Welches und wie viel Eiweiß braucht der Mensch
 

Es gibt sehr viele unterschiedliche Eiweißträger unter unseren Nahrungsmitteln. Grundlegend unterscheidet man aber eben in tierische und pflanzliche Protein-Lieferanten. Alle Eiweiße, egal ob tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, setzen sich aus etwas mehr als 20 verschiedenen Aminosäuren zusammen. Acht davon kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen; sie müssen also mit der Nahrung zugeführt werden. Diese acht "essentiellen" Aminosäuren sind allesamt in verschiedenen Pflanzen sowie auch in der Milch enthalten. Der Mensch braucht folglich kein Fleisch zu essen, um sich mit allen lebensnotwendigen Proteinen zu versorgen. Im Gegenteil: Ein Verzicht auf Fleisch kann dem Proteinhaushalt nur gut tun.

Man unterscheidet drei Arten von Vegetariern:

 

Veganer:

Sie verzehren kein Fleisch, keine Eier und keine Milch

 

     

Lakto-Vegetarier:

Sie verzehren kein Fleisch und keine Eier jedoch trinken sie Milch

 

     

Ovo-Lakto-Vegetarier:

Sie verzehren kein Fleisch, essen jedoch Eier und Milch

 

Der Mensch benötigt täglich 25 bis 30 Gramm Eiweiß. Zusätzlich konsumiertes Eiweiß bedeutet nicht nur Verschwendung, sondern kann auch gefährliche Schäden im Körper anrichten. Überschüssiges tierisches Eiweiß lagert sich nämlich in den Blutgefäßen und im Zwischenzell-Bindegewebe ab und verhindert so auf die Dauer die Versorgung der Organe, Muskeln, Knochen, gelenke und Haut mit Vitalstoffen. Das tierische Eiweiß wird auch mit der starken Zunahme von Allergien und Hautkrankheiten wie zum Beispiel Neurodermitis in Verbindung gebracht.

Hier die Proteinanteile einiger Nahrungsmittel:

Gemüse und Früchte haben 1,5 bis 2 % Proteinanteile
Milch hat 4 % Proteinanteile
Getreide hat 5 bis 10 % Proteinanteile
Fleisch hat 15 bis 20 % Proteinanteile

Die Frage lautet daher nicht: Woher bekommen die Vegetarier ihr Eiweiß? Viel wichtiger wäre die Frage: Wie werden die Fleischesser all ihre schädlichen Eiweißüberschüsse los?

Und wie sieht es mit mit dem Eisen und dem Kalzium aus, wenn man kein Fleisch isst?
Eine fünf Jahre dauernde Studie beweist:  Ausgerottet ist der Aberglaube, dass, wer kein Fleisch isst, an Eisenmangel leidet. Die Studie hat bewiesen, dass Körper, die weniger Eisen bekommen (Fleisch liefert etwa 30% unseres Nahrungseisens), einfach mehr Eisen aus der verabreichten Nahrung lösen. Ähnlich ist es mit dem Kalzium. Die Neue Zürcher Zeitung folgert daher: "Es wurde oft gesagt und publiziert, dass vegetarische Kost zwangsläufig eine Mangelernährung verursacht. Diese Behauptung erwies sich nun als unrichtig. Heute sieht man ein, dass Vegetarier von Naturwissenschaftlern und Medizinern auf Grund bloßer Vorurteile lange Zeit nicht ernst genommen wurden."

Und warum sollte man auch auf Eier verzichten?
Eier sind ganz allgemein nicht gesund für den menschlichen Körper, denn als "flüssiges Fleisch" verfaulen sie im langen Darm des Menschen noch schneller als Fleisch. Zusätzlich zu den toxischen Schadstoffen enthält das Ei von Natur aus sehr viel Cholesterin, was bekanntlich für den menschlichen Körper höchst problematisch ist.

Und wieso ist Milch erlaubt?
Milch ist im Gegensatz zu Eiern von Natur aus zur Ernährung bestimmt. Durch die wunderbare Vorkehrung der Natur frisst die Kuh Gras, was für den menschlichen Körper wertlos ist, und verwandelt es in ein hochwertiges Nahrungsmittel. Außerdem hilft heiße Milch, feinere Gehirnzellen zu entwickeln, die nötig sind, um geistige Themen zu verstehen.

 

Zusammenfassende Gedanken

 

Ist der Mensch nicht von Natur aus Fleischesser oder zumindest ein Allesesser?
Nein! Nur weil er vieles essen kann, heißt das noch lange nicht, dass alles auch für ihn gesund und förderlich ist. Im Gegenteil: Körperbau und Veranlagungen zeigen deutlich, dass die fleischlose Ernährung für den Menschen viel natürlicher und ratsamer ist. Bedenken sollte man auch, dass jene Tiere, die der menschlichen Lebensform am nächsten stehen, nämlich die Menschenaffen, reine Vegetarier sind.

 

Fleischfressende Säuger sind gekennzeichnet durch:
a) Krallen zum Fang
b) keine Hautporen
c) Gebiss nur auf und ab - nicht seitlich verschiebbar
d) scharfe, spitze Vorderzähne
e) keine abgeflachten Backenzähne
f) saurer Speichel, kann kein Getreide vorverdauen
g) starke Salzsäure im Magen zur Verdauung von Knochen
h) Verdauungstrakt = 3x Körperlänge, damit verwesendes Fleisch rasch ausgeschieden wird
 

Pflanzenfressende Säuger und der Mensch sind gekennzeichnet durch:
a) keine Krallen zum Fang
b) Hautatmung durch Millionen von Hautporen
c) Kaugebiss - seitlich verschiebbar
d) keine scharfen, spitzen Vorderzähne zum Töten von Tieren
e) abgeflachten Backenzähne zum Zermahlen pflanzlicher Nahrung
f) alkalischer Speichel zur Vorverdauung von Getreide
g) zehnmal schwächere Magensäure als Fleischfresser
h) Verdauungstrakt mindestens 6x Körperlänge, damit schwer verdauliche Blätter und Getreide verdaut werden können

Daten und Texte stammen zum überwiegenden Teil aus dem Buch "Vegetarisch leben" aus dem Govinda-Verlag.

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