Honigfisch


bin der eichelhäher des herrn
leb von fett und rohen nudeln
flügeltüren zugeschlagen
ausgesetzt im schlafgemach
der lügenprallsten aller huren
schandmaul gierig sinn erhaschend
selbst um selbst ins dort gefercht
traum von rosenkitsch und kelchen
weisheitswahn ins mark geschlagen
knecht ruprecht in erklärungsnot
burgfräulein gespickt mit gräten
im radio weiter deutsche wellen
sturm gelangweilt kreise zieht
um häuser aus der zwischenzeit
wo stalin neben gandhi wohnt
gedanken an die liebesgöttin
aus der vortagsbäckerei
gepellt aus alten ostereiern
sehnsucht die nach honig riecht
mit einer prise fisch vielleicht
 
Kontakt zum Autor: Michael Zoch - mail@michael-zoch.de
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