USA   1999 :  San Francisco / Ca.

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Die Stadt an der Golden Gate-Bridge ist dann im Juli 1999 unsere letzte große Station in den Vereinigten Staaten. Wir kamen ja bekanntlich über Memphis und Las Vegas hierher. Die Skyline von San Francisco fasziniert uns immer wieder. Sie ist und bleibt für mich die schönste auf der Welt. 

Wir wollen uns diesmal rund eine Woche hier aufhalten und steigen im Hotel "Travelodge" in der Nähe des "Wharf" ab. Ein Teil der Hotelanlage befindet sich momentan im Umbau. Daher liegt ...

... der Hoteleingang vorübergehend in der Beach-Street. Nach dem Umbau wird er an der Parallelfront des Blocks zu den Piers hinaus liegen. Sämtliche Zimmer sind geräumig und nett eingerichtet und verfügen über eine eigene Kaffeemaschine, mit der sich im Handumdrehen das Frühstück selbst herstellen lässt.

Fishermans Wharf ist wohl der bekannteste Treffpunkt in der ganzen Stadt. Er liegt direkt am malerischen Hafen und an den weltberühmten Piers.

Nur sehr selten erkämpft man sich hier einen freien Sitzplatz. Heute ist es kühl und es gibt noch genügend leere Plätze.

Eine Fahrt mit der Cable-Car ist immer wieder ein Erlebnis. Wir sind fast täglich mit diesem öffentlichen Museumsstück unterwegs, denn auf den Trittbrettern im Freien hat man einen herrlichen Ausblick über die Straßen und viele Teile der Stadt.

Wir kommen viel in der Stadt umher. In der Cannery spielt jeden Tag eine andere Band, während uns in Chinatown ein ganz besonderes Flair umgibt. Kein Wunder: ist hier doch die größte chinesische Stadt außerhalb Chinas angesiedelt.

Wie bei uns mit dem Fiaker, kann man sich in San Francisco mit dem Feuerwehrauto durch einen Teil der Stadt karren lassen. Der Andrang ist gewaltig. Ein Solches Auto steht meist beim Ausgang der Cannery nahe Fishermans Wharf.

Die Bridge ist noch immer das eindrucksvollste Wahrzeichen der Stadt am Goldenen Horn. Hier lehne ich schon recht ermattet von den doch ziemlich großen Entfernungen in der Stadt an einem Stück Originalseil der Brücke. Es besteht aus über 27000 Einzelkabeln!

Wolkenkratzer und Superhotels findet man recht zahlreich im Finanzdistrikt. Hier steht auch das "neue" Wahrzeichen der Stadt: die Transamerika-Pyramide, ein Bank- und Versicherungsgebäude. 

San Francisco verfügt auch über die kurvenreichste Straße der Stadt, die Lombardstreet. Man darf sie mit höchsten 5 Meilen pro Stunde und nur in einer Richtung - bergab - befahren.

Viele schöne Parks - der größte unter ihnen ist der Golden Gate Park - sind in der Stadt verteilt. Sie tragen viel zu der guten Luft in der Stadt bei, die täglich auch von einer kühlen Brise, die durch die Bucht weht, aufgefrischt wird. So kann es selbst im Sommer binnen kürzester Zeit eiskalt und stürmisch werden. 

Krabben, Meeresspinnen und andere Früchte des Meeres sollte man unbedingt in der Nähe von Fishermans Wharf essen. Dort sind sie täglich fangfrisch und relativ preisgünstig.

Und wenn Sie schon am Hafen sind, dann sollten Sie eine Besichtigung des dort vor Anker liegenden U-Bootes aus dem Zweiten Weltkrieg nicht versäumen. Ganz schön eng die Kiste!

Wer auch des Museum of Modern Art besichtigen möchte, der wird wohl einen der Busse nehmen müssen, die entlang der Piers bis hinunter zum Finanzdistrikt und noch weiter fahren. Ein ganz toller Aussichtspunkt ist der Coit-Tower. Er hat die Form einer Feuerwehrspritze und ist von fast allen Teilen der Stadt recht gut zu sehen. Mit dem klapprigen Lift gelangt man bis hinauf in die teilweise verglaste Aussichtsterrasse, von der man einen wirklich phantastischen Rundblick über die Stadt und die Bucht von San Francisco genießt. 

Wir buchen auch noch zwei Tagesausflüge in die nähere Umgebung der Stadt. Der erste soll uns den HWY No. 1 nach Süden führen, wo wir unter anderem auch Monterey, Carmel und den 17-Mile-Drive sehen werden.

Auf unserem Weg nach Süden begegnen uns viele der Supertrucks, ehe wir die wunderschöne Halbinsel erreichen. Deren schönster Teil ist der gebührenpflichtige "17-Mile-Drive", eine traumhafte Panoramastraße, die sich vorbei an den Villen und Golfplätzen der Superreichen entlang den Klippen windet. 

Hier wohnen Doris Day, Clint Eastwood - er war sogar für einige Jahre Bürgermeister der Gegend - und noch etliche Berühmtheiten meist aus der Filmbranche.

Die "Lone Cypress" ist der wohl meist fotografierte Baum der Erde. Auch wir können nicht umhin, auf den Auslöser zu drücken.

Die Monterey-Halbinsel ist in den letzten Jahren auch die Heimat vieler Tierarten geworden. Seelöwen, seltene Vögel und eine ausgeprägte Flora sind hier anzutreffen.

Geschäfte, Restaurants und Hotels sind hier zum Teil auf Stelzen hinaus ins Meer gebaut. Diese Küstenansicht übt zu jeder Tageszeit eine faszinierende Anziehungskraft aus. 

Der Sandstrand ist weiß, sauber und riesig groß. Allein die Wasser- und die Lufttemperatur luden während unseres kurzen Aufenthaltes nicht zum Baden ein.

Mit Monterey ist der Schriftsteller John Steinbeck eng verbunden. Hat er doch der Stadt in seinem 1938 erschienenen Roman "Cannery Row" (Die Straße der Ölsardinen) der Stadt ein literarisches Denkmal gesetzt.

Der zweite 16 Stunden dauernde Ausflug soll uns in den wundersamen Naturpark von "Yosemite" - ein Name aus der Indianersprache - bringen. Und dieser Mann wird die ganze Zeit über unseren Bus lenken. Ein lustiger und einmaliger Kerl.

Nach mehreren Stunden Fahrt kommen wir bei einem der vier Eingänge in den 2300 Quadratkilometer großen Naturpark in der Sierra Nevada an. Er ist nach "Yellostone" der zweitälteste Nationalpark der Vereinigten Staaten.

Der wohl berühmteste Felsen des Parks ist der "Half Dome". Wo die zweite Hälfte des runden halbkugelförmigen Granitblocks geblieben ist, weiß bis heute niemand. 

Die vielgerühmten "Yosemite Falls" mit ihren insgesamt 739 m Höhe sind ein Erlebnis für sich. Sie sind die längsten Wasserfälle in den USA.

Ebenso berühmt wie der "Half Dome" ist der "El Capitan". Beide Wände gehören zu den Entstehungsorten des "Free Climbing" und sind wohl die berühmtesten Kletterfelsen der Region. Ihr Schwierigkeitsgrad übersteigt den der Alpen.

Meine kleine Frau ist Granit-Liebhaberin. Hier kommt sie voll auf ihre Rechnung. Wohin man tritt: Granit!

Auch seltene edle Hölzer gibt es hier in Mengen. Und meine Frau lässt sich durch nichts davon abbringen, einen dieser streng unter Naturschutz stehenden "Red-Wood-Bäume" zu klauen. Ich hab keine Ahnung, wie sie den durch den Zoll bringen will.

Unzählige Schluchten, Seen und der das ganze Tal durchziehende Fluss "Merced" bilden für fast den ganzen Tag die unglaubliche Kulisse unserer Wanderung.

Dabei sagt man uns, dass die vielen Wasserfälle - hier der "Bridal Veil Fall" (Brautschleier-Wasserfall) - in dieser Jahreszeit nur schmale Rinnsale sind. Wir hätten später kommen sollen.

Müde und dennoch vollständig von Amerika überzeugt, fallen wir diesen Abend in unser Bett. Morgen geht unser Flieger zurück nach Europa. Die Zeit ist wieder einmal viel zu schnell an uns vorüber gezogen. Vielleicht kommen wir wieder?

Hier endet der Bericht über meine USA-Reise 1999, aber Sie können mit mir auch gleich ein anderes meiner beliebten Reiseziele ansteuern.

Links zu diesem Teil der USA

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GEO Special über Kalifornien (Nr.3 / 2000)
Attraktionen und Führer durch Kalifornien und L.A.
Kalifornien, Nationalparks, S.F., San Diego, L.A.
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