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„Dabei war er
doch ein Star in einer Rock’ n Rollband,
eine die
man gerne hört
und die
jeder kennt.
Er wurde
reich
Und so
berühmt.“
Extrabreit, Joachim muss härter werden
Vor gar nicht allzu langer
Zeit, da lebte eine Milchkuh namens Elsa auf der Wiese des Bauer Harms’.
Sie lebte auf der großen,
saftig grünen Wiese, war aber im Grunde ihres großen Kuhherzens unglücklich.
Nicht diese nagende
depressive Art des Unglücklichseins, sondern das stetig wachsende
rebellische Gefühl, dass irgend etwas in ihrem Kuhleben gewaltig falsch
lief.
Oft stand sie auf der
Wiese, umringt von ihren Artgenossinnen und sprach:“ Schwestern! Milchkühe!
Werft das Joch der Sklaverei ab! Unterwerft euch nicht länger!“
Woher diese Worte in ihrem
Gehirn kamen und was sie bedeuteten, konnte Elsa auch nicht so genau sagen.
Sie formten sich von selbst und drängten nach draußen, so dass sie dann laut
und deutlich rief: „Eure Zitzen gehören nur euch!“
Ihre Artgenossinnen
antworteten dann mit einem wenig tiefsinnigem: “Muh!“ und kauten zum zigsten
Male auf ein und dem selben Büschel Gras, das Los eines jeden Wiederkäuers.
Elsa vereinsamte mehr und
mehr. Mitten in der großen Kuhherde war sie doch alleine, alleine mit ihren
revolutionären Gedanken.
Sie wurde immer magerer.
Während die anderen Kühe
in der Sonne standen und mit ihren Schwänzen nach Fliegen schlugen, stand
sie im Schatten ihres eigenen großen Geistes und versuchte ihre
Hirngespinste einzufangen.
Und eines Tages kam ihr
großer Tag...
Er kündigte sich durch
keinerlei besonderer Vorkommnisse an.
Kann sein, dass das Gras
vielleicht etwas saftiger war, kann sein, dass die Sonne eine Winzigkeit
heller schien; auf jeden Fall stand Elsa am Zaun, kaute vor sich hin und
hing ihren Gedanken nach, als sie einen seltsamen Gegenstand auf der Wiese
liegen sah.
Er war beutelig mit
unregelmäßigen Ausstülpungen und einer Öffnung.
Sie nahm ihn vorsichtig
mit den Zähnen hoch und begutachtete ihn genauer, er erinnerte sie an etwas.
Er erinnerte sie an ihr
Euter... jedoch - da war ein Fehler, ein Makel, es war eine, der
Ausstülpungen zuviel da. Fünf statt vier! Vorsichtig biss sie eine ab.
Ja jetzt... welche
Schönheit, welch klarer, wacher Geist mochte dies entworfen haben? Ein
Euterhalter!
Die Lösung! Irgendwo auf
der Welt musste es ein seelenverwandtes Wesen geben!
Vorsichtig und noch
ungeschickt mit der Handhabung probierte sie ihn an.
Etwas eng, doch sie
schaffte es. Nie wieder würde ein Bauer seine unkeuschen Hände nach ihren
Zitzen ausstrecken, nie wieder! Nie mehr! Und im euphorischen Überschwang
brüllte sie: „Nieder mit den Ketten!“ und sprang mit Bauer Harms’ rechten
Handschuh über den Zaun.
Die anderen Kühe blickten
nur kurz hoch und kauten dann zum zigsten Male auf ihrem Büschel Gras.
Doch was wurde aus Elsa?
Verschwand sie auf
Nimmerwiedersehen?
Oder sollte man den
Gerüchten glauben, die besagen, dass sie eine erfolgreiche Sängerin in einer
Frauenmetalband wurde?
Man weiß es nicht genau...
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