Lebensmotto lautet:     Carpe diem,.... und mache das beste daraus;--))

 

Liebe Brigitte!

Ich danke Dir recht herzlich für Deinen Bericht. Mögen viele CU-Kranke ihn lesen! Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und dass Du wirklich jeden Tag und jede Stunde zu nützen verstehst!

 

Reinhold H. will weiteren Schaden vermeiden helfen!
 

Cortison kann auf die Hüftgelenke gehen!

Ich musste Cortison Oral (Urbason) auf Grund der Colitis nehmen. Dadurch entstand eine Hüftkopf-Nekrose beiderseits. Und nun werde ich Hüftgelenksprothesen auf beiden Seiten bekommen müssen.

Es ist mir ein Anliegen, dass die betroffenen Colitis-Patienten wissen, dass sie bei Einnahme eines Cortisonpräparates unbedingt JOMBI-KALZ oder Ähnliches und eventuell auch FOSAMAX parallel zur Cortisontherapie erhalten, und dass unbedingt eine Knochendichtemessung durchgeführt werden sollte, um solch einen Schaden zu verhindern!
 

Liebe Grüße, Reinhold
 

Email an Reinhold

 

Lieber Reinhold!

Ich danke Dir recht herzlich für Deinen Hinweis. Mögen viele CU-Kranke ihn lesen und sich dann Deiner Erfahrungen erinnern!

 
 

Jürgen G. schreibt über seine Erfahrungen mit Heidelbeeren !

 

1. Erfahrungsbericht von Jürgen G. / Colitis Ulcerosa und Heidelbeeren

Vorgeschichte 

Ich bin 59 Jahre, sitze wegen einer anderen Erkrankung seit 1997 im Rolli. Ab Frühsommer 2002 fühlte ich mich immer erschlagen, hatte stetige Bauchschmerzen, die ich aber nicht genau lokalisieren konnte. Da ich früher häufiger Last mit Magenbeschwerden hatte, war ich hier der Meinung, dass es diesmal auch wohl wieder vom Magen her stammt. 

Ich ließ mich, ohne genauere Untersuchungen mit unterschiedlichen leichten Medikamenten behandeln. Über Wochen hinweg trat aber keinerlei Linderung auf. Anfang November 2002 waren dann die Schmerzen im Bauch so stark, an ein geregeltes Essen war nicht mehr zu denken, dass ich Sonntag den Notarzt brauchte. Ich bekam ein starkes Schmerzmittel und den Hinweis, unbedingt ins Krankenhaus zu gehen und die Ursache abklären zu lassen. Da ich zusätzlich auch noch einige starke Schmerztabletten vom Notarzt bekommen hatte, waren die Gedanken an eine Einweisung ins Krankenhaus schnell verdrängt und man muss ja auch nicht unbedingt.  

Mittwochnacht wurden die Schmerzen nahezu unerträglich. Der ganze Bauch tat mir weh und vor lauter Krämpfen ging auch der Kreislauf in die Knie. Also wieder Notarzt, der den Kreislauf mit einer Spritze stabilisierte und auch ein starkes Schmerz- und Krampflösendes Mittel spritzte. Nach einer Stunde verließ mich der Arzt, nicht jedoch ohne eine Einweisung für das Krankenhaus zu hinterlassen. Inzwischen lag ich nun im Bett, versuchte zumindest ein wenig zur Ruhe zu kommen. Kurz drauf hatte ich das Gefühl einer Explosion in meinen inneren Teilen. Also schnellstens in den Rolli und ab zur Toilette. Dann kam für mich der Schock meines Lebens. Ein fürchterlicher Durchfall, Schleim und alles voll Blut.

Na ja, dachte ich, nun hast du auch noch Darmkrebs!! Keine halbe Stunde später (nachts um 3:30 Uhr)  war ich mit dem Rettungswagen im Krankenhaus. Hier gab es eine schnelle Voruntersuchung, bekam wohl auch ein Beruhigungsmittel  und wurde am Morgen direkt für die Kolo vorbereitet. Da ich ungeheure Angst hatte, haben die mich dann mit dem Narkosemittel so zugestopft. dass ich an diesen Tag keinerlei Erinnerung mehr habe. 

Am nächsten Tag, ich war wieder so einigermaßen klar, bekam ich dann eine erste Diagnose. Starke CU, Gewebeproben sind außerdem genommen und alles weiter bleibt abzuwarten.

Kurz darauf kam dann die Diätassistentin um mit mir die zukünftige Nahrung durchzusprechen. Ahnung hatte die Dame nicht. Sie fragt mich, ob ich einen Internetanschluss hätte, was ich bejahte. Sie meinte dann, wenn ich aus dem Krankenhaus entlassen würde, könnte ich ja dort mal nachsehen. Meine Mahlzeiten bekam ich im Krankenhaus aber fast normal. Von einer Diät zumindest hier in der akuten Phase war nichts zu merken. Ich habe dann nach Haferschleim-Suppe verlangt, die Beschaffung von Zwieback war hier auch äußerst schwierig. Ich bekam im Krankenhaus unterschiedliche Medikamente, Salofalk als Tabletten sowie Nexium gegen die Schmerzen. Andere Medikamente sind mir nicht mehr geläufig, es waren aber eine Reihe anderer Präparate. 

Nach einer Woche wurde ich entlassen. Im Krankenhaus war man der Meinung, dass ich zuhause auch gut aufgehoben wäre. Medikamente waren für mich nun verschrieben und zwar Salofalk Stix 1000mg, diese 3 x am Tag. Dazu dann wieder Nexium 40 mg, jeweils 1 x am Tag. Ferner jeden Tag über die Dauer bis zur Nachuntersuchung im Krankenhaus eine Trombosespritze, da man mein Blut ein wenig verdünnen wollte. Ein normales Essen war nicht möglich, eigentlich nur Haferschleim mit Wasser gekocht und dann natürlich immer wieder Zwieback und Kamillentee. Ich nahm dann natürlich rapide ab. Von 78 Kilo auf 67 Kilo. 

In der Zwischenzeit hatte ich mich im Internet ein wenig über CU informiert. Diätvorschläge aber auch konkret nicht gefunden. Mitte Januar 2003 ging es dann wieder ins Krankenhaus. Bei mir wird die Kolo nicht ambulant, sondern wegen des Rollis stationär gemacht. 

Das Ergebnis war äußerst erfreulich. Es wäre alles abgeheilt, die Gewebeproben hätte keinerlei Auffälligkeiten gezeigt und ich könnte nun wieder langsam anfangen, normal zu essen. 

Toller Erfolg!! 

Ich habe sehr vorsichtig gegessen, auf Reiznahrung verzichtet. Mit dem Erfolg, dass ich nach 4 Wochen wieder genauso dastand wie im November des vorherigen Jahres. Also, wieder strikte Diät und wieder alle Medikamente.

Im Sommer habe ich dann von mir aus der Einnahme eingestellt, weiter sehr vorsichtig gegessen. Nie Experiment gemacht. Da ich ja in 2002 ein recht besch... Weihnachtsfest hatte, wollte ich mir nun zum Weihnachtsfest 2003 ein wenig Süßigkeiten gönnen. Ich habe mit meiner Frau einige Sachen gekauft, noch nichts davon gegessen, sondern für den "Bunten Teller" gut weggelegt.

Als wenn meine Gedärme die Süßigkeiten gerochen hätten, bekam ich in der Nacht (14 Tage vor Weihnachten) einen neuen heftigen Schub. Wirklich aus heiterem Himmel. So wieder mit Notarzt und starken Spritzen  und dem dann wichtigen Hinweis, alle Medikamente (Salofalk und Nexium) wieder zu nehmen. Meine Nahrung bestand nun wieder aus mit Wasser gekochten Haferflocken, Kamillentee und Zwieback.  

 

CU und Heidelbeeren  

Am 27. Dezember 2003 besann ich mich auf meinen alten Ausflug ins Internet, um mir nun speziellere Informationen über die Krankheit und deren Heilung bzw. deren Behandlung zu holen. Ich bin es leid, mich immer mit Chemie "vollzuschießen". Also suchte ich nach alternativen Heil- oder Linderungsmethoden. Hier fand ich nun auf der Homepage der DCCV die Informationen von Heinz über die Wirkung von Heidelbeeren auf die CU. 

So habe ich ihn angeschrieben und er hat mir umgehend geantwortet. Eine Menge Informationen habe ich bekommen und so habe ich am nächsten Tag direkt mit der Einnahme von Heidelbeeren angefangen. Meine Nachbarin hatte in ihrer Gefriertruhe noch einige Beutel, die sie mir geschenkt hatte. Also auftauen, auf Zimmertemperatur bringen und so an die 150 gr. essen. 

Am Abend hatte ich ein leichtes Völlegefühl, keine Schmerzen im eigentlichen Sinne und keinerlei Krämpfe. Am anderen Tag dann zur Apotheke, Heidelbeermuttersaft gekauft und auch im Internet getrocknete Heidelbeeren bestellt. 

Nun wieder ein Beutel Heidelbeeren verspeist, dazu als ja für mich "normale" Mahlzeit immer noch Haferflocken, Kamillentee und Zwieback.

Ab dem 3. Tag dann ein Senfglas (ich benutze sie als Trinkglas) halb voll mit Heidelbeermuttersaft und aufgefüllt mit Leitungswasser, bei Zimmertemperatur getrunken. 

Dann der erste Besuch des "Stillen Örtchens". Was vorher eine fürchterlich stinkende, schleimige und teilweise blutige Masse war, kam wohlgeformt, zwar schwarz durch die Heidelbeeren, aber fast angenehm riechend heraus.

Von nun an habe ich meine Haferflocken beiseite geschoben. Mein erstes Butterbrot, hier Weißbrot mit einem fettarmen Käse, habe ich mit Genuss verzehrt. 

Ab Sylvester dann wieder normales, etwas auf das Fett achtende Essen, eingenommen. Hat mir vorzüglich geschmeckt!!

Neujahr fast normal gegessen, keinerlei Probleme!!

Am 2. Januar 2004 dann die Krönung. Ich habe 3 fettgebackene Krapfen gegessen. Habe ich mir seit Sommer 2002 nicht mehr gegönnt. 

Was ist passiert?? 

Nichts!!, bis auf ein leichtes Völlegefühl. Aber ich werde mein Glück hier nicht ausschöpfen.

Auf Sauerkraut mit Eisbein oder Grünkohl mit Pinkel werde ich aber zur Zeit noch verzichten, ebenso auf stark blähende Lebensmittel!

  

Fazit 

Nun nehme ich der Abwechslung halber an einem Tag verteilt entweder 2 halbe Gläser Heidelbeermuttersaft, die ich mit Leitungswasser auffülle, oder 200 g Heidelbeeren (gefroren) oder aus dem Glas (abgetropft). Getrocknete Heidelbeeren habe ich noch nicht probieren können, da sie mir noch nicht geliefert worden sind. 

Hier möchte ich dann zu einem späteren Zeitpunkt berichten. Nun hoffe ich, dass das nicht nur von kurzer Dauer ist, sondern mir ein einigermaßen "normales" Leben gibt. 

Euch allen aus der Liste sei für die Hilfe gedankt. Dir, liebe Kathrin, wünsche ich ganz besonders eine baldige Genesung und Dir Heinz, hier mein herzlicher Dank für die ganzen Informationen und Tipps!! 

Jürgen,      Mail: juergen@guertzgen.org

 

Lieber Jürgen!

Ich danke Dir recht herzlich für Deinen interessanten Bericht. Mögen noch viele CU-Kranke die Heidelbeeren probieren und so wie du von ihnen profitieren!

 
 

Renate R. bringt ihre harten Erlebnisse zu Papier !

Aus einem Brief von Renate R.

 
 

Von Brigitte erhielt ich heute folgendes Schreiben zum Thema
"CU und Augenlicht":

Lieber Helmut,

seit ca. drei Wochen habe ich ein rotes Auge. Ich war vergangene Woche beim Hausarzt, weil ich annahm, es sei eine Bindehautentzündung - entstanden durch Luftzug oder Ansteckung. Nein! Weit gefehlt!

Heute hat mir die Augenärztin in Saalfeld bekundet, dass es eine Regenbogenhautentzündung sei, die schon so weit fortgeschritten ist, dass sie die Pupille angegriffen hat. Ich habe den Arzt "auf den letzten Drücker" aufgesucht. So ihre Worte. Ein paar Tage später, wäre die Entzündung nicht mehr zu reparieren gewesen.
Ich fragte sie, woran das liegen kann.
Sie: "Haben sie Rheuma, oder erhöhten Blutdruck?"
"Nein!"
"Haben sie Probleme mit dem Darm?"
"Ja, Colitis ulcerosa."
"Na dann wissen wir es doch!"

Sie hat mir in das Auge 4mg Cortison gespritzt. Es hat überhaupt nicht weh getan, obwohl ich eine riesige Angst vor der Spritze hatte. Das Auge wurde vorher betäubt. Im Auge gibt es keine Nerven, sodass diese Behandlung auch nicht problematisch, aber wirksam ist.


Nun bin ich wieder mal krank geschrieben - vielleicht für eine Woche, und muss unfreiwillig zu Hause bleiben.

Ich wäre niemals zum Arzt gegangen, wenn ich heute morgen plötzlich nichts mehr mit dem rechten Auge gesehen hätte. Ich konnte auf der Fahrt zur Arbeit nur mit dem linken Auge die entgegen kommenden Fahrzeuge erkennen. Das rechte erkannte nur hell und dunkel und Umrisse. Dass sich diese Krankheit sogar auf die Augen legt, hatte ich zwar schon gehört, aber niemals bei mir vermutet.

Ab sofort gebe ich eine Prednisilon-Salbe in das Auge und 2x täglich Tropfen. Ich hoffe, es hilft sehr schnell und ich kann bald wieder arbeiten gehen. Jedem CU- oder MC-Patienten kann ich nur empfehlen, diese Zeichen des Körpers ernst zu nehmen. Das Augenlicht ist das wichtigste Mittel, seine Selbstständigkeit zu behalten.

Das ist schon alles etwas beängstigend. Was wird die CU noch an Überraschungen bereithalten?

Lieber Helmut. Wenn du möchtest, kannst du diese - meine neue Erfahrung in deine CU-Seite aufnehmen.

Herzliche Grüße Brigitte, Thüringen im Oktober 2003

 

 
 

Oliver, 33 J., aus dem Raum Frankfurt ist geheilt !

Hallo Helmut!

Schön zu entdecken, dass es Deine Homepage trotz Namensänderung noch gibt! Ich dachte schon, Deine Heilung hätte die Page beendet. Der Grund, warum ich schreibe, ist eigentlich ganz einfach:

Ich habe keine Entzündung mehr, würde fast sagen, dass ich es geschafft habe! Wenn man 13 Jahre diese Krankheit hatte, kann man gut einschätzen, wann es einem nur besser geht oder man wirklich keine Beschwerden mehr hat. Zu verdanken hab ich all das einer Super-Homöopathin, die mich seit einem halben Jahr sensationell behandelt. Ich meine nicht nur körperlich sondern auch geistig, was mir fast noch wichtiger erscheint! Ich fühle mich wie ein neuer Mensch, habe vollkommen andere und neue Lebensansichten und denke, dass ich es geschafft habe!

Ich schreibe Dir das, weil auch Deine Page einen großen Einfluss auf meinen Lebenswandel hatte! In diesem Sinne nochmals vielen Dank und ich hoffe, dass auch Deine Heilung für immer anhalten wird. Es ist einfach wichtig, dass leidende Menschen wissen, dass es möglich ist, gegen diese Krankheit zu bestehen. Manchmal kann eine solche Krankheit ein Leben auch sehr positiv verändern. Klingt verrückt, ist aber so!

Kurz noch zu meiner Person:

Ich bin 33 Jahre alt, freiberuflicher Grafik-Designer, wohne in der Nähe von Frankfurt und habe (hatte) seit ca. 13 Jahren CU.

Zu meiner Genesung kann ich noch anfügen, dass neben der klassischen Homöopathie auch eine Lebensmittelumstellung und die Entfernung meiner Amalgamfüllungen positiv beigetragen haben.

Allerdings muss ich auch betonen, dass es ein langer und hartnäckiger Weg bis zu dem jetzigen Stand war. Zahlreiche frustrierende Arztbesuche, wo mir vom Berufswechsel bis zu einer nötigen Operation alles vorgeschlagen wurde.

Ich glaube auch, dass es wichtig ist, den richtigen 'Zeitpunkt' für eine Heilung zu erlangen. Hört sich jetzt etwas nach Esoterik an, aber ich glaube, dass ich vor ein paar Jahren noch nicht für diesen Weg bereit gewesen wäre.

Liebe Grüße an alle hier!


Oliver

 

 

 
 

Brigitte R. mit einer interessanten Alternative !

Aus einem Brief von Brigitte Richter
weiter!

Liebe Brigitte!

Ich danke Dir auf diesem Weg für Deinen interessanten Bericht. Mögen noch viele Menschen von dem alten "Künstler" profitieren!

Eine Studentin, 38 J., erzählt von "ihrer" Colitis

Ich bin 1962 geboren (also nunmehr 38 Jahre alt) und bekam die Colitis mit 16 Jahren auf einer Klassenfahrt nach Berlin. Meine Schwester leidet an Morbus Crohn, und die ersten Anzeichen ihrer Krankheit zeigten sich merkwürdigerweise ebenfalls auf einer Klassenfahrt! Wir waren also mit der Schulklasse in Berlin, und die gesamte Klasse bekam eine Durchfallerkrankung. Wir nahmen alle an, dass dies von dem schlechten Essen in der Jugendherberge herrührte, denn das war wirklich scheußlich! Es kann aber auch eine "ganz normale" Magen und Darmgrippe gewesen sein, die damals fast jeden von uns befiel.

Nun ja, auf jeden Fall ging der Durchfall bei mir nicht mehr weg! Zuhause angekommen, versuchte es meine Oma (bei der ich aufgewachsen bin) mit allerlei Hausmitteln, und irgendwann war ich es dann leid, mich nur noch von geriebenen Äpfeln etc. zu ernähren und verschwieg ihr meinen fortdauernden Durchfall. Dazu muss ich noch sagen, dass meine psychische Lage damals auch nicht die beste war. Jeden Tag hatte ich Streit mit meiner Oma, die eine sehr schwierige Frau ist.

Die Wochen und Monate vergingen, und der Durchfall blieb und wurde sogar stärker. Hinzu kamen noch heftige Bauchschmerzen (Krämpfe/Koliken). So ging ich dann deswegen zu meiner Hausärztin, die auf eine Weizenmehl-Allergie tippte und mir eine strenge Diät verordnete, die natürlich nicht half. 

Als ich dann 17 Jahre alt wurde und meine Schwester gerade 16 war, fuhr auch sie zu ihrer besagten Klassenfahrt und kam mit schlimmen Bauchschmerzen zurück. Bei ihr wurde damals eine Blinddarmentzündung diagnostiziert, und so wurde sie schließlich operiert, wobei man dann aber den Morbus Crohn entdeckte. Das brachte mich auf die Idee, dass meine Bauchschmerzen und der Durchfall ebenfalls von so etwas herrühren könnten, und so ging ich zu dem Arzt in der Klinik, wo meine Schwester lag. Dieser Arzt wollte mir gleich den Darm spiegeln, was ich aber nicht wollte. Deshalb wurde er ziemlich unwirsch und gab mir nur den Tipp, wegen meines Durchfalls weicheres Toilettenpapier zu benutzen! So lebte ich zunächst weiter mit meinen Schmerzen.

Mit 18 Jahren zog ich mit meinem späteren Ehemann zusammen und suchte auch einen anderen Arzt auf. Dieser wollte mir "Frisium" (Beruhigungsmittel) verschreiben, was ich aber nicht einnahm. Derselbe Arzt diagnostizierte dann auch kurze Zeit später zum 1. Mal die Colitis und gab mir eine Info-Broschüre mit. Die war so heftig formuliert, dass ich dachte, mit spätestens 30 Jahren endgültig an Krebs zu krepieren, was mir riesige Angst bereitete. Meine Oma sagte damals nur, dass ich ihr immer nur Sorgen machen würde, was mir wiederum heftigste Schuldgefühle bereitete. Seinerzeit arbeitete ich als Verwaltungsangestellte bei der Stadtverwaltung und wurde im Büro ca. alle 5 Minuten von schlimmsten Bauchkrämpfen heimgesucht. Gott sei Dank befand sich die Toilette genau gegenüber meinem Büro, da ich seinerzeit ca. 25 bis 30 mal täglich Durchfall hatte. Zu dieser Zeit (mit 18 Jahren) verschrieb mir ein Arzt auch ein Kortison-Präparat, was ich aber aufgrund der schlechten Erfahrungen, die meine Schwester damit gemacht hatte, nur 1 Monat lang einnahm und dann selbständig absetzte und bis heute nie wieder einnahm.

Schon damals interessierte ich mich für alternative Heilmethoden, da die schulmedizinischen bei mir einfach nicht halfen. So probierte ich (fast) jede Diät aus, trank dubiose "Gesundheitstees" und folgte jedem Hinweis, den ich auch von Laien bekam. 

Als ich 22 Jahre alt war, wurden die Schmerzen und Durchfälle so schlimm, dass ich mir nicht mehr zu helfen wusste. Damals stieß ich durch ein Buch ("Alternative Heilmethoden bei Krebs") auf die Adresse der Klinik Lahnhöhe in Lahnstein bei Koblenz, ging zu meinem Arzt und erhielt im März 1985 (mit 23 Jahren) einen Platz in dieser Klinik, was für mich die vollkommene Wende meiner bisherigen Krankheitsgeschichte bedeutete. 

Die Klinik Lahnhöhe wurde damals "ganzheitsmedizinisch" geführt. Chefarzt war Prof. Dr. Otto Bruker, seine beiden Söhne waren Oberärzte. In der Klinik erhielt ich erstmals eine Eigenblut und Gruppen-Psychotherapie neben diversen anderen Behandlungen (Massagen, Ölbäder, feuchtwarme Bauchwickel, Eurhythmie = Heilgymnastik etc.). Erst durch eine andere Patientin erfuhr ich, dass die Klinik teilweise anthroposophisch geführt wird (einer der Bruker-Söhne ist Anthroposoph; sein Vater sei jedoch gegen eine Anthroposophierung" der Klinik gewesen). Das Gute daran war allerdings, dass dort nicht "missioniert" wurde.

Nun
ja, durch die Gruppen-Psychotherapie (fünf Patienten mit einem Psychotherapeuten) wurde mir einiges über meine bisherigen Probleme und die Verbindung zur Colitis klar. Ich hatte das Gefühl, dass mir endlich jemand zuhörte. Dann hatte ich noch ein merkwürdiges Erlebnis: Eine Patientin, mit der ich mich angefreundet hatte, beschimpfte mich, weil sie der Meinung war, dass ich viel zu viel für meine Familie "aushalten" würde. Von daher würden, ihrer Meinung nach, auch die Bauchschmerzen und überhaupt die gesamte Krankheit herrühren. Ich weiß nicht, ob es ihre verbalen Attacken oder die sonstige Behandlung in der Klinik waren, auf jeden Fall "wusste" ich in diesem Moment plötzlich, dass ich nie wieder diese Bauchschmerzen haben würde! Sie waren und blieben seitdem weg! Die Durchfälle reduzierten sich in den nächsten Wochen auf ca. 10 15.

Nach meiner Entlassung aus der Klinik bemühte ich mich weiterhin um Informationen zur Colitis und habe seitdem unzählige Bücher, wissenschaftliche Artikel usw. gelesen. Mir wurde immer klarer, dass die Colitis zumindest zum Teil psychischen Ursprungs ist bzw. durch psychische Faktoren aufrechterhalten wird (die WHO klassifiziert die Colitis ulcerosa ja auch als psychosomatische Erkrankung), und so drängte ich meinen Hausarzt auf eine Überweisung zu einem Psychologen. Ich ging also ca. 2 Jahre lang bei einem Diplompsychologen zweimal wöchentlich zur Therapie, was mir wiederum zu einem gewaltigen Durchbruch verhalf. Kurz gesagt: Ich ließ mich mit ca. 29 Jahren von meinem damaligen Ehemann scheiden, holte in 3 Jahren mein Abitur (Matura) an einem Abendgymnasium nach, kündigte schließlich meine Stelle bei der Stadtverwaltung und fing ein Psychologie-Studium an der Universität Bielefeld an, was ich nun fast beendet habe (ich bin gerade bei meiner Diplomarbeit).

Vor ca. 10 Jahren habe ich nun also viel für meine Gesundheit getan (Autogenes Training gegen den inneren Stress, Yoga und Meditation gegen die Ängste usw., obwohl ich mich nicht in die Kiste "Esoterikerin" hineingeordnet wissen möchte). Seitdem mache ich nichts außergewöhnliches mehr für oder gegen die Krankheit. Ich nehme seit ca. 20 Jahren keinerlei allopathische Medikamente ein (auch keine gegen andere "Wehwehchen"). Wenn ich etwas habe (Erkältung usw.), behandele ich mich mit natürlichen Sachen oder gönne meinem Körper die nötige Ruhe, um mit einer Erkrankung selbst fertig zu werden. Ich habe nun seit damals nur noch 2 3 mal jährlich für 1 2 Tage Bauchschmerzen (meist nachdem ich Pilze, Mais o. ä. gegessen habe) und nur noch 3 Stühle pro Tag. Ich achte sehr auf meine Gefühle, tue das, wozu ich wirklich Lust habe, wenn es irgendwie geht, ernähre mich halbwegs gesund (viel Salate, selbstgebackenes Vollkornbrot etc., aber nicht, weil es "gesund" ist, sondern weil ich Lust darauf habe und es mir schmeckt!) und bin glücklich und zufrieden.

Bei der Eigenbluttherapie wurde mir zweimal pro Woche erst Blut aus der Vene entnommen, das dann sofort wieder subkutan in ansteigender Dosis verabreicht wurde. Die Idee dabei ist die, dass sich der Körper so an eine Krankheit gewöhnt, dass er sich nur unzureichend dagegen wehrt. Wenn man also die Krankheitsinformationen, die angeblich überall also auch im Blut stecken, erneut von außen auf den Körper einwirken lässt, wehrt sich der Körper wieder gegen die Krankheit. Es gibt verschiedene Eigenblut-Therapien. Bei einigen wird das Blut auch intramuskulär gespritzt, zwischenzeitlich homöopathisch verdünnt oder es wird etwas hinzugefügt. Ich schwöre aber auf unverdünntes, nicht verändertes, subkutan gespritztes Blut (habe die anderen Therapien auch ausprobiert).


Zu der Möglichkeit der Auto-Vakzine: Dabei wird eine Stuhlprobe entnommen, die homöopathisch verdünnt (die Flüssigkeit ist dann vollkommen durchsichtig) und ebenfalls zweimal wöchentlich subkutan gespritzt wird (die Idee ist dieselbe wie bei der Eigenbluttherapie). Auch dies hat mir sehr geholfen, und ich fühlte mich danach jedes mal viel kräftiger als vorher. 

Ich kann heute also ehrlich sagen, dass ich mit der Kombination Psychotherapie, Eigenblut und Auto-Vakzine viel erreicht habe.

 

Ein inzwischen lieber Freund aus dem Internet hat mich ganz vorsichtig darauf aufmerksam gemacht, dass ich eine - nämlich seine - Alternative hier auf meiner Page noch nicht erwähnt habe: die Entfernung des Dickdarms in Verbindung mit einem künstlichen Darmausgang. Da ich über diese Alternative nicht aus eigener Erfahrung berichten kann (und auch noch nicht möchte!), gebe ich Ihnen hier seine, Axel Dölls, ureigene Erfahrung mit dieser Art der Alternative weiter. 

Lieber Axel ich möchte Dir auf diesem Weg recht herzlich für Deine Unterstützung und Offenheit danken.

Axel Döll, 50 J., erzählt von "seiner" Operation

Mein Freund Axel Döll

 Axel Döll

 Geb.: 21.03.1950

 Colitis Ulcerosa

Silvester 1982 fing bei mir die Krankheit an. Nach 4 Wochen im Katholischen Krankenhaus Eisenach wurde ich mit dem Hinweis entlassen: „ Im Moment ist die Krankheit stillgesetzt, aber sie kommt wieder.“ Keinen Moment dachte ich die Jahre danach an die innere Gefahr, die da lauerte und nur einen geeigneten Auslöser brauchte. 

Was 1990 der Auslöser war, steht bis heute nicht fest. Jedenfalls war die Entwicklung mörderisch. „Sulfasalazin“ so hieß, glaube ich, die Medizin, die aber nichts bewirkte. Erst „Cortison“ half mir leben. Meinen Beruf als leitender Meister musste ein anderer übernehmen, ich durfte aber in der Firma bleiben, als Stellvertreter. Eine großzügige Geste, die mir letztendlich mit über die Krankheit hinweghalf. Knapp ein Jahr später wurde „Cortison zum Problem. Zucker – wurde diagnostiziert. Inzwischen war ich soweit, dass ich mir die Entfernung meines Darmes regelrecht wünschte.

Nach vielen Untersuchungen in der Uni Klinik Jena wurde dieser Wunsch 1991 Wirklichkeit. Seit dieser Zeit habe ich einen „Anus Praeter“ und das Leben ging wieder vorwärts. 

Selten gibt es Komplikationen. Und wenn, dann lasse ich mich im Krankenhaus Ebersdorf behandeln. Die haben meine ganze Krankengeschichte und haben bisher immer perfekt reagiert. Inzwischen gibt es neue Erkenntnisse, wie der Dünndarm verändert werden kann, um schwerwiegende Flüssigkeitsverluste zu beeinflussen. Das muss ich mir noch erklären lassen.
 

Resümee

Im nachhinein bin ich der Auffassung, dass Colitis Ulcerosa mit nichts zu stoppen ist. Es gibt verschiedene Krankheitsverläufe, meine war sicher eine der schlimmsten. Nur der Rückenhalt durch meine Familie und meine Eigensinnigkeit haben mich zu schier übermenschlichen Leistungen gebracht. Diese Krankheit hat letztendlich mich selbst verändert. Einige Charaktereigenschaften, nicht die besten, sind auf der Strecke geblieben.

Bedauerlich ist: Regierungen machen sich zunehmend Gedanken, wie sie ihren ausschweifenden Stil finanzieren können. Dass es noch Krankheiten gibt, die erforscht werden müssen, scheint sie nicht sonderlich zu interessieren. Das würde schließlich Geld kosten, meine Steuern zum Beispiel. Da ist es doch viel besser, die Steuern werden in sinnlose Kriegsbeteiligung und Prachtbauten eingebracht. Für die Gesundheit der Bürger, die das Geld erwirtschaften, ist offensichtlich jeder Pfennig zu viel. Schade!

 

Thomas, 37 J., aus Mecklenburg erzählt von "seiner" CU

Ich bin 37 Jahre und habe seit ca. 7 Jahren Colitis. Es fing mit schleimigen Durchfällen (teils mit Blut) an. Nach einer Behandlung mit Salofalk verschwanden die Beschwerden wieder. Der Arzt tat es mit einer Entzündung verursacht durch Bakterien ab. Nach dem Absetzen der Medikamente fingen die Beschwerden langsam wieder an. Durch eine Coloskopie wurde dann CU diagnostiziert. Mein Arzt meinte, damit könnte ich 100 Jahre werden, da die CU nur ein Stück Enddarm befallen hat. Für mich war es ein Schock, den ich nur schwer psychisch verarbeiten konnte.  

Mit damals 30 Jahren schon chronisch krank. Aber meine Lebensgewohnheiten stellte ich noch nicht um, was sich als Fehler erwies. 

In den ersten 4 Jahren bekam ich hin und wieder Schübe, die ich mit Salofalk und kurzzeitg mit Colifoam Schaum in den Griff bekam. Dann mit 34 Jahren hatte ich einen schweren Schub. Eine Coloskopie zeigte, dass der Darm weiter befallen war. Ich musste wieder die Medikamentendosis erhöhen. Das Problem war jetzt, sobald ich weniger Medikamente nahm, verschlechterte sich mein Zustand. (4g Salofalk und 100mg Colifoamschaum). 

Dann bekam ich 1998 einen Lymphknotenabszess am Hals. Ein HNOArzt behandelte mich mit einem Antibiotika (Sobelin). Dies führte zum schlimmsten Schub, den ich je hatte; ca. 15 blutige Durchfälle am Tag. Nun wechselte ich endlich den Arzt und ließ mir den Abszess operativ entfernen. Die CU bekam ich nur mit Cortisontabletten in den Griff. Der Abszess war aber nach 3 Monaten wieder so groß wie ein Hühnerei. Jetzt und die nächsten Male ließ ich ihn punktieren. Inzwischen erfuhr ich, dass der Abszess und die Einnahme von Cortison im Zusammenhang stehen könnten. Also musste ich mir Alternativen suchen. 

Seit 1999 bin ich nun in Behandlung bei einer Ärztin für Naturheilkunde. Sie begann mit einer Eigenbluttherapie. Außerdem sollte ich jeden Stress vermeiden und immer innere Ruhe bewahren, was mir jetzt noch manchmal schwer fällt. 

Nun folgte eine Antipilzdiät, da mein Darm von Pilzen befallen war. Den phWert im Darm (zu sauer) bekam ich durch Ernährungsumstellung auf basisch reagierende Produkte in den Griff. Dann wurde die Darmflora mit Prosymbioflor wieder belebt. Damit sich der Darm besser auf die Krankheit einstellt, bekam ich eine Autostuhlnosode. Außerdem führe ich seit Oktober 1999 eine MORA-Therapie durch. Seit Beginn meiner Behandlung 1999 verbesserte sich mein Zustand (3 Stuhlgänge pro Tag) und ich konnte die Medikamente auf 2g Salofalk pro Tag reduzieren. 

Ein weiterer Schritt zur Verbesserung meines Zustandes ist vielleicht der tägliche Verzehr von Heidelbeeren (im Sommer frisch, im Winter aus dem Glas). 

Ich bin der Meinung, jeder CU-Kranke sollte sich nicht zufrieden geben, mal 5g Salofalk oder 30mg Cortison zu schlucken, sondern nach Alternativen suchen und verschiedene Behandlungen probieren, die auf dieser Homepage hier vorgestellt werden.

 

Thomas  (Email : ST.WESKA@tonline.de)

 

Ganz toll finde ich das Verhalten von Markus, der mir schreibt: 

"Da Du so viel für andere Menschen tust, ist es hoch an der Zeit, dass Dir selbst nun einmal jemand hilft! Schreib mir ein paar Zeilen über Dich und Dein Leiden, dann kann ich besser auf Dich eingehen."

Und auf meinen kurzen Bericht über den bisherigen Verlauf meiner CU kamen dann folgende Ratschläge von ihm (etwas gekürzt):

 

Markus, 27 J., nimmt sich nun meines Leidens an

Wichtig bei Colitis ulcerosa:  

Körperwärme halten
Reflexzonen der Füße
Rosskastanien-ÖL für ein Fußbad
Nie ganz mit dem Essen aufhören
Viel Tee, aber keine Kamille, besser Instant-Tee mit Vitamin C
Grüner Tee
Magen-Darm-Therapeutikum (Colina aus der Apotheke)
Kleine Spaziergänge
Viel Vitamin C, viele Ballaststoffe wie Nüsse
Vollkornbrot, grüner Salat, Karotten
Fleisch oder Fisch, Ei schadet nicht
Gekochtes Gemüse, Reis und Nudeln
Kuchen ist auch O.K.

 

Beispiel für einen Tagesplan:    

Frühstück: Vierkornbrot mit Beilagen, Möhren, Buttermilchdressing,
ein hart gekochtes Ei und grüner Tee. (1 Päckchen Colina), 

Mittagessen: Fleisch, Gemüse, Kartoffel oder Reis. (1 Päckchen Colina),

Kaffee: nur den Zucker durch Süßstoff ersetzen.

 Abendessen: grüner Salat, mit Beilage Kochschinken oder
ähnliches (1 Päckchen Colina).

Dazu den ganzen Tag viel trinken und regelmäßig Essen aufnehmen!  

Danke für Deine Tipps, Markus!

 


 

  Stefan, 33 J., ist die Colitis und seinen Dickdarm los

   

Als mich mein Hausarzt im März 1999 mit akutem Blutmangel in das Krankenhaus schickte, war dies höchste Zeit: nach 2 Wochen mit Darmspiegelungen, Gewebeproben, Röntgen usw. wurde festgestellt, dass meine Colitis inzwischen bösartig geworden war, der Dickdarm darüber hinaus komplett entzündet! Eine Operation war also dringend notwendig. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits 18 Jahre Colitis ulcerosa.

Durch Zufall erfuhr ich vom Prosper-Hospital in Recklinghausen mit seiner bekannten Colonproktologischen Abteilung. Am 15. April 1999 wurde ich dort schließlich operiert. Dabei wurde der gesamte Dickdarm entfernt das ist bei Colitis so üblich. Als Ersatz für den fehlenden Dickdarm wurde aus dem Dünndarm ein JPouch gebildet und an den Enddarm „angeschlossen“. Der Tumor hatte eine Größe von 5 mal 6 cm.

Den Sommer über konnte ich mich dann ausgiebig erholen und habe mein „Neues Leben“ genossen. (Die notwendige Chemotherapie, notwendig wegen des fortgeschrittenen Stadiums T4, N2, vertrug ich ohne Nebenwirkungen). Das Leben ist nun berechenbarer geworden. Die Stuhlgänge sind zwar etwas häufiger, aber nicht mehr so dringend wie früher; ich kann mir Zeit lassen. Der Darm arbeitet jeden Tag gleich, das gibt „Planungssicherheit“. Essen und trinken kann ich alles, ausnahmslos. 

Seit Dezember hat mich der Arbeitsalltag wieder.

In meinem Fall gab es natürlich keine Alternative zur Operation. Inzwischen habe ich auch andere gleichaltrige Menschen kennen gelernt, die sich für diese Operation entschieden haben, da keine anderen Möglichkeiten mehr halfen.

Hemer (D),  im April 2000

Stefan  (Email : stefan.trost@freenet.de)

 

  Gerhard schwört auf seinen eigenen Urin!

 

Urin wirkt!

Jetzt konnte ich es schon zum zweiten Mal testen. Letztens wurde mein Stuhl immer dünner und kam wieder öfter. Ich hatte ein paar Wochen lang gar nichts gegen meine Colitis eingenommen oder gemacht. Also begann ich wieder mit den Einläufen aus 50% meines Urins und 50% Leitungswasser. Abends vor dem Schlafengehen ließ ich erst ein Viertelliter reinlaufen und kurze Zeit später wieder rausspritzen.

Das geht bei mir immer gleich automatisch, weil der Darm noch voll ist und der Stuhldrang sofort einsetzt. Dabei kommt gleich eine Menge Stuhl mit heraus. Und das ist gut so, denn der Stuhl würde dem Einlauf den Weg zu den oberen Darmabschnitten versperren.

Danach lasse ich noch einmal einen halben bis ein Dreiviertelliter reinlaufen mit den üblichen Stationen: Linkslage, Rückenlage, Rechtslage. Nach einer Viertelstunde in Rechtslage setze ich mich auf's Klo und lasse es laufen. Es kommt nicht alles heraus, sodass das Pipi noch die ganze Nacht bis in die hintersten Darmschlingen und zwischen den Darmzotten wirken kann. Und die Wirkung wird schon nach zwei Tagen spürbar.

Das mache ich drei bis vier Tage lang - und schwups habe ich wieder Ruhe!

Es ist natürlich auch "nur" eine Symptombekämpfung, aber eine schnell wirkende, völlig unschädliche und nicht zuletzt bis auf die Anschaffung der Einlaufgarnitur (Apotheke) kostenlose Methode.

Liebe Grüße aus Donaueschingen (D)

Gerhard D.  (Email :  Gerhard.Dobberke@t-online.de)

 


 

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