Colitis ulcerosa
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Wie die Krankheit bei mir verläuft *) |
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Winter 1999:
Bestandsaufnahme - eher zum Verzweifeln An den anfänglichen Schmerzen und Beschwerden hat sich
rückblickend aber nicht viel geändert. Inzwischen sind viele Jahre ins
Land gegangen. Eine Ehe ging kaputt, berufliche Schwierigkeiten ergaben
sich, der Lebenswille war gebrochen. Durch einen neuerlichen
Arztwechsel erfahre ich von der Möglichkeit, vielleicht gar an Colitis
ulcerosa erkrankt zu sein. Verschiedene Medikamente werden ausprobiert.
Wirkliche Hilfe bringen sie nicht - können sie nicht bringen. Mir haben dies mehrere aufgeschlossene und
ehrliche Mediziner offen eingestanden. Mit ihnen lassen sich auch bestenfalls
die in unregelmäßigen Abständen immer wiederkehrenden Symptome behandeln, an die Ursache gehen auch sie nicht. Als
letzter Ausweg bleibt in vielen Fällen nur mehr die Entfernung befallener Darmabschnitte,
der künstliche Darmausgang und eine für den Rest der Tage stark verminderte
Lebensqualität. Auch Darmkrebs ist oft die Endstation. VITAMINE vermögen mehr als Sie glauben!
April 2001: Das gibt's doch nicht - Ich soll geheilt sein?! Die heutige Fortsetzung meiner
"Leidensgeschichte" schreibe ich am liebsten. Meine CU ist
ausgeheilt! Das gibt es wirklich - selten, aber doch. Aber ich berichte
lieber der Reihe nach. 2)
Eine intensive und nicht immer leichte Behandlung in klassischer
Homöopathie Hahnemanns. Ende
März 2001 schickt mich mein Hausarzt,
Dr.
Christian Bauer, zu einem wirklichen Fachmann für
Chirurgie, Dr. Arthur
Mensdorff, um an mir eine genaue Dickdarmuntersuchung (Coloskopie)
vorzunehmen. Die Untersuchung ist natürlich nicht sehr angenehm, aber ich
kann sie jedem Menschen - nicht nur CU-Kranken - wärmstens empfehlen. Sie
dauert nach richtiger Vorbereitung (Diät und Abführmitteleinnahme nach
genauem Zeitplan) knapp 30 Minuten und wird in der Ordination des
Chirurgen vorgenommen. Zur Entspannung (des Darmes und auch psychisch)
kann man sich knapp vorher eine Spritze geben lassen. Ich mache davon
Gebrauch. Warum
erzähle ich das alles so genau und ausführlich? Ich bin sicher,
auch ihr seid in der Lage, euch von der CU zu heilen oder davon geheilt zu
werden. Es kann mitunter ein (lebens-)langer Kampf sein, der hin und her
wogt. Vielleicht verlieren ihn auch manche, weil sie nicht zur rechten
Zeit die richtigen Menschen kennen lernen oder nicht am richtigen Platz
auf diesem Planeten sind. Andere gewinnen ihn dafür. Ich zähle euch alle
zu der Gruppe der potentiellen Sieger. Macht es mir nach, verdammt noch
mal!
Juni 2001: Langsam glaube ich daran - ich bin gesund!
August 2001: Musste ja so kommen - Saufen ist ganz schlecht für den
Darm!
Der Herbst war für mich als CU-ler immer eine gefährliche Zeit, stellten sich doch bisher meist im September und Oktober mit dem Umschlagen der Witterung vermehrt Magen- und Darmprobleme bei mir ein. Heuer erstmals nicht. Ich bin rundum mit mir und meinem Darm zufrieden.
Es geht mir unverändert gut. Ich nehme
keinerlei Medikamente mehr, weder homöopathische noch schulmedizinische.
Anfangs Oktober hatte ich eine kleine Influenza erwischt, die aber
inzwischen fast gänzlich abgeklungen ist. Auch in der Ernährung hebe ich
eine um die andere Schranke auf, die ich mir in den letzten Jahren selbst
errichten musste. Alkohol, fette Speisen, Zucker und Milch meide ich aber
dennoch immer. Dafür kommen verstärkt Knoblauch, Zwiebel und ab und zu
auch schon rohes Gemüse zum Einsatz. Dieses verursacht zwar immer noch
starke Blähungen, aber ich erachte deren positiven Gesundheitseffekt für
höher als die unangenehmen Begleiterscheinungen. Wird eben mehr gefurzt!
Na und? Ich freue mich schon auf den November. Der war in meiner
Erinnerung immer einer der schlimmsten Monate. Er und der Februar. Aber
bis dahin habe ich ja noch etwas Zeit!
Ein "Colitiker" hat nie echte Gewichtsprobleme, ich meine, er leidet eher selten an Gewichtszunahme oder Übergewicht. Klar! Bei der erhöhten Anzahl von Stuhlgängen und Durchfällen, kann sich ja kaum ein Kilo zuviel ansetzen. Und genau dieses Problem stellt sich mir jetzt. Nach Ausheilung meiner CU habe ich langsam aber stetig an Gewicht zugenommen, weil ja die Durchfälle gottlob ausgeblieben sind. In der Zwischenzeit - es ist ein Dreivierteljahr ins Land gezogen - habe ich leider zu kräftig zugelegt, und als mein Gewicht bei 1,83 m Größe die 100kg-Marke übersprang, habe ich meinen Hausarzt aufgesucht, um nötige Strategien mit ihm zu besprechen. Fazit: "Herr Schida, sie müssen abnehmen!" Nun rücke ich also dem Fett in der Nahrung und dem Vielfraß in mir mit Ausdauer und Kalorien-Zählen zu Leibe. Gar nicht leicht, kann ich euch sagen. 5 kg sind schon weg, aber jetzt geht es sehr langsam voran. Ich stehe zur Zeit bei 98 kg. Ich will es so lange durchhalten, bis ich auf 83 oder 85 kg herunten bin. Wer will, kann an dieser Stelle meine Fortschritte oder "Umfaller" monatlich weiter verfolgen. In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lesern und Besuchern frohe und vor allem beschwerdefreie Weihnachtsfeiertage!
Jänner 2002: Um eine schmerzliche Erfahrung reicher Um nun erst
recht in Sachen Ernährung, Körpergewicht, Gesundheit ja alles richtig zu
machen, lese ich im Jänner davon, dass alle Menschen im Westen zunehmend
"übersäuert" sind. Grund: Wir essen zu wenig "Basisches" und zu viel
"Saures" oder "Säurebildner". Und die Folgen dieser Übersäuerung sind gar
schlimme Entzündungen, Geschwüre und Krebs. Nun marschiere ich flugs in
die Apotheke und kaufe sofort eines der angepriesenen Basenpulver. Ich
nehme es zwei Tage ein, worauf sich sofort alle Zeichen und Beschwerden
meiner alten Krankheit schlagartig einstellen. Im Nachhinein suche ich
meine Ärzte auf, die den Sachverhalt klarlegen: Basenpulver ist gut, aber
nicht bei angeschlagenem Darm. Basenpulver sollten Leute mit Verstopfung
nehmen usw. usw. Sofort setze ich das Pulver ab, die Beschwerden dauern
jedoch an. Mein Arzt sagt wörtlich: "Bei Ihnen hat das Basenpulver wie
eine Bombe in den Darm eingeschlagen. Es hätte genügt, bei Ihrer ohnehin
basisch abgestimmten Ernährungsweise zu bleiben. Wer wie sie regelmäßig
Obst und Gemüse isst, bekommt keine Übersäuerung" (Zitat Ende). Den
Durchfall habe ich nach wenigen Tagen wieder in den Griff bekommen, aber
Krämpfe, Blähungen und Bauchschmerzen halten noch immer an. Ich hoffe auch
das wieder zum Verschwinden zu bringen und gelobe, dass ich ohne
vorherige Konsultation meiner Ärzte nichts mehr ausprobieren werde!
April 2002: Die Zeit vergeht wie im Fluge Seht ihr, wie ich, seitdem ich gesund bin, weniger oft und genau hier berichte? Mir fehlt ganz einfach die Zeit dazu, weil mein Tagesablauf ein anderer, mein jetziges Betätigungsfeld einfach größer geworden ist. Und proportional dazu wachsen meine Lebensfreude und meine aktive Teilnahme am Leben wieder. Ich bin rundherum glücklich!
Weiterhin kontaktieren mich viele CU-Patienten an, sei's per E-Mail, im Forum, im Chat
oder am Telefon und ich versuche Mut zu machen und zu helfen, wo es geht.
Also keine Scheu: auch der gesunde Schida hilft gern, wenn er kann und
steht auch mit Ratschlägen zur Verfügung. Zu meinen
Körpergewicht: keine Änderungen zum letzten Mal zu bemerken. Juni 2002: Ganz was Neues: Ich bin Vegetarier! Ganz plötzlich,
am 5. Juni 2002, habe ich aufgehört Fleisch zu essen. Ich bin davon
überzeugt, dass Fleischessen die Lebensqualität mindert und auf lange
Sicht ganz schlimme Krankheiten verursacht und auslöst. Den Anstoß zu
diesem doch tief greifenden Gesinnungswandel gab übrigens ein kleines
Büchlein, das ich euch allen nur empfehlen kann: "Vegetarisch leben" von
Ronald Zürrer und Armin Risi. Es ist viel mehr als die 2,50 Euro wert, die
man dafür anlegen muss. Es ist eigentlich unbezahlbar, hilft es doch weit
mehr als nur die eigene Gesundheit zu erhalten. Es hat mich so begeistert,
dass ich sofort eine Homepage über den Komplex "Vegetarismus" in Angriff
genommen habe. ich werde einige Wochen daran arbeiten. Das Ergebnis könnt
ihr unter
http://www.superschida.com/vegetarismus/ ansehen. Wer will, kann ja
mit mir in ein fleischloses, gesundes Leben starten. Wer wagt es? Genauer
betrachtet ist es natürlich kein Wagnis sondern eine verdammte Pflicht.
Doch lest selbst in dem Büchlein nach oder besucht meine
Vegetarier-Page!
Auf jeden Fall kann ich schon kurz berichten, dass ich mich wesentlich
besser fühle, seitdem ich kein Fleisch mehr esse. Dabei bin ich erst ein
paar Tage "enthaltsam". Natürlich werde ich hier laufend über meine
Erfahrungen berichten.
Juli 2002: Vorsicht! - Wichtige Korrektur! Vorsicht Leute! Ich
muss leider eine wichtige Korrektur anbringen. Nach 9 Tagen strengsten
Vegetarismus bekam ich höllische Bauchschmerzen, fürchterliche Blähungen,
mehrere Stühle pro Tag und schließlich wieder Durchfälle, die ich schon so
lange nicht mehr gehabt hatte. Ich besprach die Sache natürlich mit meinem
Arzt und meinem Homöopathen und ließ auch einen Blutbefund und eine
Oberbauchsonografie durchführen. Da die Befunde in Ordnung und unauffällig
ausfielen und mir sowohl Arzt und Homöopath zugaben, dass die
Verschlimmerung sehr wohl vom ausschließlichen Gemüsekonsum herrühren
könnten, habe ich "mein Vegetariertum" leider wieder abbrechen müssen. So
gut die Idee sicher ist, so unverträglich ist sie für meine Verdauung,
speziell für meinen Darm. Echt schade!
September 2002: Super! - Alles wieder im Griff!
Ich esse wieder normal und trinke ab und zu
auch ein Bier (oder zwei) und es geht mir ausgezeichnet. Seit der letzten
bösen Episode, die ich durch den abrupten Umstieg auf den Vegetarismus
selbst verschuldet hatte, gibt es keine Durchfälle und andere
Darmbeschwerden mehr. Ich hatte heuer im Sommer kaum Zeit für einen Urlaub
und habe viel in der eigenen Wohnung und im Garten gearbeitet. Und da ich
ja immer wieder am "Ausprobieren" bin, stieß ich auf den heiteren und
profunden Vertreter der Kinesiologie, Herrn "Didi" Frühwirt. Dieser nimmt sich
nun regelmäßig meiner Knochen und Muskelfasern an und zeigt mir auch ein
paar ganz schön harte Übungen aus der Yoga-Lehre. Ich bin alle 14 Tage auf
seinem Massagetisch in Wr. Neustadt anzutreffen und ich muss sagen, seine
Arbeit tut mir gut. Ich kann ihn und seine Behandlungsweise wirklich
weiterempfehlen.
März 2003: Ab sofort kein Alkohol mehr!
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Feber 2005:
Alles nicht zu eng sehen Ich finde, ich habe mir in meinem Leben über viel zu viel Unnötiges schwerwiegende Gedanken und Sorgen gemacht. Das vermeide ich heute tunlichst und - es geht mir besser. Ich setzte mir auch keine zu engen und zu strengen Grenzen mehr. Trinke ich mal ein Glas Wein, dann trinke ich eben eines. Lege ich das eine oder andere Kilogramm zu, dann nehme ich es halt später wieder ab. Alles in Ruhe und langsam und "im Gleichklang" mit meiner Natur - wie es so schön heißt.
Und kommen Widerwärtigkeiten oder
Unstimmigkeiten auf mich zu - was soll's? Die gehören genauso zum Leben
wie die Sonne, die Nacht, Mexiko, der Tsunami oder der G. W. Bush.
Stimmt's? Na also. Und auf diese Wiese lebe ich sorgenfreier,
schmerzfreier und ein paar Jahre länger - hoffe ich zumindest.
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März 2005: Abschließende Übersicht |
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TABELLE zu einem gesunden Körper und einem gesunden Geist |
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Hier sind Sie auf der positiven Seite |
Orientieren Sie sich mehr nach links |
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| 1: NAHRUNG | ||
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Ballaststoffreich |
Fleisch |
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Merksatz: Iss hauptsächlich von Pflanzen und von
Tieren nur jene, die schwimmen oder fliegen - aber nie von Vierbeinern! |
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| 2: MAHLZEITEN | ||
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Kleine |
Üppige |
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Merksatz: Frühstücke wie ein König, nimm dein
Mittagmahl wie ein Bürger ein - aber das Abendessen überlasse deinen Feinden! |
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| 3: VERDAUUNG | ||
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Stuhlgang regelmäßig ein- bis |
Blähungen, Verstopfung und Durchfall |
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Merksatz 1: Eine gesunde Verdauung ist das halbe
Leben. Merksatz 2: Der Tod des Menschen sitzt im Darm. |
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| 4: BEWEGUNG | ||
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In der Freizeit viel gehen und laufen |
In der Freizeit wieder viel sitzen (TV) |
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| Merksatz: Früh zu Bett und früh steh auf, das ist der beste Lebenslauf. | ||
| 5: BERUF | ||
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Abwechslungsreich |
Eintönig |
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Merksatz: Die meisten Morde geschehen mit Messer
und Gabel. Und wer dieses Massaker überlebt, den rafft oft der falsche Beruf hinweg. |
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| 6: UMWELT - MITMENSCHEN | ||
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Frei |
Unterdrückerisch |
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Merksatz: Meide Menschen, in deren Gesellschaft du
dich verstellen musst und besonders jene, die dir Angst machen. |
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| 7: GEIST | ||
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Selbstbewusst |
Ängstlich |
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Merksatz: Ein gesunder Geist kann nur in einem
gesunden Körper wohnen - und umgekehrt! |
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*)Noch
etwas: |
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Nehmen Sie VITAMINE? |
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