N.Y. das ist Big Apple

Leider ist New York nicht mehr das, was es zur Zeit meiner Besuche einmal war, denn seit den grausamen Wahnsinnsattentaten vom 11. September 2001 ist alles ganz anders. So bewahre ich dieser einmaligen Stadt mit meinem kleinen Bildbericht ein rührendes Andenken. Und mit ihr den vielen unschuldigen Opfern dieses Wahnsinns.

(H. Schida, 9/2001)

  Auf ausreichende  VITAMIN-Versorgung  nicht vergessen!

Und dann bin ich wieder einmal in "Big Apple". Dort, wo die Streets mit ganz wenigen Ausnahmen von der Südspitze Manhattans nach Norden von "1" bis - ich weiß gar nicht wie weit hinauf nach Harlem - durchnumeriert sind und wo diese von den Avenues # 1 bis # 12 stets rechtwinkelig geschnitten werden. Nur der Broadway und die älteste Südspitze Manhattans widersetzen sich dieser geometrischen Anordnung. Wenn man New York sagt, meint man eigentlich immer nur einen der fünf Bezirke: Manhattan. In ihm stehen die höchsten Wolkenkratzer, die Mode, das Theater, die Kunst, die Finanzwelt, alles spielt sich hier ab und ist hier zu Hause.
 

Greifen wir exemplarisch einige besonders interessante Teile dieser Riesenstadt heraus. Etwa die Gegend um die 42nd Street und den Times Square. Da sind wir dann gleichzeitig mitten im Theater District. Der Times Square und der Broadway, vor allem zwischen der West 42nd und der 47nd Street, werden wegen der strahlenden Helligkeit ihrer nächtlichen Lichtreklamen "The Great White Way" genannt. Doch der Glanz des Viertels ist längst verblasst. Heute müssen in vielen Blocks der 42nd sämtliche Geschäfte und Buden geschlossen und abgerissen werden.
 

Doch die Südspitze Manhattans, die man unbedingt besuchen sollte, kennt diese Probleme gottlob nicht. Hier ist das Geld zu Hause, viel Geld! In der "Stock Exchange", der Wallstreet, werden täglich Aktien um viele Millionen Dollar umgesetzt. Und in jedem Tower dieses Viertels arbeiten täglich so viele Menschen wie bei uns in einer mittleren Stadt.

 

Auch ein Hubschrauberflug durch die Straßenschluchten der Stadt ist aufregend. Man bucht ihn am besten kombiniert mit einer Bus-Besichtigungstour der "Gray-Line".
Das hat den Vorteil, dass man direkt bis zum Hubschrauberlandeplatz gebracht und von dort auch wieder abgeholt wird. Der Flug selbst dauert keine 10 Minuten und kostet kombiniert mit diversen Busfahrten rund 1000 Schilling.

Die Zwillinge des "World Trade Centers" sind je 420 m hoch und haben 110 Stockwerke. In der 107. Etage des Nordturmes befindet sich das Restaurant "Windows on the World". Besuchen Sie lieber die luftige Dachterrasse! Die Aussicht ist hier noch besser und Sie sparen viel Geld.

 

Wer nicht mit dem Hubschrauber kreisen möchte, der sollte mit der Fähre vom Batterypark aus hinüber zur "Miss Liberty" fahren. Das ist ein billiges Vergnügen, das sich wirklich lohnt. Die Aussicht auf die "Skyline" von New-York ist von hier aus wirklich prächtig und die Überfuhr dauert etwa 20 Minuten.

Anm. Winter 2001: Dieser Blick ist durch Mörderhand für immer verschwunden. ich kann es immer noch nicht fassen! Ganz abgesehen vom menschlichen Elend, das diese Verwüstung hervorgerufen hat. Die Tat eines Irren!
 

Auf der kleinen Insel befindet sich ein schöner Park mit einem stets prall gefüllten Lokal, das Getränke und Burger anbietet. Auch Postkarten können auf den wackligen Eisentischen im Freien geschrieben werden. Eher schlecht sieht es mit Briefmarken aus. Auch eine Besteigung der Statue ist nur geduldigen Menschen zu empfehlen. Die Schlange der Wartenden ist oft kilometerlang.
 

Hinweisschilder zeigen die Wartezeit in Stunden an! ich konnte noch nie die Geduld aufbringen, mich in die endlos scheinende Schlange der Wartenden einzuordnen. Vielleicht schaffe ich es beim nächsten Mal?!

 

Im "Central Park" kann man sich noch wirklich erholen. Und das mitten in New York. Man fährt entweder mit dem Taxi bis etwa zur 90th Street oder benützt die "Manhattan Subways". Bis zum Abend kann man das gefahrlos tun. Eine Fahrt kostet immer eineinhalb Dollar; das Fahrgeld sollte man abgezählt bereithalten. Verbilligte Touristenkarten, wie das in anderen Metropolen üblich ist, gibt es hier nicht. Man findet sich mit dem System aber sehr schnell zurecht. Den Rückweg nach "Lower Manhattan" tritt man am besten zu Fuß an der Ostseite des Parks an.

 

Das hat den Vorteil, dass man dabei gleich einige Museen "mitnehmen" kann. Diese "Museum Mile" liegt etwa zwischen der 100th und der 72th Street. Ein paar Namen: Frick Collection, Guggenheim Museum, Museum of the City of New York, Metropolitan Museum of Art, American Museum of Natural History. Das "Museum of Modern Art", das "MOMA", sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Man findet es aber fernab vom Museumsdistrict in 11 West 53th Street. Ich hab in ihm die "Sternennacht" von van Gogh gefunden! Das Straßenbild von Manhattan ist von dichtestem Verkehr geprägt.

 

Da Parkplätze Mangelware sind und ganz Manhattan - so kommt es mir jedenfalls vor - eine einzige Parkverbotszone ist, sieht man hier mehr Taxis als Privatautos. Es gibt zwar Parkplätze, aber die Mieten sind derart hoch, dass Fahren hier billiger kommt als Stehen. Das ist kein Witz! Als Preisknüller las ich bei der Einfahrt zu einem solchen Parkplatz "4.44 US$ für die erste halbe Stunde".

Anm. Winter 2001: Als ich vor langer Zeit dieses Bild in meine N.Y.-Page eingebaut habe, konnte ich dessen spätere Aktualität noch nicht ahnen. Heute sieht es so aus, als wäre das Bild absichtlich aus reiner Effekthascherei hier montiert worden.

In Wirklichkeit blickt die entsetzte Miss Liberty schon jahrelang von dieser Homepage.
 

Auf den rund um Manhattan laufenden Highways hinterlassen die vielen Autos zwar schöne Lichtspuren auf Filmen und Dias, aber ich habe Autofahren hier wirklich in schlechtester Erinnerung. Man kommt als ahnungsloser Tourist nur schwer vom Fleck und findet auch kaum einen Parkplatz!

 

Also unbedingt Subway oder Taxi benützen! Auch Beinarbeit ist sehr gesund, doch leider sind die Entfernungen selbst innerhalb der Südspitze Manhattans wirklich enorm. Am vierten Tag bekomme ich hier Fuß- und Beinschmerzen, dass unbedingt ein Ruhetag eingelegt werden muss. (Siehe Tipps und Hinweise weiter unten!)

 

An dieser Stelle möchte ich noch ein paar Tipps notieren, die für Sie als potentielle New York-Reisende recht wertvoll sein könnten:

Fahren Sie nie nach 22 Uhr mit der Subway!

In den ausgewiesenen Preisen der Geschäfte und Lokale ist die Mehrwertsteuer noch nicht enthalten.

Halten Sie das Geld also nie abgezählt in der Hand, es wird immer zu wenig sein!

Und geben Sie Trinkgelder (Tips). Man erwartet um die 15% von Ihnen.

Nehmen Sie unbedingt ein Fußpflegemittel (Hirschtalg), Salben und Pflaster mit (wegen der Blasen).

 

Ich habe auch noch eine Bildergalerie  über das World Trade Center zusammengestellt. Die Fotos stammen alle von meinen Reisen nach New York in den Jahren 1988 bis 1999. Ich möchte diese Erinnerungen nicht missen!

Und hier habe ich versucht, das Grauen des Terroranschlages vom 11. 9. 2001 bildlich zu verarbeiten.
  Andere Berichte über New York:

NY-Reiseführer - unbedingt ansehen!
NY - Beschreibung und Tipps von Uwe Freund

Hier endet mein Bericht über Big Apple, aber Sie können mit mir gleich ein anderes meiner beliebten Reiseziele ansteuern.

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