|
Es war schon fast zur Abendstunde,
kam in's Geschäft der letzte Kunde.
Obwohl am Weg schon zuzusprerr'n,
war man freundlich zu dem Herrn.
"Sie wünsche. bitte, was darf es sein?
Ein Hunderl, welches zimmerrein?
Ein gezähmtes Äffchen?
Schön gestreifte Frettchen?
Eine wunderschöne Schlange?
Nicht zu kurz und nicht zu lange?
Kleine Mäuse wie auch Fische,
seh'n sie dort in dieser Nische.
Einen Hamster, kleine Katzen,
oder einen weißen Ratzen?
Schau'n sie sich ein wenig um
gleich neben dem Terrarium
sind Vögel und dergleichen mehr,
kommen's weiter lieber Herr!"
"Will keinen Affen, kein Reptil,
aber auch kein Krokodil,
keine Katzen, keinen Hund,
und keinen Fisch, der ganz gesund.
Doch lange schon bin ich erpicht,
auf einen Papagei, der spricht.
Wenn möglich nicht zu teuer,
und ohne Rechnung, weg'n der Steuer."
"Selbstverständlich haben wir
so ein sprachbegabtes Tier.
Gleich da hinten um die Ecke,
in der Näh' der Riesenschnecke,
finden sie den Papagei,
wunderschön und stimmbruchfrei.
Außerdem hat das Talent
einen herrlichen Akzent,
spricht fließend auch im Dialekt
entsprechend hoch der Intellekt.
Ich brauche gar nicht mitzugeh'n,
so deutlich ist er zu versteh'n.
Sie können ruhig nach hinten wandeln
und selbst den Preis mit ihm verhandeln.
Doch eines weiß ich sicher gleich,
sie schau'n nicht aus, als wär'n sie reich.
Nehmen sie lieber eine Maus
und gehen sie mit der nach Haus.
Denn sprechen können's auch mit der,
das empfehl' ich lieber Herr.
Und obendrein hab'n sie noch Glück,
die spricht auf keinen Fall zurück!"
|