|
|||
|
|||
|
Fanpage |
|||
|
VIDEO
bei |
|||
| Im Jazz gehört meine ganze Liebe den "frühen" Jahren. Ich begeistere mich für die Anfänge des "Jass", die Spirituals, die Gospelsongs, die Musik eines King Oliver, Louis Armstrong, C.C. Lofton, Jelly Roll Morton, Bix Beiderbecke usw. usw. usw. | |||
| Ich werde Ihnen hier in unregelmäßigen Abständen Musiker und Musikstücke aus dieser für die Entwicklung auch unserer heutigen Musik unendlich wichtigen Epoche - ohne die ein Elvis Presley, ein Jerry Lee Lewis, die Beatles, die Rolling Stones und viele andere nicht denkbar gewesen wären - vorstellen. Dabei werde ich auf meine umfangreiche Plattensammlung, die ich in meiner Kindheit begonnen habe zusammen zu tragen, zurückgreifen. Dass die Aufzählung nicht komplett sein kann und auch nicht sein will, versteht sich von selbst. Dennoch hoffe ich, dass Sie mindestens einmal im Monat hier bei mir reinschauen! | |||
|
Über welche Zeit des Jazz suchen Sie Infos? |
|||
|
|
|
|
klick! |
|
|
|||
"Jass" um die Jahrhundertwende / Ragtime |
|||
|
|||
New Orleans um 1900 *) |
|||
| Die Geschichte des Jazz beginnt mit dem Ragtime, dessen Blüte in die Jahre 1895 bis 1910 fiel. Damals gruppierten sich um die Pianisten Musiker zu "Ragtime Dance Bands". Scott Joplin ist hier der wichtigste Vertreter. Ich empfehle als LP hier die BLP 1008Q von Biograph, die einen schönen Überblick und gute Hörproben aus dieser Zeit bietet. Während diese Ragtime-Bands vorwiegend in Lokalen spielten, gingen sie in New Orleans auch auf die Gassen und Straßen ("Street Bands"). Hier spielte auch die erste nachweisbare Band, die "Excelsior Brass Band", die 1885 gegründet worden war. | |||
|
|||
Joe (Joseph) "King" Oliver *) |
|||
| Der 1885 in Louisiana
geborene Joseph Oliver lernte zuerst Posaune, dann Kornett und spielte ab 1907 in der
"Melrose Brass Band". Sein Spielstil prägte eine ganze Epoche der Jazzmusik und
machte ihn selbst zum ungekrönten König des Kornettspiels. Außerdem kann King Oliver
als Lehrer des legendären Louis Armstrong angesehen werden, der seinerseits dann mehrere
Generationen von Jazzmusikern beeinflusste und die Entwicklung des Jazz insgesamt
nachhaltig prägte. Die wichtigsten Musikstücke aus
dieser Epoche: |
|||
|
|||
Um den Pianisten gruppierte sich anfangs die "Jass-Band" *) |
|||
| Der Blues als eine der wichtigsten Wurzeln des Jazz darf an dieser Stelle nicht vergessen werden. Er war als Liedform in den Südstaaten bereits viele Jahre verbreitet, ehe sich die Jazzmusiker seiner annahmen. Er bildete aber weiterhin eine Domäne der Sängerinnen und Sänger. | |||
|
|||
Elizabeth "Bessie" Smith *) |
|||
| Bessie Smith wurde von der großen Ma Rainey in die Grundlagen der Jazz-Gesangskunst eingeführt und wurde zur absoluten "Kaiserin des Blues-Gesanges". Sie nahm über 150 Schallplatten auf, aus der die Aufnahmen mit Louis Armstrong besonders bemerkenswert sind. Auf der LP von Philips (B 07002 L) sind u.a. zu hören: "Careless Love Blues", "St. Louis Blues", "Jailhouse Blues". Das Foto oben stammt vom Cover dieser 33er-LP. | |||
|
Dixieland Jazz bis etwa 1920 / New Orleans-Stil |
|
Eine ausgelassene Zeit; viel spielte sich auf der Straße ab *) |
| Um diese Zeit erreichte der New Orleans-Stil seine Höchstblüte. Musiker wurden zur Legende. Zu ihnen zählt man Jelly Roll Morton, Kid Ory, King Oliver und später dann den jungen Louis Armstrong. |
| Die herausragendsten Musikstücke aus dieser Zeit sind wohl: "Panama", "Memphis Blues", "King Porter Stomp", "Darktown Strutters' Ball", "Tiger Rag" und "At the Jazz Band Ball". |
|
|
Die
CORAL 94 204 EPC mit Aufnahmen vom Oktober 1928: *) |
| In
diese Zeit fällt auch das hervorragende Brüderpaar Johnny
und Baby Dodds.
Auf der oben abgebildeten EPC 94204 sind die beiden - Johnny (cl), Baby
(dm) - in 4 längst verschollen geglaubten Titeln zu hören. Obwohl die
"Black Bottom Stompers" keine reguläre Band waren, zählen die
wenigen Titel doch zu den begehrten Raritäten der Zwanziger-Jahre. Johnny Dodds, geb. am 12.4.1892 in New Orleans, griff schon als kleiner Junge zur Klarinette und nahm auch Unterrichtsstunden. Danach übte er mehrere Berufe aus und fuhr auch musizierend auf den Mississippidampfern. 1917 stieß er dann auf die Berufband von Kid Ory und ging 1920 zu King Oliver nach Chicago. 1924 gründete er eine eigene Band. Die Wirtschaftskrise zwang ihn 1930 die Band aufzugeben und als Taxifahrer zu arbeiten. Seine berühmtesten Aufnahmen entstanden wohl in der Band von Louis Armstrong (Hot five, Hot seven) zwischen 1925 und 1927, wo er auch am Altsaxophon zu hören ist. Sein Bruder Baby Dodds, geb. am 24.12.1998 in New Orleans, spielte Schlagzeug und fuhr ebenfalls auf Mississippidampfern den Strom auf und ab, wo er erstmals mit Louis Armstrong zusammentraf. Baby Dodds ging 1921 mit King Oliver nach San Francisco und 1922 mit ihm nach Chicago. Dort war er 1924 ein Jahr lang bei Lil Hardin und anschließend in der Band seines Bruders. Er spielte auch in den Bands von Jimmy Noone, Bunk Johnson und Mezz Mezzrow, mit dem er sogar auf Europatournee ging und einige Zeit in Paris blieb. Er erwarb sich den Ruf eines hervorragenden und beispielhaften Schlagzeugers des New-Orleans-Stils. |
| Noch zu dieser Epoche möchte ich zwei ganz excellente Gruppierungen des jungen Louis Armstrong zählen. Die Hot Five und die Hot Seven. |
|
Louis Armstrong in den 50er-Jahren *) |
| Beide Bands waren reine Studio-Formationen. In ihnen spielten neben Louis Armstrong auch noch Kid Ory, Johnny Dodds, Johnny St. Cyr und Lil Hardin, die Armstrong später dann auch heiratete. Als Pete Briggs und Baby Dodds dann zu dieser Gruppe stießen nannten sie sich einfach "Hot Seven". Als herausragenden Titel dieser Formation mochte ich "Muskrat Rumble" empfehlen. |
|
Dixieland Jazz bis etwa 1930 / Chicago-Stil |
|
Betrunkene im Chicago der 20er-Jahre *) |
| Jelly Roll Morton nahm damals unzählige Platten auf. Ich möchte ihn als einen ganz wichtigen Vertreter dieser Epoche herausstellen. Die LP bei "Giants of Jazz" mit der Nummer LPJT-23 bringt die meiner Meinung nach besten Musikbeispiele dieses außergewöhnlichen Künstlers. "Doctor Jazz" und "Black Bottom Stomp" sind nur zwei der 16 hervorragenden Tracks. |
|
|
|
Die sagenhafte 152er Riverside *) |
| Einen aus Tennessee stammenden Pianisten muss ich an dieser Stelle unbedingt erwähnen: Clarence "Cripple" Lofton. Er taucht 1917 in Chicago auf und wird in Kneipen und Tanzlokalen sehr schnell beliebt. Ich liebe seine Ursprünglichkeit und Derbheit am Klavier, an der man vielleicht erkennen kann, dass er Autodidakt war. Sein "Sweet Tooth" oder die Nummer "House Rent Struggle" auf der LP Riverside RLP 152 sind hervorragende Beispiele dieses einmaligen Pianostils. Auf dieser LP begegnen wir auch einem zweiten großen Pianisten aus der "Chicagozeit": Montana Taylor. Er ist mit Einspielungen wie "Indiana Avenue Stomp", "Montana's Blues", "In The Bottom" u.a. vertreten. |
| Um diese Zeit verbreitete sich der Jazz immer weiter nach Norden. Zwar war Chicago zum Mekka dieser Musikrichtung geworden und die größten Musiker traten hier auf, während sich in New York schon bald der Two Beat-Jazz der großen Orchester herausbildete. |
| Doch die amerikanische Wirtschaftskrise, die 1929 eine Weltwirtschaftskrise heraufbeschwor, setzte dem "Golden Age des Jazz" ein jähes Ende. Nur die besten Jazzmusiker fanden noch Arbeit, nur wenige und große Bands konnten überleben. Die Folge davon war die Entstehung der Big-Bands, die ihrerseits einen "neuen Stil" kreierten, den Swing-Stil. |
|
|
| Aus dieser Zeit stammt die oben abgebildete Scheibe mit der Nummer RLP 12-129. Sie stellt einen ganz besonderen Schatz in meiner Plattensammlung dar, bekommt man doch auf der A-Seite Nummern wie "Choo Choo" und "Animal Crackers" zu hören. Der Duke ist hier mit Leuten wie Bubber Miles (tp), Sonny Greer (dr) und Fred Guy (bjo) besonders elektrisierend aus dem Jahr 1926 zu hören. Doch auch die B-Seite kann sich sehen (hören lassen): Fletcher Henderson spielt mit seinem Orchester auf. "Swamp Blues" und "When You walked out" sind nur zwei der sechs hier aus den Jahren 1923 bis 1928 eingespielten Titel. |
|
Swing Jazz ab etwa 1930 / Swing-Stil |
| Die weitere Intensivierung des Swing vor allem bei den großen Jazz-Orchestern führte anfangs der 30er-Jahre zum Swing-Stil. Voll zur Entfaltung gelangte er, als Benny Goodman im Sommer 1935 mit seiner Band die Gäste des "Palomar Ballroom" in Los Angeles von seinem Stil zu überzeugen vermochte. |
|
Benny Goodman, der King of Swing *) |
| Der Unterschied zwischen der "alten Jazzmusik" und dem "neuen Stil" Goodmans trat so stark in das Bewusstsein der Allgemeinheit, dass viele von Jazz und Swing im Sinne zweier völlig verschiedener Musikrichtungen zu sprechen begannen. Heute wissen wir, dass keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen dem Swing-Stil und den vor ihm liegenden Jazz-Stilen gibt. Musiker wie Armstrong und Roy Eldridge haben dies immer wieder betont. |
| Von großer Bedeutung war auch das Konzert am 16. Jänner 1938 in der Carnegie Hall von New York. Dort wurde der Auftritt Goodmans zum wahren Triumphzug des Musikers. |
|
Edward Kennedy "Duke" Ellington *) |
| Auch Duke Ellington prägte um diese Zeit seinen eigenen Jazz-Stil, den "Jungle", effektvoll zur Wirkung gebracht vor allem durch Bubber Miley, Cootie Williams und Tricky Sam Nanton. "Mood Indigo" ist vielleicht der bekannteste Titel dieser Zeit. |
|
|
|
Dizzy Gillespie *) |
| Ich kann den größten Trompeter dieser Epoche natürlich nicht übergehen, wenngleich er bereits zur Zeit des Bebop und damit in die Epoche des Modern Jazz fällt: Dizzy Gillespie. 1917 in South Carolina geboren, lernt er mit 14 Jahren Posaune und wendet sich mit 15 Jahren der Trompete zu. 1937 nach dem Studium von Musiktheorie und Harmonielehre löst er Roy Eldridge ab, geht auf Tournee nach Frankreich und England, arbeitet 1939 freiberuflich in New York und gründet in den 40-er Jahren etliche eigene Bands und spielt mit den besten Musikern seiner Zeit. Ich nenne hier nur einige: Gene Krupa, Charlie Parker, Duke Ellington, Stan Getz, Sonny Rollins u.v.a. |
|
*) Bildquellen: Cover der entsprechenden Platte und Reclams Jazz-Führer (1970) |
|
| Weiterführende Links: |
|
Bessie Smith-Biographie |
|
Red Hot Jazz Archive |
|
Jazz Roots |
|
wird fortgesetzt ! |
| <<< Eine Idee - KLICK! | |