Eine Wiener Spezialität |
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Eine ganz besondere Spezialität habe ich mir bis jetzt aufgehoben, den Wiener Naschmarkt. An der Wienzeile gelegen, stellt er den "Bauch von Wien" dar, vergleichbar den früheren "Hallen" von Paris. Hier stehen auch noch etliche Häuser, deren Fassaden echte Jugendstilelemente zieren. Man erreicht den im 6. Wiener Gemeindebezirk an der Wienzeile gelegenen Großmarkt von der Innenstadt sehr leicht zu Fuß oder mit der U-Bahn, wenn man etwa bei der Station Kettenbrückengasse aussteigt. Sehenswert ist er allemal! |
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An Samstagen findet hier auch regelmäßig Wiens größter Flohmarkt statt. Echte Raritäten werden naturgemäß von einer Unmenge an Krempel verdeckt. Es lohnt sich aber auf jeden Fall zu suchen. Und wer absolut nichts brauchen kann, sollte wenigstens die Menschen hier studieren. Nirgends in Wien ist das Völkergemisch bunter als hier. |
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Das hier angebotene Obst und Gemüse ist wirklich frisch und meist auch recht preiswert. Ob man das auch von den Figürchen, Püppchen, Gläsern, Bilderrahmen und Textilien behaupten kann, wage ich zu bezweifeln. |
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Auf jeden Fall sollte man früh am Tag hierher kommen, dann sind die waren frisch und die Raritäten noch nicht alle entdeckt und verkauft worden. |
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Hier liegt Kitsch neben echten Jugendstilraritäten, hier türmen sich Schundhefte neben ausgefallenen Erstausgaben, hier findet man kaputte Lampen neben wertvollen Bilderrahmen. |
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Fliegende Händler mit jedem nur erdenkbaren Kram reihen sich an Knopfverkäufer und Kebab-, Pizza- und Würstelständen. Es riecht hier orientalisch und das Sprachengewirr ist kolossal. |
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Wühlen auch Sie sich durch die Menschenmassen, aber halten Sie Geld und Wertsachen am Körper fest, denn hier sind auch lichtscheue Elemente in großer Zahl unterwegs! |
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Sie suchen noch schnell eine alte Kupferpfanne, eine Mohnmühle oder einen alten Roman? Hier werden Sie in jedem Falle fündig. Und handeln Sie um den Preis. Nicht sofort die verlangte Summe bezahlen. Das entlarvt Sie als ahnungsloses "Greenhorn". |
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Viele Touristen decken sich hier auch mit Andenken und Mitbringsel für ihre Lieben zu Hause ein. Sicher keine schlechte Idee, wenn man in Ruhe und mit Muße aussucht. Ich selbst schwärme ja von den alten Reklamen auf Blech- oder Emailtafeln. Deren Preise haben in letzter Zeit leider enorm angezogen. |
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Teller, Keramikfiguren, Püppchen, eine alte Rechenmaschine und Uhren, die ihre beste Zeit wohl lang hinter sich haben: Es gibt hier nichts, was es nicht gibt! |
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Vergessen Sie nicht auf Obst und Gemüse, das man hier unbedingt probieren sollte. Und wenn Ihre Füße von der kilometerlangen Wanderung durch den Wiener Naschmarkt müde sind und Sie Hunger und Durst verspüren: Keine Sorge! An jeder Ecke wartet ein uriges Lokal mit Köstlichkeiten aus aller Herren Länder auf Sie. Viel Spaß - und besuchen Sie ihn, den Wiener Naschmarkt. Sie werden es sicher nicht bereuen! |
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