Gasometer

 

Die Gasometer in Wien Simmering sind sicher die jüngste Sehenswürdigkeit der Donaumetropole. Dabei sind die 4 Monster schon über 100 Jahre alt!

Durch Zufall erfahre ich aus der "Krone" von der Möglichkeit einer geführten Besichtigung und melde meine Frau und mich sofort für Samstag, den 23. Juni 2001 an.

Wir sind für die Führung um 10 Uhr eingeteilt. Da wir etwas zu früh dran sind, unternehmen wir selbst einen kleinen Rundgang um die Stadt in der Stadt, die sich noch als Baustelle präsentiert.

Als ursprüngliche Baumasse dienen die 4 Zylinder, von denen jeder einen Durchmesser von 65 m und eine Höhe von 70 m aufweist. Jeder einzelne von ihnen wird von einem Stararchitekten zu einem futuristisch anmutenden Komplex umfunktioniert.

Die GESIBA, die Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft, stellt hier Wohnungen zur Verfügung und hat auch die heutige Führung - knapp bevor die ersten Mieter einziehen - organisiert. Es gibt geförderte Eigentumswohnungen von 40 bis 119m², teilweise mit Loggien und Terrassen.

An Infrastruktur wird hier geboten: Shopping- und Entertainment-Mall, Kinocenter mit 12 Kinos,  U-Bahn-Anschluss, Zubringer zur Südost-Tangente und ein eigener Steg, der die Stadt mit dem Erholungsgebiet Parter verbindet.

Im Gasometer D gibt es viele freifinanzierte Dachterrassenwohnungen von 34 bis 88 m² Größe. Und hier wird Wohnen zum Erlebnis. Allein die Materialien und die kühnen Fassaden geben schon jetzt einen Vorgeschmack darauf.

Glas, Beton und gewagte Kuppelkonstruktionen und Farben springen dem flüchtigen Besucher sofort ins Auge. Dabei erfolgte der Spatenstich für dieses Monsterprojekt erst vor kurzer Zeit, nämlich am 2. Feber 1999.

Der Baufortschritt in den vier massigen Zylindern ist natürlich nicht gleich weit fortgeschritten. Das merken wir bei unserem Rundgang, der uns durch alle 4 Bauwerke und das über einen Steg erreichbare Kinocenter führt.

Besonders ansprechend finde ich die Gegenüberstellung von alt und neu von rohem Ziegelbau und Glas-Metall-Betonbauweise. Eben dieser Kontrast ist es auch, der diese Gegend jetzt so faszinierend macht.

Die U-Bahn verkehrt schon seit geraumer Zeit, wenngleich die oberirdische Anbindung an den ersten Zylinder noch nicht geöffnet ist. Im besagten 12fach-Kinocenter werden schon Einbauten besorgt und Bodenbeläge verarbeitet. Hier wird bald der erste Film über die Leinwand flimmern.

Die Führung dauert eine knappe Stunde und ist viel zu kurz ausgefallen. Gern möchte man mehr Details sehen, mehr Daten erfahren, länger verweilen um den herrlichen und bisher ungesehenen Ausblick auf Wien genießen zu können. Bleibt den demnächst hier einziehenden Menschen unserer Stadt alles Gute und ein angenehmes Wohnklima zu wünschen! Bauherren und Architekten haben das Ihre schon dazu beigetragen!

Daten- und Quellenangabe: GESIBA, Wien  und KronenZeitung !

Links:  www.gasometer.at  / Die offizielle Gasometer-Page
www.wiener-gasometer.at  / Zweisprachige Gasometer-Page
www.gasometer-wien.at  / Architektur - Die Schönheit der Gasometer
www.gesiba.at  / Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft
www.photopage.net/Gasometer/gasometer.shtml  / Ein toller Fotograf

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