Die Kanareninsel Lanzarote

Fein, dass Ihre Entscheidung auf Lanzarote gefallen ist. Ich werde Ihnen ein wenig über diese wunderschöne Kanareninsel erzählen; auch ein paar Bilder und spezifische Links habe ich wieder für Sie bereit. Die Kanaren liegen der afrikanischen Küste im Westen vorgelagert; die Flugzeit dorthin beträgt von Wien aus rund 4 Stunden und die Anzahl der Regentage im Jahr beträgt vier bis fünf.

Gleich an den Beginn meiner Ausführungen stelle ich eine Liste von Sehenswürdigkeiten der Insel, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Ich staffle die Lokalitäten der Wichtigkeit nach, damit Sie je nach Länge Ihres Aufenthaltes auf der Insel wählen können:

1) El Golfo: Grüne Lagune und die besten Fischlokale der Gegend.
2) Nationalpark Timanfaya: Führungen und noch aktive Vulkane.
3) Villa von C. Manrique: In unterirdischen Lavablasen bei Tahiche.
4) Puerto del Carmen: Strandpromenade, Luxus und Shopping.
5) Mirador del Rio: Aussichtspunkt von C. Manrique errichtet.
6) Arrieta: Fischerort mit dem besten Fischlokal der Gegend, Miquel.
7) Jameos del Agua: Unterirdische Höhlen, ausgebaut von C. Manrique.
8) Guatiza: Kakteengarten, der schönste, den ich kenne.
9) Playa Blanca: Aufstrebender Südteil der Insel, Leuchtturm und Fähre.
10) Yaiza: Kamelritt in der Lavaumgebung.
 
An der Südseite der Insel überwiegen die weißen Sandstrände, im Westen und Norden die romantischen oft schwarzen Lava- und Felsstrände. Die zum Teil noch munteren Vulkane - man nennt sie "Timanfaya" oder "Montanas del Fuego"- sind die Attraktion der Insel.

Eine Reihe ganz hervorragender Hotels nimmt die vorwiegend aus England und Deutschland kommenden Touristen auf. Fast alle Hotels verfügen über eigene Pools, die Küche ist vorzüglich und stammt großteils aus dem Meer.

Cesar Manrique ist der größte Sohn der Insel. Die Buchstaben C und M zieren die Pforte seiner Stiftung, die in fünf Lavablasen größtenteils unterirdisch angelegt ist.

Das heutige Museum - ein wenig außerhalb von Tahiche gelegen - muss man ganz einfach gesehen haben! Auf Schritt und Tritt begegnet man den Kunstwerken und den der Natur vortrefflich angepassten Monumenten Manriques überall auf der Insel.

Ein recht gutes Beispiel sind die Höhlen von "Jameos del Agua".

Noch ist die Erde auf Lanzarote nicht zur Ruhe gekommen. Im Nationalpark "Timanfaya" wird sogar ein Grill mit Vulkanwärme - 300 bis 400 Grad Celsius - betrieben.

Auch einen Kamelritt in der Nähe von Yaiza sollte man wagen. Ein schöner Leuchtturm im Süden und noch in Betrieb befindliche Salzgärten - Salinas de Janubio - im Westen der Insel sind weitere nette Ausflugsziele mit dem Mietwagen.

Das touristische Zentrum der Insel befindet sich zweifellos an den weiten, flachen Sandstränden der Südostküste der Insel. "Puerto del Carmen" verfügt über einen fast 20 km langen seichten Sandstrand, Restaurants, Hotels, Geschäfte, Banken, Autoverleihfirmen, Arztpraxen usw.

Romantischer und ruppiger präsentiert sich der Strand im Nordwesten. Die "Grüne Lagune" - ein zur Hälfte im Meer versunkener Krater und die Lavafelsen des Timanfaya-Nationalparks liegen in diesem Teil der Insel.

Die auf der Welt einmalige "Trockenanbauweise" des Weines bei der Ortschaft "La Geria" in den mit Lavasand gefüllten trichterförmigen Gruben bewirkt, dass das einzige Wasser der Insel - der Tau - zum Boden des Trichters fließt, wo sich die Wurzeln der Pflanze befinden.

Auch über Cesar Manrique muss man sich eingehender informieren. Ein einmaliger Aufenthalt auf der Insel reicht dazu kaum aus. Sein 1968 über fünf Vulkanblasen errichtetes Wohnhaus in "Tahiche" übergab der Künstler 1992 der Öffentlichkeit.

So wurde es zugleich Stiftung und Museum. Im Inneren kann man neben der einmalig an die Natur angepassten Architektur der großzügig angelegten Wohnung Gemälde, Skizzen, Zeichnungen, Skulpturen, Keramik, Fotos und Pläne bewundern.

Ein sich unentwegt im Wind drehendes Mobile im Garten des Museums - es gibt mehr als zehn Stück davon über die Insel verteilt - ist ein weithin sichtbarer Wegweiser.

Am Boden der Vulkanblasen wachsen Palmen, die durch die Zimmerdecke ins Freie ragen. Das Museum ist täglich (werktags) von 10 bis 19 Uhr geöffnet und verfügt über eine Cafeteria, eine Buchhandlung. Hier kann man Andenken, Drucke und Künstlerkarten erstehen.

Noch viele andere Monumente erinnern an den bei einem Autounfall tödlich verunglückten Künstler: Der "Kaktusgarten von Guatiza", das Aussichtsrestaurant "Mirador del Rio" im Norden, die ausgebauten Höhlen "Cueva de los Verdes" und "Jameos del Agua" im Nordosten u.v.a.

Zum Schluss noch ein Rat: Versäumen Sie nicht den Kamelritt, den Sie hinter Yaiza an der Straße zum Nationalpark antreten können. Und reiten Sie eher am Nachmittag oder Abend, da sind die Wartezeiten wesentlich kürzer als am Morgen.
Hier endet mein Bericht über Lanzarote, aber Sie können mit mir auch gleich ein anderes meiner beliebten Reiseziele ansteuern.
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