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F a n p a g e
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1920,
Andernach (D)
+) 1994,
Los Angeles (USA)
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Das Copyright der Bilder
liegt bei den Photographen. Die meisten Fotos sind von Michael Montfort und
Claude Powell. Bald wird dieser Teil neu strukturiert und mit detaillierten
Copyright-Angaben versehen. Sollte ich mit den hier gezeigten Darstellungen
Rechte anderer verletzen, bitte mir das zu schreiben, damit ich die
betreffenden Bilder von der Page nehmen kann. Die Texte dürfen mit
freundlicher Genehmigung des Verlags Kiepenheuer & Witsch verwendet werden.
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Aktuelles *** |
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Bei der Gelegenheit weise ich
auf 3 Neuerscheinungen hin. Jeder Leser sollte sie kennen! |
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Seit einiger Zeit ist
"Schreie vom Balkon" auf dem Markt. In diesem über 500 Seiten
starken Band sind viele Briefe des Poeten abgedruckt, die er zwischen 1958
bis knapp vor seinem Tod 1994 an ihm wichtig scheinende Menschen geschrieben
hat. Darin dokumentiert er seine erstaunliche Karriere vom Underdog zum
international anerkannten Star und erzählt viele überraschende Details aus
rund 35 Lebensjahren. Ein ganz erstaunliches Buch - ein Bestseller für
BUK-Fans! |
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Im Oktober 2005 erschien dann
"Nackt bei 33 Grad". Hierbei handelt es sich um die Neuauflage 3
bereits lange Zeit bekannter und teils vergriffener Gedichtbände des Autors.
In dem Buch werden zusammengefasst:
"Die Girls im grünen Hotel",
"Pacific Telephone" und
"Die letzte Generation".
Wer einen der 3 Gedichtbände
versäumt hat, kann nun mit Verspätung zuschlagen! |
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Im Feber 2006 erscheint schließlich
"Den Göttern kommt das große Kotzen".
Dies ist erstmals in deutscher Sprache ein längst veröffentlichtes Tagebuch
des Autors. Schonungslos erzählt Bukowski darin, was ihn am jeweils
zurückliegenden Tag bewegt hat. Nachbarn, Freunde, Fans, die Rennbahn, das
Eheleben und das Schreiben sind die Schwerpunkte dieses Werkes. |
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2003, im Jänner, erschien bei
"Zweitausendeins":
"Charles Bukowski - 439 Gedichte".
Die Neue Zürcher Zeitung rezensiert: ... Erst durch Carl Weissner hat der
amerikanische Lyriker und Romancier seine "adäquate" Übertragung ins
Deutsche erfahren.
Und weiter unten ...viele Leser werden immer wieder gerne in diesem
umfangreichen Band blättern. |
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Ebenfalls bei "Zweitausendeins" erscheint schließlich
im Dezember 2007 "Letzte Meldungen".
Herausgegeben und übersetzt wieder
von Carl Weissner. Der Band umfasst 119 neue Gedichte, die meisten
erstveröffentlicht. Es sind komprimierte Kurzgeschichten, und sie handeln
immer von einem Augenblick der Wahrheit. Bukowski hat einen riesigen Fundus
an Gedichten, Fragmenten und Unvollendetem hinterlassen. |
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Ende *** |
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Ich erzähle Dir hier von meinem Lieblingsdichter Charles Bukowski. Neben ihm
verblassen sie alle, die so genannten Großen der Weltliteratur und Herrn
Bestsellerautoren. |
| Du
solltest unbedingt das eine oder andere Buch von ihm gelesen haben. Hier
siehst Du eine kleine Auswahl seiner Werke. |
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Ich lese ihn immer und immer wieder.
Bin ich mit den etwa 40 in deutscher Sprache erschienenen Werken durch,
fange ich von vorne wieder an. Es kommt äußerst selten vor, dass ich neben
ihm einen anderen Schriftsteller lese. Das mag einseitig und einfach
klingen; ist es auch. Aber so bin ich nun mal - einseitig und einfach - aber
es gibt mir eine Menge! |
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Er wurde als Sohn deutschpolnischer
Eltern 1920 in Andernach am Rhein geboren. Im Alter von zwei Jahren kam er
mit ihnen in die USA, wuchs dort in den Slums der Großstädte auf und war
Mitglied jugendlicher Banden. |
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Er verbrachte einige Zeit in
Gefängnissen und Irrenhäusern, war Leichenwäscher, Zuhälter, Tankwart,
Nachtportier, Hafenarbeiter und Werbetexter für ein Luxusbordell. Fast 13
Jahre lang war er bei der US-Mail angestellt. Mit 35 begann er zu schreiben,
zuerst Gedichte für Underground-Zeitschriften, später Erzählungen und
Romane. |
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Und wie er schrieb! Hier ein paar
Meinungen über ihn:
"Jede Zeile von Bukowski ist infiziert vom Terror des amerikanischen
Albtraums." (Henry Miller)"Was den Leser nicht zuletzt mit
Bukowskis kaputter Welt versöhnt, ist sein Humor, der nichts beschönigt, aber doch
erlaubt, über eine unerträgliche Wirklichkeit zu lachen ein existentieller, zutiefst
humaner Humor." (Süddeutsche Zeitung)
"Oh Mann, was für ein großartiger Schriftsteller! Was für ein gerissenes,
scheinheiliges Arschloch! Was für ein leidendes, pockennarbiges, knurrendes, geschlagenes
GENIE!" (H. Norse) "Er
schrieb, wie Charlie Parker Jazz spielte." (Die Welt)
"Bedeutendster Dichter seiner Generation." (Los
Angeles Times) "Kult" (The New York
Times) "Das Schlimmste: Einige Zeit
nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt." (Hank selbst) |
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Zitate aus seinem Werk:
"Alles,
was ich zu meiner Verteidigung habe, sind die Fehler, die ich gemacht habe."
"Übrigens, das ist so eine Sache, die ich immer machen wollte, außer Boxer
werden: in Bestattungsunternehmen rumlungern. Ich wollte einer von diesen Typen sein, die
die Tür aufmachen und sagen: "Herzliches Beileid"."
"Nach meinem Tod macht man mich
viel mutiger und begabter, als ich es gewesen bin. Es wird übertrieben.
Sogar den Göttern kommt das große Kotzen. Die menschliche Rasse übertreibt
alles. Ihre Helden, ihre Feinde, ihre Bedeutung."
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"Sie gestand mir, warum sie es getan hatte: "Als ich das erste Mal in
deine Bude kam, schaute ich mich um, und alles war so verdreckt, aber du warst der erste
Mann in meinem Leben, der keinen Fernseher hatte, und in dem Augenblick hab ich
beschlossen, mit dir ins Bett zu gehen"." |
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1993 war das bullige, verwitterte
Gesicht schmal geworden, der gewaltige Bierbauch verschwunden, der Händedruck fast sanft.
Charles Bukowski sah dem Tod ins Auge auf die harte Hemingway-Tour, und das war allemal
so beeindruckend wie alles, was Bukowski vorher getrieben und beschrieben hatte. Er starb
im März 1994 in Los Angeles an Blutkrebs. |
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"Einen Grabstein für
den ganzen Schlamassel und darauf gehört die Inschrift: Menschheit, du hattest von Anfang
an nicht das Zeug dazu." (Ch. Bukowski) |
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Werke von
(und über) Charles Bukowski in deutschsprachiger Übersetzung:
439 Gedichte - Charles Bukowski
(Zweitausendeins)
Auf
dem Stahlross ins Nirwana (Kiwi
ISBN 3462025368)
Aufzeichnungen eines Außenseiters (Fischer 1332)
Ausgeträumt (KiWi ISBN 3462024027)
Buk von und über Charles Bukowski (Maro ISBN 3875120906)
Charles Bukowski 439 Gedichte (Zweitausendundeins, Januar 2003)
Das Leben und Sterben im Uncle Sam Hotel (Fischer 5164)
Das Liebesleben der Hyäne (Dtv 11887)
Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend (Dtv 10538)
Das war's Letzte Worte mit Charles Bukowski (Rasch + Rö ISBN3891366000)
Den Göttern kommt das große Kotzen (Kiwi ISBN 3462036556)
Der Andere (Maro ISBN 3875122305)
Der größte Verlierer der Welt (Dtv 10267)
Der Mann mit der Ledertasche (KiWi 11)
Die Girls im grünen Hotel (KiWi 87)
Die letzte Generation (KiWi 157)
Die Ochsentour (Fischer 5255)
Die schönste Frau in der ganzen Stadt (Heyne 8239)
Diesseits und jenseits vom Mittelstreifen (Dtv 10332)
Die Stripperinnen vom Burbank & 16 Storys (Zweitausendeins 18002)
Eine Kinoreklame in der Wüste (Zweitausendeins / 1982)
Einmal New Orleans und zurück (MaroVerlag / 1990)
Ein Profi oder Storys vom verschütteten Leben (Dtv 10188)
Eintritt frei (Dtv 10234)
Faktotum (Dtv 10104)
Flinke Killer (Dtv 10759)
Fuck Machine (Fischer 10678)
Gedichte vom südlichen Ende der Couch (Dtv 10581)
Gedichte, die einer schrieb, bevor er im 8.Stockwerk aus dem Fenster sprang (Dtv
1653)
Hollywood (KiWi ISBN 3462020307)
Horsemeat (Goldmann ISBN 3442096251)
Hot Water Music (KiWi 171)
Irgendwo in Texas (MaroVerlag / 2000)
Jeder zahlt drauf (KiWi ISBN 3462022423)
KamikazeTräume (KiWi 360)
Kaputt in der City (Carlsen Verlag / 1993)
Kaputt in Hollywood (Fischer 5005)
Nackt bei 33 Grad (Dtv 13398)
Nicht mit 60 Honey (Dtv 10910)
Pacific Telephone (Dtv 11327)
Pittsburgh Phil & Co Storys vom verschütteten Leben (Dtv 10156)
Roter Mercedes (Dtv 11780)
Schlechte Verlierer (Fischer 5135)
Schreie vom Balkon - Briefe (GingkoPress ISBN 3-927258-98-9)
Stories und Romane (Zweitausendeins / 1977)
Terpentin On The Rocks (Fischer 5123)
Umsonst ist der Tod (KiWi 529)
Western Avenue (Dtv 11541)
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Das Leben des Charles Bukowski (Neeli Cherkovski / Dtv ISBN
342311732x) |
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War BUK ausreichend mit
Vitaminen versorgt?
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Jetzt lassen wir
Charles Bukowski aber endlich selbst zu Wort kommen, und zwar mit ganz
freundlicher Genehmigung von: |
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AUF DER STRASSE
Hält mich einer an und
sagt: "Sie haben mir
geholfen, die letzten
zwei Jahre durchzuhalten.
Ich hätte nie gedacht
dass wir uns mal
begegnen ..."
"Danke", sage ich.
"Aber wer hilft mir
durchhalten?"
Auf diese Frage
ernte ich jedesmal
nur ein höfliches
Lächeln.
Trotzdem ist es
eine gute Frage.
Denen kommt nie in den
Sinn, dass ich vielleicht
dreimal die Woche an
Selbstmord denke.
Sie haben ein paar
Bücher von mir
gelesen, und das
reicht ihnen.
Aber ich schreibe das
Zeug nur. Ich kanns
nicht auch noch
lesen.
Aus: Charles Bukowski, Umsonst ist der Tod.
(c) 1999 by Verlag Kiepenheurer&Witsch Köln
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LEHRE VOM ZERFALL
Sitze nackt hinter dem
Haus, acht Uhr früh, und
reibe mich mit Sesam
öl ein. Meine Güte so weit
ist es schon mit mir
gekommen?
In dunklen Gassen hinter
Kneipen habe ich mich einst
herumgeprügelt; nur so
zum Spaß.
Jetzt ist mir der
Spaß vergangen.
Ich klatsche mir das
Öl drauf und frage mich:
Wie viele Jahre willst
du denn noch?
Wie viele Tage?
Mein Blut ist verpestet
und ein schwarzer Engel
Sitzt in meinem Hirn.
Alles ist aus etwas
gemacht und wird zu
nichts.
Ich begreife den Untergang
von Städten, von Nationen.
Ein Sportflugzeug über
dem Haus.
Ich schaue hoch
als hätte es noch
einen Sinn.
Wahrhaftig, der Himmel
ist vermodert.
Wir haben alle
nicht mehr lange.
Aus: Charles Bukowski, Umsonst ist der Tod.
(c) 1999 by Verlag Kiepenheurer&Witsch Köln |
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MORD
Wie ich es hasste, ihnen all die
Jahre, Stunden und Minuten als
Schichtarbeiter zu opfern; alles
tat mir weh, es machte mich benommen
und leicht kirre; es war Mord, es
kostete mich meine Jahre, und ich
verstand es nicht.
Die Kollegen schien es nicht zu
quälen, viele wirkten sogar zufrieden
und das machte mich fast so kirre
wie die öde sinnlose Maloche.
Die Kollegen fügten sich.
Die Arbeit stampfte sie
zu Mus; sie wurden ausgequetscht
und weggeworfen.
Ich hasste jede Minute. Jede
wurde verstümmelt. Nichts
unterbrach die Monotonie.
Ich dachte an Selbstmord.
Versoff mein bisschen
Freizeit.
Jahrzehnte riss ich ab.
Lebte mit der schlimmsten
Sorte Frauen zusammen. Was
der Job nicht kaputtmachte
killten sie.
Ich wusste, dass ichs nicht
mehr lange machen würde.
Etwas in mir sagte:
Stirb doch, schlaf ein, werde
wie sie, schlucks runter.
Dann eine andere Stimme:
Nein. Bewahr dir, was du
kannst.
Es muss nicht viel sein;
nur ein Funken.
Ein Funken kann einen ganzen
Wald in Brand setzen.
Nur ein Funken.
Bewahr ihn dir.
Ich denke, das
hab ich auch
getan, und ich
bin froh darum.
Ein Mordsglück
verdammt nochmal.
Aus: Charles Bukowski, Auf dem Stahlross ins Nirwana,
Gedichte
(c) 1996 by Verlag Kiepenheurer&Witsch Köln
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MIT ZWANZIG
Meine Mutter klopfte in der
Pension an meine Tür
kam herein, schaute in die
Schublade der Kommode:
"Henry, hast du denn keine
sauberen Socken? Wechselst
du nie die Unterwäsche?"
"Mom, ich will nicht,
Dass du hier rumstöberst ..."
"Ich hab gehört, hier gibts
eine Frau, die spät abends
zu dir ins Zimmer kommt
und mit dir trinkt, sie wohnt
gleich da hinten im Flur."
"Sie ist in Ordnung ..."
"Henry, du kannst dir eine
schreckliche Krankheit
holen."
"Yeah ..."
"Ich hab mit deiner Wirtin
gesprochen, sie ist eine nette
Dame, sie sagt, du liest
anscheinend eine Menge Bücher
und nachts, wenn du einschläfst
fallen sie dir auf den Boden
sie können es im ganzen Haus
hören, schwere Bücher, eins
um Mitternacht, dann um
eins, um zwei wieder und
nochmal eins um vier."
Als sie gegangen war
nahm ich die ausgeliehenen
Bücher und brachte sie in
die Bibliothek.
Zurück in der Pension
stopfte ich die schmutzigen
Socken, die schmutzige Unter-
wäsche, die schmutzigen Hemden
in den Pappkoffer
fuhr mit der Straßenbahn
nach Downtown und stieg
in den Trailways Bus
nach New Orleans.
Ich schätzte, dass ich bei der
Ankunft noch zehn Dollar
haben würde, und dann
sollten sie eben mit mir
machen was sie wollten.
Das taten
sie auch.
Aus: Charles Bukowski, Die letzte Generation, Gedichte
(c) 1988 by Verlag Kiepenheurer&Witsch Köln |
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War BUK ausreichend mit
Vitaminen versorgt?
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SIE
SAGTE:
Wie kommen all die Papier-
servietten in deinen Wagen?
Das sind keine Servietten
von uns.
Wieso ist dein Autoradio
immer auf einen Rock 'n' Roll
Sender eingestellt?
Fährst du mit einem
jungen Ding
spazieren?
Du lässt
Tangerinensaft auf
den Boden tropfen.
Jedes mal, wenn du
in der Küche warst
ist dieses Handtuch
nass und schmutzig.
Wie kommt
das?
Wenn du mir ein
Bad einlässt
machst du vorher
nie die Wanne
sauber.
Warum tust du deine
Zahnbürste nicht
in den Halter
zurück?
Du solltest deinen
Rasierapparat immer
abtrocknen.
Manchmal denke ich
du hasst meine
Katze.
Martha sagt
du hast unten
mit ihr gesessen
und hattest die
Hose aus.
Du solltest mit diesen
HundertDollarSchuhen
nicht in den
Garten.
Und du merkst dir nie
was du da draußen eingesät hast.
Das ist
dumm.
Du musst den
Katzenteller
immer an den
gleichen Platz
stellen.
Fisch
backt man
nicht in einer
Bratpfanne.
Ich hab noch
keinen gesehen
der die Bremsen
seines Autos so
malträtiert wie
du.
Komm, wir
gehn ins
Kino.
Sag mal, was
ist denn mit dir?
Du wirkst so
deprimiert.
Aus: Charles Bukowski, Die letzte Generation, Gedichte
(c) 1988 by Verlag Kiepenheurer&Witsch Köln
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Vielen Dank an das Verlagshaus:
 
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Habe ich
Dein Interesse für
ihn, den besten
Underground-Poeten des Jahrhunderts, geweckt? Wenn Du mehr über ihn wissen
willst, dann werde doch Mitglied der Charles-Bukowski-Gesellschaft in
Berlin. Dort geht es recht familiär zu und Falko Hennig betreut Dich persönlich. Für DM
50. im Jahr bist Du dabei! |
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Du bekommst die regelmäßig erscheinenden "Mitteilungen" und
erfährst auch sonst stets Interessantes über BUK und sein ehemaliges Umfeld. Ich bin dort
fast ein Mitglied der "ersten Stunde", wie es so schön heißt. Ja und die
Anschrift brauchst Du natürlich auch noch:
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Falko Hennig,
Lottumstr. 9, 10119
Berlin
E-Mail:
diana@bukowski-gesellschaft.de |
Und seit einiger Zeit
haben die jetzt auch eine eigene sehenswerte Homepage:
http://www.bukowskigesellschaft.de |
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Verdammt Mann, ich hab Deinen Abgang bis
heute noch nicht ganz verkraftet. Was soll ich denn jetzt noch lesen? Ahoi! Dirty old man!
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