Colitis ulcerosa
Ich leide daran

Wie die Krankheit bei mir verläuft *)

 

Winter 1999: Bestandsaufnahme - eher zum Verzweifeln
  
Ich selbst schleppe dieses Leiden nun schon fast drei Jahrzehnte lang mit mir umher. In dieser Zeit habe ich nur aus diesem Grund mehr als 30 Ärzte konsultiert, meine Karriere, meinen Beruf und mein Privatleben mehrfach aufs Spiel gesetzt und bin erst jetzt - mit weit über 50 Jahren - zu der Erkenntnis gekommen, dass kein Arzt der Welt dieses Leiden zu heilen vermag. Kein Arzt - aber vielleicht ich selbst! Vielleicht Sie selbst! Ich möchte niemandem übertriebene Hoffnungen machen und keinem einzigen, der an Colitis leidet, eine weitere Enttäuschung auf seinem langen Leidensweg zufügen.

Dass die Schulmedizin nicht einmal weiß, woher man diese Krankheit bekommt, sie folglich auch kein wirkliches Heilmittel gegen sie parat hat, ist Ihnen, die Sie diese Krankheit auch schon einige Zeit mit sich herumschleppen, längst klar geworden. Wenn nicht, dann gebe ich es Ihnen hiermit schwarz auf weiß. 

Begonnen haben die Beschwerden bei mir mit etwa 28 Jahren. Sporadisch auftretende Schmerzen im rechten Oberbauch, höchst selten Durchfälle. Daraufhin wurde mir der Blinddarm (Wurmfortsatz) entfernt. Nach kurzer Besserung treten die alten Beschwerden wieder auf: der Blinddarm kann´s wohl nicht mehr sein.

Magenuntersuchungen ergeben eine Gastritis. Diese wird medikamentös behandelt und verschwindet alsbald. Die Durchfälle kommen wieder, die Farbe des Stuhles wechselt und ist oft sehr hell. Gallenröntgen werden in regelmäßigen Abständen gemacht. Man erkennt auf ihnen zwei stecknadelkopfgroße Steine. Nach etlichen Jahren hat sich ihre Zahl auf 7 erhöht - ein anderes Röntgen spricht von einem Tumor in der Galle. Die Stühle sind weich, gelb und oft durchfallartig. Die Galle wird laparoskopisch samt den Steinen entfernt. Nach drei Tagen komme ich vom Spital heim. Die Durchfälle sind anfangs grün und flüssig, bessern sich aber nach wenigen Wochen. 

An den anfänglichen Schmerzen und Beschwerden hat sich rückblickend aber nicht viel geändert. Inzwischen sind viele Jahre ins Land gegangen. Eine Ehe ging kaputt, berufliche Schwierigkeiten ergaben sich, der Lebenswille war gebrochen.  Durch einen neuerlichen Arztwechsel erfahre ich von der Möglichkeit, vielleicht gar an Colitis ulcerosa erkrankt zu sein. Verschiedene Medikamente werden ausprobiert. Wirkliche Hilfe bringen sie nicht - können sie nicht bringen. Mir haben dies mehrere aufgeschlossene und ehrliche Mediziner offen eingestanden. Mit ihnen lassen sich auch bestenfalls die in unregelmäßigen Abständen immer wiederkehrenden Symptome behandeln, an die Ursache gehen auch sie nicht. Als letzter Ausweg bleibt in vielen Fällen nur mehr die Entfernung befallener Darmabschnitte, der künstliche Darmausgang und eine für den Rest der Tage stark verminderte Lebensqualität. Auch Darmkrebs ist oft die Endstation.

Ja selbst Kuraufenthalte, Saft- und Milch- Semmelkuren bringen im besten Fall nur temporäre Stopps der in unregelmäßigen Schüben verlaufenden Krankheit. Und die mittelschweren bis schweren Medikamente - vor allem jene, die Cortison enthalten - auf längere Zeit angewandt, verursachen viele schwere Begleiterscheinungen und weitere Krankheitsrisiken, dass man sich ihren Einsatz ernstlich überlegen muss.

Soll man sich also am besten gleich selbst das Leben nehmen? Lachen Sie nicht; ich habe wegen dieser chronischen Erkrankung und ihren weit reichenden Folgen nicht nur einmal ernsthaft diesen Gedanken erwogen! Für die Ausführung desselben fehlte es mir aber jedes Mal am dazu nötigen Mut.

Nun zu der von mir selbst praktizierten Möglichkeit, die Krankheit in den Griff zu bekommen! Sie müssen von Ihren bisherigen Ess- und Trinkgewohnheiten endgültig und radikal Abschied nehmen. Wenn Sie meinen, diese Diät wäre der reine Wahnsinn, dann liegen Sie vollkommen richtig. Und wenn Sie sich diese nicht zumuten, dann sind Sie eben noch nicht schwer genug von Colitis befallen. Aber glauben Sie mir: es gibt (fast) keinen anderen Weg!

Und die Diät ist zeitlich nicht befristet. Ich werde sie wohl für den Rest meines Lebens einhalten müssen. Denn immer, wenn ich sie lockere, kehren die fürchterlichen Durchfälle - verbunden mit teilweiser Ablösung der Darmschleimhaut - wieder zurück.

VITAMINE vermögen mehr als Sie glauben!

 

April 2001: Das gibt's doch nicht - Ich soll geheilt sein?!

Die heutige Fortsetzung meiner "Leidensgeschichte" schreibe ich am liebsten. Meine CU ist ausgeheilt! Das gibt es wirklich - selten, aber doch. Aber ich berichte lieber der Reihe nach.

Ich führe den schon nicht mehr erwarteten (wenn auch immer erhofften) Erfolg auf ein paar wesentliche Ursachen zurück:

1) Grundlegende Änderung der Lebensumstände.
2) Eine intensive und nicht immer leichte Behandlung in klassischer Homöopathie Hahnemanns.
3) Geänderte - und dennoch nicht zu eng gesehene - Ernährungsweise.

Das Ende meiner Colitis ulcerosa ist rasch erzählt:

Ende März 2001 schickt mich mein Hausarzt, Dr. Christian Bauer, zu einem wirklichen Fachmann für Chirurgie, Dr. Arthur Mensdorff, um an mir eine genaue Dickdarmuntersuchung (Coloskopie) vorzunehmen. Die Untersuchung ist natürlich nicht sehr angenehm, aber ich kann sie jedem Menschen - nicht nur CU-Kranken - wärmstens empfehlen. Sie dauert nach richtiger Vorbereitung (Diät und Abführmitteleinnahme nach genauem Zeitplan) knapp 30 Minuten und wird in der Ordination des Chirurgen vorgenommen. Zur Entspannung (des Darmes und auch psychisch) kann man sich knapp vorher eine Spritze geben lassen. Ich mache davon Gebrauch.

Nun wird behutsam ein etwa fingerdicker Schlauch von gut 1,5 m Länge mit Licht, Optik und Instrumenten in den After eingeführt. Und nach kaum 15 cm wird mein Arzt bereits fündig. Ein kleiner Mastdarmpolyp taucht im "Scheinwerferlicht" auf und stellt sich dem Eindringling in den Weg. In wenigen Sekunden wird er völlig schmerzfrei entfernt. Und schon geht die Erkundung meines Dickdarmes weiter. Der absteigende Dickdarm kommt ebenso an die Reihe wie der quer liegende. Überall werden etwa alle 15 bis 20 cm winzig kleine Proben der Darmschleimhaut entnommen. In den markanten Ecken des Dickdarmes - links oben und rechts oben - ist die Untersuchung am unangenehmsten - und bei der "Einfahrt" in den absteigenden Dickdarm rufe ich einmal ein lautes "Halt", weil es schon ein wenig schmerzt. Doch da ist die Sonde schon um die Kurve und kommt nun ungehindert bis ans Ende (eigentlich Anfang) des Dickdarm, den Blinddarm. Auch hier wird noch eine winzige Probe entnommen, und schon zieht sich der Schlauch wieder zurück: ich hab's geschafft.

Der Arzt setzt mich sofort von der Entfernung eines Mastdarmpolypen in Kenntnis und meint, dass der entsprechende histologische Befund (Gewebsbeschaffenheit des Polypen und der restlichen entnommenen Proben) in etwas mehr als einer Woche (es liegen die Osterfeiertage dazwischen) vorliegen wird.

Der Heimweg ist unangenehm und auch die folgende Nacht über verursacht die während der Untersuchung in den Darm eingeblasene Luft erhebliche Krämpfe und Blähungen. Tags darauf geht es mir prächtig. Die 9 Tage, bis der Befund dann wirklich vorliegt, sind unangenehm, weil ungewiss. Klar! Dann hole ich mir meinen Befund ab und erfahre:

Im gesamten inspizierten Bereich - sämtliche Dickdarmabschnitte - liegt keine Colitis vor. Der entfernte Polyp weist bereits leichte Abweichungen von der normalen Zellstruktur auf und hätte mit den Jahren wahrscheinlich bösartig werden können. Daher wäre eine neuerliche Untersuchung dieser Stelle in einem Jahr - dann aber nur mehr das Rectum - angezeigt. Der Chirurg stuft das Erscheinungsbild meines Dickdarms als "höchstens colon irritabile" ein, verschreibt mir Tabletten (Colofac) für eventuell auftretende Blähungen oder Krämpfe und entlässt mich als sonst rundherum gesunden 58-jährigen aus seiner Praxis. Alle anderen für ähnliche Beschwerden in Frage kommenden Untersuchungen (Leber, Gallengänge, Blut, Stuhlproben, Bauchspeicheldrüse usw.) hatte ich schon vor der Coloskopie erfolgreich und o.B. hinter mich gebracht. Meine heutigen Blutwerte etwa sind besser als die vor 30 Jahren! 

Wie in Trance gehe ich nach Hause. Ein Leiden, das mich knapp 30 Jahre lang fast zum Wahnsinn und zum Selbstmord getrieben hat, ist verschwunden - weg! Dabei hatte ich schon mit dem Schlimmsten gerechnet. Plötzliche Gesundheit nach so langem Leiden ist auch ein schwerer Schock, kann ich euch sagen. Aber ich erhole mich langsam davon ;-))

Warum erzähle ich das alles so genau und ausführlich? 

ERSTENS, weil ich überglücklich bin und mich auch in schlimmen Zeiten immer schriftlich meiner Emotionen entledigt habe (auf diese Weise sind 20 Bücher entstanden, die ihr bei mir erwerben könnt). 

ZWEITENS, weil ich euch allen Mut machen möchte. Will sagen: ich bin der lebende Beweis dafür, dass nicht jede Darmkrankheit in Krebs und/oder künstlichen Ausgang münden muss! Das ist doch schon etwas. Oder? 

Ich bin sicher, auch ihr seid in der Lage, euch von der CU zu heilen oder davon geheilt zu werden. Es kann mitunter ein (lebens-)langer Kampf sein, der hin und her wogt. Vielleicht verlieren ihn auch manche, weil sie nicht zur rechten Zeit die richtigen Menschen kennen lernen oder nicht am richtigen Platz auf diesem Planeten sind. Andere gewinnen ihn dafür. Ich zähle euch alle zu der Gruppe der potentiellen Sieger. Macht es mir nach, verdammt noch mal!

Euer glücklicher Helmut Schida

 

Juni 2001: Langsam glaube ich daran - ich bin gesund!

Immer noch alles in Ordnung, keine Rückkehr der CU!

 

August 2001: Musste ja so kommen - Saufen ist ganz schlecht für den Darm! 

Nach einem sinnlosen Trunk (Alkohol) mit Freunden, geht es mir schlecht!



September 2001: Herbstliche Magen- und Darmprobleme heuer ausgeblieben!

Der Herbst war für mich als CU-ler immer eine gefährliche Zeit, stellten sich doch bisher meist im September und Oktober mit dem Umschlagen der Witterung vermehrt Magen- und Darmprobleme bei mir ein. Heuer erstmals nicht. Ich bin rundum mit mir und meinem Darm zufrieden.



Oktober 2001: Esse wieder alles und nicht zu wenig!

Es geht mir unverändert gut. Ich nehme keinerlei Medikamente mehr, weder homöopathische noch schulmedizinische. Anfangs Oktober hatte ich eine kleine Influenza erwischt, die aber inzwischen fast gänzlich abgeklungen ist. Auch in der Ernährung hebe ich eine um die andere Schranke auf, die ich mir in den letzten Jahren selbst errichten musste. Alkohol, fette Speisen, Zucker und Milch meide ich aber dennoch immer. Dafür kommen verstärkt Knoblauch, Zwiebel und ab und zu auch schon rohes Gemüse zum Einsatz. Dieses verursacht zwar immer noch starke Blähungen, aber ich erachte deren positiven Gesundheitseffekt für höher als die unangenehmen Begleiterscheinungen. Wird eben mehr gefurzt! Na und? Ich freue mich schon auf den November. Der war in meiner Erinnerung immer einer der schlimmsten Monate. Er und der Februar. Aber bis dahin habe ich ja noch etwas Zeit!
 


November 2001: Meine fehlende Galle schockte mich kurz

Jetzt ist auch der November vorbei und der um diese Zeit immer befürchtete und auch regelmäßig eingetretene Schub ist zu meiner Freude ausgeblieben. Gegen Ende November hatte ich zwar schon fast einen Schock, denn es setzten vorübergehend starke Bauchschmerzen und Blähungen ein. "Jetzt geht es doch wieder los", dachte ich schon. Dabei war ein schwerer Diätfehler - ich hatte selbst sehr fett und übermäßig gewürzt gekocht - die Ursache. Die nach der Mahlzeit sofort auftretenden Beschwerden verursachte also meine fehlende Galle in Verbindung mit dem doch recht außergewöhnlichen Essen. Eine einzige Gabe eines Galle fördernden Mittels (10 Tropfen Rowachol) und der Spuk war wieder vorbei. Vom langsam um mich herum beginnenden Weihnachtsstress lasse ich mich auf keinen Fall anstecken, somit besteht auch in dieser Hinsicht keine Gefahr. Über die Feiertage werde ich bis in den Jänner hinein gehörig ausspannen und meinen Körper pflegen. Viel spazieren gehen, saunieren und im Solarium herumkugeln. Das wird fein!



Dezember 2001: Oh Schreck - Ich habe mächtig Übergewicht: 103 kg netto!

Ein "Colitiker" hat nie echte Gewichtsprobleme, ich meine, er leidet eher selten an Gewichtszunahme oder Übergewicht. Klar! Bei der erhöhten Anzahl von Stuhlgängen und Durchfällen, kann sich ja kaum ein Kilo zuviel ansetzen. Und genau dieses Problem stellt sich mir jetzt. Nach Ausheilung meiner CU habe ich langsam aber stetig an Gewicht zugenommen, weil ja die Durchfälle gottlob ausgeblieben sind. In der Zwischenzeit - es ist ein Dreivierteljahr ins Land gezogen - habe ich leider zu kräftig zugelegt, und als mein Gewicht bei 1,83 m Größe die 100kg-Marke übersprang, habe ich meinen Hausarzt aufgesucht, um nötige Strategien mit ihm zu besprechen. Fazit: "Herr Schida, sie müssen abnehmen!" Nun rücke ich also dem Fett in der Nahrung und dem Vielfraß in mir mit Ausdauer und Kalorien-Zählen zu Leibe. Gar nicht leicht, kann ich euch sagen. 5 kg sind schon weg, aber jetzt geht es sehr langsam voran. Ich stehe zur Zeit bei 98 kg. Ich will es so lange durchhalten, bis ich auf 83 oder 85 kg herunten bin. Wer will, kann an dieser Stelle meine Fortschritte oder "Umfaller" monatlich weiter verfolgen. In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lesern und Besuchern frohe und vor allem beschwerdefreie Weihnachtsfeiertage!

 

Jänner 2002: Um eine schmerzliche Erfahrung reicher

Um nun erst recht in Sachen Ernährung, Körpergewicht, Gesundheit ja alles richtig zu machen, lese ich im Jänner davon, dass alle Menschen im Westen zunehmend "übersäuert" sind. Grund: Wir essen zu wenig "Basisches" und zu viel "Saures" oder "Säurebildner". Und die Folgen dieser Übersäuerung sind gar schlimme Entzündungen, Geschwüre und Krebs. Nun marschiere ich flugs in die Apotheke und kaufe sofort eines der angepriesenen Basenpulver. Ich nehme es zwei Tage ein, worauf sich sofort alle Zeichen und Beschwerden meiner alten Krankheit schlagartig einstellen. Im Nachhinein suche ich meine Ärzte auf, die den Sachverhalt klarlegen: Basenpulver ist gut, aber nicht bei angeschlagenem Darm. Basenpulver sollten Leute mit Verstopfung nehmen usw. usw. Sofort setze ich das Pulver ab, die Beschwerden dauern jedoch an. Mein Arzt sagt wörtlich: "Bei Ihnen hat das Basenpulver wie eine Bombe in den Darm eingeschlagen. Es hätte genügt, bei Ihrer ohnehin basisch abgestimmten Ernährungsweise zu bleiben. Wer wie sie regelmäßig Obst und Gemüse isst, bekommt keine Übersäuerung" (Zitat Ende). Den Durchfall habe ich nach wenigen Tagen wieder in den Griff bekommen, aber Krämpfe, Blähungen und Bauchschmerzen halten noch immer an. Ich hoffe auch das wieder zum Verschwinden zu bringen und gelobe, dass ich ohne vorherige Konsultation meiner Ärzte nichts mehr ausprobieren werde!

Also Vorsicht, meine Lieben!

 

April 2002: Die Zeit vergeht wie im Fluge

Seht ihr, wie ich, seitdem ich gesund bin, weniger oft und genau hier berichte? Mir fehlt ganz einfach die Zeit dazu, weil mein Tagesablauf ein anderer, mein jetziges Betätigungsfeld einfach größer geworden ist. Und proportional dazu wachsen meine Lebensfreude und meine aktive Teilnahme am Leben wieder. Ich bin rundherum glücklich!

Weiterhin kontaktieren mich viele CU-Patienten an, sei's per E-Mail, im Forum, im Chat oder am Telefon und ich versuche Mut zu machen und zu helfen, wo es geht. Also keine Scheu: auch der gesunde Schida hilft gern, wenn er kann und steht auch mit Ratschlägen zur Verfügung.

Leider musste ich meine rechtmäßig erworbene Internetadresse superpage.at aufgeben, weil ein großer US-Konzern ähnlichen Namens sonst auf eine horrende Summe geklagt hätte. Ihr seht also: im Internet geht's zu wie im wirklichen Leben. Die Großen fressen oder verdrängen spielend einfach die Kleinen. Ich hab's verschmerzt, aber mehr als zwei Drittel meiner Besucher verloren, weil die Abtretung blitzschnell erfolgen musste und mir nicht die Zeit gegeben wurde längerfristig auf die neue Internetadresse http://www.superschida.com/ hinzuweisen und vorzubereiten. Das betrifft aber euch, die ihr bis hierher durchgekommen seid, nicht - gottlob! Nur früher hätte eine solche Aktion oder haben ähnliche Aktionen sofort lang anhaltende CU-Schübe ausgelöst. Heute kratzt mich das kaum mehr. Man wird auch weiser mit zunehmendem Alter!

Das wäre also wieder mein kleiner Zwischenbericht -  wenn's Neuigkeiten gibt, werde ich an dieser Stelle wieder darüber schreiben. Bis dahin: Ohren steif halten und gesund werden!

Zu meinen Körpergewicht: keine Änderungen zum letzten Mal zu bemerken.
 

Juni 2002: Ganz was Neues: Ich bin Vegetarier!

Ganz plötzlich, am 5. Juni 2002, habe ich aufgehört Fleisch zu essen. Ich bin davon überzeugt, dass Fleischessen die Lebensqualität mindert und auf lange Sicht ganz schlimme Krankheiten verursacht und auslöst. Auf jeden Fall kann ich schon kurz berichten, dass ich mich wesentlich besser fühle, seitdem ich kein Fleisch mehr esse. Dabei bin ich erst ein paar Tage "enthaltsam". Natürlich werde ich hier laufend über meine Erfahrungen berichten.

Mein Körpergewicht geht langsam zurück! (95 kg)

 

Juli 2002: Vorsicht! - Wichtige Korrektur!

Vorsicht Leute! Ich muss leider eine wichtige Korrektur anbringen. Nach 9 Tagen strengsten Vegetarismus bekam ich höllische Bauchschmerzen, fürchterliche Blähungen, mehrere Stühle pro Tag und schließlich wieder Durchfälle, die ich schon so lange nicht mehr gehabt hatte. Ich besprach die Sache natürlich mit meinem Arzt und meinem Homöopathen und ließ auch einen Blutbefund und eine Oberbauchsonografie durchführen. Da die Befunde in Ordnung und unauffällig ausfielen und mir sowohl Arzt und Homöopath zugaben, dass die Verschlimmerung sehr wohl vom ausschließlichen Gemüsekonsum herrühren könnten, habe ich "mein Vegetariertum" leider wieder abbrechen müssen. So gut die Idee sicher ist, so unverträglich ist sie für meine Verdauung, speziell für meinen Darm. Echt schade!

Das wollte ich nur rasch mitteilen, damit nicht zu viele meiner Besucher/Leser ähnlich zu leiden haben. Knappe zwei Wochen fühlte ich mich in die "alten Colitis-Tage" zurück versetzt. Inzwischen esse ich wieder auch ein wenig Fisch und Geflügel und mein Darm dankt es mir mit zurück gehenden Schmerzen und wieder festen Stühlen.

Das Körpergewicht war mir die letzten schmerzvollen Tage völlig egal!

 

September 2002: Super! - Alles wieder im Griff!

Ich esse wieder normal und trinke ab und zu auch ein Bier (oder zwei) und es geht mir ausgezeichnet. Seit der letzten bösen Episode, die ich durch den abrupten Umstieg auf den Vegetarismus selbst verschuldet hatte, gibt es keine Durchfälle und andere Darmbeschwerden mehr. Ich hatte heuer im Sommer kaum Zeit für einen Urlaub und habe viel in der eigenen Wohnung und im Garten gearbeitet. Und da ich ja immer wieder am "Ausprobieren" bin, stieß ich auf den heiteren und profunden Vertreter der Kinesiologie, Herrn "Didi" Frühwirt. Dieser nimmt sich nun regelmäßig meiner Knochen und Muskelfasern an und zeigt mir auch ein paar ganz schön harte Übungen aus der Yoga-Lehre. Ich bin alle 14 Tage auf seinem Massagetisch in Wr. Neustadt anzutreffen und ich muss sagen, seine Arbeit tut mir gut. Ich kann ihn und seine Behandlungsweise wirklich weiterempfehlen.

Da fällt mir ein: Ich sollte unbedingt wieder mehr mein Köpergewicht kontrollieren, da ich mich der 100kg-Marke schon sehr bedenklich nähere (von unten!)

 

März 2003: Ab sofort kein Alkohol mehr!

Seit März 2003 habe ich Alkohol in jeder Form von meinem "Speisezettel" verbannt. Warum dies? Ich habe immer schon gern ein Glas guten Rotweins oder das eine oder andere Bier gern getrunken. Nun mache ich von einem Tag auf den anderen Schluss damit. Das muss doch einen Grund haben. Und den möchte ich kurz erklären.

Mein Körper und besonders mein Verdauungstrakt wird durch Alkohol besonders angegriffen. Immer wieder - und zuletzt gezielt ausprobiert - konnte ich feststellen, dass Alkohol in meinem Darm bestimmte abnorme Gärungsprozesse in Gang setzt. Diese wiederum verändern meine Darmflora nachhaltig negativ. Die Stühle werden dünner. das Bauchgrimmen und leichte Schmerzen besonders im Dickdarm stellen sich nach einiger Zeit ein. Trinke ich in solchen Zeiten weiter mein geliebtes Bier oder meine - auch teuren - Rotweine, so werden die Darmschmerzen schlimmer und schließlich mündet alles in einem furchtbaren Brennen des Analbereiches, das sich bis zu Durchfall und blutenden Rissen in der dort befindlichen Schleimhaut steigert. Setze ich nun den Alkoholkonsum ab, gehen die Beschwerden sofort (binnen zwei bis drei Tagen) zurück, und zwar in der umgekehrten Reihenfolge ihres Auftretens. Am ersten Tag verschwindet das Blut, am zweiten Tag verebbt der Durchfall, nach drei bis vier Tagen gehen die Schmerzen im Oberbauchbereich zurück und nach etwa 8 Tagen verdaue ich alles normal, habe keine Schmerzen mehr, der Analbereich ist frei von Irritationen und ich habe ein- bis zweimal pro Tag festen, geformten Stuhl.

Nachdem ich diese Abfolge nun mehrmals hintereinander ausprobiert und meine persönlichen Reaktionen und Auswirkungen auf meinen Körper genauestens protokolliert habe, steht für mich der Alkohol als Auslöser meiner Beschwerden eindeutig fest. Was lag näher als meiner geliebten, legalisierten Droge abzuschwören. Und ich bin heilfroh darüber. Habe ich mich vor nun 12 Jahren vom Zigarettenrauchen endgültig verabschiedet, so mache ich das gleiche nun mit dem Alkohol. Und es laufen dabei fast die gleichen Prozesse im Kopf ab wie damals, als ich meine endgültig letzte Zigarette geraucht habe. Und es geht mir prächtig dabei!

Auch das Gewicht hat sich auf diese Weise - wenn auch nicht dramatisch -reduziert. Ich stehe im Moment auf 95 kg und habe vor, auch hier noch etwas zu unternehmen. Mein nächstes Ziel erscheint also schon am (geistigen) Horizont. Ich komme noch heuer sicher und die 90 kg-Marke. Wetten?!

 

Feber 2005: Alles nicht zu eng sehen

Nun kann ich auch schon auf einige Jahre "Reizdarm" zurückblicken. Auch mit dieser Krankheit muss man erst leben lernen. Auch dafür habe ich nach langer Suche zuerst ein fabelhaftes Medikament "Colofac Retard" und danach wieder eine gute Lebenseinstellung gefunden - kein Wunder mit über 62 Jahren (Geburtstag war am 23. Feber) sollte man auch langsam soweit sein!

Ich finde, ich habe mir in meinem Leben über viel  zu viel Unnötiges schwerwiegende Gedanken und Sorgen gemacht. Das vermeide ich heute tunlichst und - es geht mir besser. Ich setzte mir auch keine zu engen und zu strengen Grenzen mehr. Trinke ich mal ein Glas Wein, dann trinke ich eben eines. Lege ich das eine oder andere Kilogramm zu, dann nehme ich es halt später wieder ab. Alles in Ruhe und langsam und "im Gleichklang" mit meiner Natur - wie es so schön heißt.

Und kommen Widerwärtigkeiten oder Unstimmigkeiten auf mich zu - was soll's? Die gehören genauso zum Leben wie die Sonne, die Nacht, Mexiko, der Tsunami oder der G. W. Bush. Stimmt's? Na also. Und auf diese Wiese lebe ich sorgenfreier, schmerzfreier und ein paar Jahre länger - hoffe ich zumindest.

Wer kann, strebe mir darin nach!

 

 

März 2005: Abschließende Übersicht

Ich habe mich mehr als 30 Jahre intensiv mit meinem Körper und seinen Funktionen beschäftigt. Sicher war die Colitis ulcerosa dafür der bestimmende Faktor. Nun bin ich mit über 60 Jahren an dem Punkt angelangt, wo ich mit ziemlicher Sicherheit ein vernünftiges Lebensgerüst erstellen kann. Hätte ich nach ihm gelebt, wären mir viel Not und Pein erspart geblieben. Einiges habe ich ziemlich verbockt, vieles kann ich noch reparieren und zum Besseren wenden. Sollten Sie an einem gesunden Körper und einem eben solchen Geist interessiert sein, dann sind Sie herzlichst eingeladen, meine Erfahrungen in tabellarischer Form zu studieren und vielleicht sogar anzuwenden. Auf Reaktionen Ihrerseits werde ich bestimmt antworten.

     
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TABELLE zu einem gesunden Körper
und einem gesunden Geist
 

Hier sind Sie auf der positiven Seite

 

Orientieren Sie sich mehr nach links

1: NAHRUNG

Ballaststoffreich
Pflanzlich
Gemüse
Obst
Fisch
Geflügel

 

Fleisch
Tierische Fette
Zucker
Auszugsmehle
Salz
Scharfe Gewürze

 
Merksatz: Iss hauptsächlich von Pflanzen und von Tieren nur jene,
die schwimmen oder fliegen - aber nie von Vierbeinern!
2: MAHLZEITEN

Kleine
Regelmäßig
Einmal pro Tag warm 
Am Morgen kräftig
Mittags wenig
Abends nichts
Getränke: Tee, Mineralwasser still
(3 bis 4 Liter pro Tag)
Jeden Bissen oft kauend

 

Üppige
Unregelmäßig
Meist kalt
Am Morgen Kaffee
Mittags Fast food
Abends kräftig
Getränke: Bier, Wein
Spirituosen
Hastig schlingend
Gifte: Alkohol, Nikotin, Rauschmittel

 
Merksatz: Frühstücke wie ein König, nimm dein Mittagmahl wie
ein Bürger ein - aber das Abendessen überlasse deinen Feinden!
3: VERDAUUNG

Stuhlgang regelmäßig ein- bis
zweimal täglich zur gleichen Zeit
Stuhl fast geruchlos
Stuhl hinterlässt kaum Spuren
in WC-Schüssel und auf WC-Papier

 

Blähungen, Verstopfung und Durchfall
wechseln einander unregelmäßig ab
Stuhl übel riechend
Stuhl hinterlässt starke Spuren
in WC-Schüssel und auf WC-Papier

 
Merksatz 1: Eine gesunde Verdauung ist das halbe Leben.
Merksatz 2: Der Tod des Menschen sitzt im Darm.
4: BEWEGUNG

In der Freizeit viel gehen und laufen
Aufenthalt in frischer Luft

 

In der Freizeit wieder viel sitzen (TV)
Aufenthalt in verrauchten Räumen

 
Merksatz: Früh zu Bett und früh steh auf, das ist der beste Lebenslauf.
5: BERUF

Abwechslungsreich
Standortswechsel
Geistreich

 

Eintönig
Ortsfest
Stumpfsinnig

 
Merksatz: Die meisten Morde geschehen mit Messer und Gabel. Und wer
dieses Massaker überlebt, den rafft oft der falsche Beruf hinweg.
6: UMWELT - MITMENSCHEN

Frei
Offen
Freundlich
Herzlich
Ruhig
Freudig

 

Unterdrückerisch
Verschlagen
Böse
Hinterhältig
Hektisch
Ängstlich

 
Merksatz: Meide Menschen, in deren Gesellschaft du dich verstellen
musst und besonders jene, die dir Angst machen.
7: GEIST

Selbstbewusst
Lebensfreude
Kraft
Ruhe
Meditation
Ordnung
Ich = selbstverständlich

 

Ängstlich
Lebensangst
Schwäche
Unruhe
Hektik
Chaos
Ich = fremdbestimmt

 
Merksatz: Ein gesunder Geist kann nur in einem gesunden
Körper wohnen - und umgekehrt!
 
 

*)Noch etwas: 
Weil ich schon etliche Male gefragt wurde, ob ich die Page nun weiterführe, obwohl ich nicht mehr an CU leide: Na klar! Ist doch Ehrensache.

 

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